Wenn Erika Tepel über das Café „Vergissmeinicht“ spricht, schwingt ein gewisser Stolz in ihrer Stimme mit. Schließlich kann die Gründerin und ehrenamtliche Leiterin des Demenzcafés im Ev. Gemeindehaus Dinslaken an der Weißenburger Str. auf eine 10-jährige Geschichte der Einrichtung zurückblicken. „Die Idee, dass man doch etwas für Menschen mit Demenz anbieten sollte, entstand nach dem Tod meines Vaters, der selbst an Demenz litt und der Begegnung mit Naomi Feil“, erinnert sich die Dinslakenerin. „Naomi Feil hat die Methode des wertschätzenden Umgangs mit Menschen mit Demenz entwickelt“, erklärt sie.

Genau dies ist auch das Motto, der am 19.10. von 14.30 bis 17.30 Uhr stattfindenden Jubiläumsfeier: Freude. Es wird gesungen und es gibt Kaffee und Kuchen. Aber es wird auch Abschied genommen. Erika Tepel übergibt das Zepter. „Jetzt ist ein guter Zeitpunkt aufzuhören. Schließlich bin ich schon 76 Jahre“, sagt sie. Doch nichts tun, kann Erika Tepel nicht. „Ich denke, dass ich irgendetwas mit Kindern machen werde – vielleicht Lesepatin oder Märchentante im Kindergarten.“ Neben den schönen Erinnerungen wird ihr auch der Abschlussspruch, der von einem Gast des Cafés stammt, im Gedächtnis bleiben: „Es war schön in diesem Saal, bis zum nächsten Mal“.
Interessierte können sich an Sonja Kelling, Seniorenberaterin der Diakonie wenden, sonja.kelling@ekir.de o. Tel.: 02064/434723 wenden. Aktuell sind alle Plätze im Demenzcafé belegt. Aber man kann sich auf die Warteliste schreiben lassen. Anrecht auf den Platz haben Menschen mit Pflegegrad.
Fotos: © Diakonie
Erika Tepel (Portrait)
Erika Tepel (re.) mit den Mitarbeitenden des Café Vergissmeinnicht.