Irische Weihnacht in der Stadtkirche

The Moonshiners spielen Folkmusik
In der evangelischen Stadtkirche in Dinslaken präsentieren die Musiker der irischen Folkband „The Moonshiners“ am Freitag, 9. Dezember, um 20:00 Uhr wieder ein besonderes Weihnachtsprogramm bei freiem Eintritt. Es kombiniert weihnachtliche Gedichte, Texte und Lieder zu einem Konzerterlebnis, das die irische Adventsstimmung genau trifft.
Seit mehr als 15 Jahren verbindet die Musiker ihre Liebe für handgemachte, traditionelle Musik aus Irland und dem angelsächsischen Raum. IhreKonzerte mit weihnachtlichen
Geschichte und Geschichten und Gedichten sind längst kein Geheimtipp mehr. Für mache gehört dieses Konzert mittlerweile zum Advent wie Spekulatius und Lebkuchen.
Der Eintritt ist frei. Am Ende wird um eine Spende gebeten.
Weiter Informationen unter www.the-moonshiners.de 

Rendezvous nach Ladenschluss: „Weihnachtskonzert“ mit Chamber Jazz

Am Dienstag, den 13. Dezember findet das diesjährige „Weihnachtskonzert“ mit Chamber Jazz aus Bottrop um 18.30 Uhr in der katholischen Kirche St. Vincentius am Altmarkt in Dinslaken statt.

In Weihnachtsliedern aus aller Welt „…gibt es eine besondere Substanz, ein Gefühl hinter den Noten, das sich aus dem Schlaf wecken lässt und das lebendig in andere Musikstile hinübergreifen kann: Verspielt und tiefsinnig, frech und fröhlich, aber auch melancholisch und ganz zart“, sagt Matthias Keidel (Saxophon und Gesang). Weitere Musiker von Chamber Jazz sind Georg Dybowski (Gitarre), der viele Kompositionen für die Formation schreibt und Fritz Roppel (Bassgitarre). Auch diesmal werden die drei Musiker ihre Musik selbst mit Texten kombinieren und es wird die eine oder andere Überraschung geben.

Veranstalter ist der Förderverein Kultur und Ev. Kirche in Dinslaken e.V.. Der Eintritt ist frei. Am Ausgang wird um Spenden gebeten. Wegen möglicher Corona – Auflagen bitte auf die Pressemitteilungen zur Veranstaltung achten.

Für Familien, die ein Kind verloren haben… – Ökumenischer Gottesdienst

gemeinsam – im ökumenischen Gottesdienst für verwaiste Eltern

Am 11.Dezember 2022 um 18.30 Uhr  laden der Initiativkreis Sternenkinder und die beiden Seelsorgerinnen im Evangelischen und Katholischen Krankenhaus in Dinslaken, A. Hunsmann und U. Kappner, zu einem Gottesdienst für verwaiste Eltern ein. Er findet statt in der Evangelischen Kirche Götterswickerhamm (Dammstraße /Oberer Hilding 12 in Voerde).

In dem Gedenkgottesdienst soll der Trauer ein Platz in der Gemeinschaft eingeräumt werden. Nach der Tradition des „Worlwide Candle Lighting“ werden Lichter entzündet. Sie stehen für die Hoffnung durch ein liebevolles Andenken in Verbindung zu bleiben.

Alle Eltern und Zugehörige, die ihres verstorbenen Kindes gedenken möchten, sind herzlich willkommen. Bitte geben Sie diese Information weiter.

Für den Gottesdienst gelten die aktuellen Coronaregelungen.

Veranstalter:
Initiativkreis Sternenkinder, Krankenhausseelsorgerinnen A. Hunsmann, GFO Kliniken Niederrhein St.Vinzenz-Hospital und U. Kappner, Evangelisches Krankenhaus Dinslaken

Foto: pixabay

Adventskonzert in der Friedenskirche Dinslaken

Die Ev. Kirchengemeinde Dinslaken lädt ein zu einem adventlichen Konzert

Sonntag, 27. November 2022, 17.00 Uhr
Friedenskirche Dinslaken, Rotbachstr. 162

 „Oratorio de Noël“ von Camille Saint-Saëns
„Machet die Tore“ weit von G. Ph. Telemann

Aufführende:
Evelyn Ziegler (Sopran), Esther Borghorst (Alt),
Wolfgang Klose (Tenor), Gregor Finke (Bass)
Kantorei und Jugendkantorei Ev. Kirchengemeinde Dinslaken,
Vokalensemble Ev. Kirchenkreis Dinslaken, Studioorchester Duisburg

Gesamtleitung: Kreiskantorin Daniela Grüning

Karten: ab 02.11.22 im Gemeindebüro (Tel.: 603558) und an der Abendkasse

 Eintritt: 15 €, ermäßigt 10€ (Schüler/Studenten/Azubis)

Es gelten die dann aktuellen Corona-Schutzmaßnahmen.

 

Sich erinnern und Zeichen setzen

Gedenkfeier zur Reichspogromnacht am Leiterwagen-Mahnmal in Dinslaken

Bei der diesjährigen Gedenkfeier am Leiterwagen-Mahnmal am Dinslakener Rathaus am 10. November thematisierten die Rednerinnen und Redner vor allem eines: es ist wichtig, sich zu erinnern und Zeichen zu setzen – öffentlich, aber auch im eigenen persönlichen Umfeld. „Gerade heute, wo Rassismus, Antisemitismus und Hass im Internet unter dem Label der Meinungsfreiheit wieder offen geäußert werden, ist es wichtig nicht zu schweigen, sondern ein Zeichen zu setzen“ betonte Superintendent David Bongartz im Namen des Ev. Kirchenkreises Dinslaken. „Und wir setzen dagegen die Botschaft von Gnade und Frieden“ so Bongartz weiter.

Und dass David Geballe, Oberrabbiner der Jüdischen Gemeinde Duisburg-Mülheim-Oberhausen, an der Gedenkfeier am Leiterwagen teilnahm und mit allen Anwesenden gemeinsam betete, sah Bongartz als ein solches Hoffnungszeichen. Geballe sprach ein Gebet zunächst in hebräischer, dann in deutscher Sprache. Er erinnerte an die Opfer der Nationalsozialisten, die verfolgt, getötet, verschleppt und misshandelt wurden und bat um Frieden für ihre Seelen.

„Das, was im jüdischen Waisenhaus vor 84 Jahren geschah ist unsere Geschichte hier in Dinslaken und es ist gut, dass sich Menschen dieser Geschichte angenommen haben, dass dieses Mahnmal entstand und jedes Jahr hier Menschen zusammen kommen und sich erinnern“ so die Dinslakener Bürgermeisterin Michaela Eislöffel in ihrer Ansprache. Sie mahnte: „Wir müssen als Gesellschaft noch enger zusammen rücken, um zu spüren, dass wir stark sind gegen die, die Freiheit und Demokratie gefährden.“

Diese Dinslakener Geschichte rund um das jüdische Waisenhaus im November 1938 ließ Jan Zechel, Pfarrer der Kirchengemeinde Dinslaken, noch einmal sehr eindrücklich lebendig werden. Er las aus den Erinnerungen von Yitzhak Sophonie Herz, einem 23-jährigen Erzieher, der zur Zeit der Reichspogromnacht im jüdischen Waisenhaus Dienst hatte. Die Erzählung machte deutlich: weder die Polizei noch die Bevölkerung schützte damals die Kinder. Im Gegenteil. Viele, die vorher noch selbstverständlich Kontakt hatten mit dem Waisenhaus schauten teilnahmslos zu, als das Waisenhaus zerstört wurde und die Kinder flankiert von Polizei und SA durch die Innenstadt getrieben wurden.

Und so passte es nur zu gut, dass Zechel zum Ende der Feierstunde die jüdische Publizistin Hannah Ahrendt zu Wort kommen ließ, die die Erfahrung en im Nationalsozialismus kommentierte mit den Worten: „Dass die Nazis uns verfolgten und schlugen, damit hatten wir gerechnet. Das Schlimmste aber war, dass sich auch unsere Freunde von uns abgewandt haben.“

Abschließend sprach Hanna Maas, Pfarrerin in Hünxe, Fürbitten und legte dabei am Mahnmal neben den Namen der jüdischen Waisenkinder Steine ab. Doris Isselhorst begleitete die Stunde einfühlsam mit Musikstücken auf der Querflöte.

Titelfoto: Doris Isselhorst an der Querflöte
Fotogallerie: Superintendent David Bongartz, Bürgermeisterin Michaela Eislöffel, Oberrabbiner David Geballe

 

Text und Fotos: Ruth Levin

 

„soul food – nimm zwei!“ – Aktion der Krankenhausseelsorge – Kirche am Arbeitsplatz:

Umsonst und draußen,
so wurden die Mitarbeitenden des Evangelischen Krankenhauses von der Geschäftsführung beköstigt –
und die Seelsorge steuerte Süßes und Segen bei.

Als Corona kompatible Form des Mitarbeiterfestes kam der Burgerwagen zum Evangelischen Krankenhaus und bei schönstem Sonnenschein konnte sich die Belegschaft Zeit für ein gemeinsames Essen und Schwätzchen nehmen. Mittendrin die Krankenhausseelsorgerinnen mit dem Angebot von Seelennahrung für den herausfordernden Dienst im Krankenhaus: Bonbons und ein bunt gestaltetes Segenswort wurden als Appetizer oder Nachtisch angeboten und gerne angenommen.

Ca. 80 Kurzgespräche entstanden daraus, um den Mitarbeitenden zu sagen: ‚Wir Seelsorgerinnen im Krankenhaus sind auch für Euch da!‘ Hier einige der vor allem positiven Reaktionen: „Da bringe ich gleich meinen Mitarbeiterinnen auch Kärtchen mit!“ „Das Kärtchen fotografiere ich und stelle es in meine Gruppe.“ „Das ist aber lieb!“ „Danke, den kann ich heute gebrauchen.“

In unserem Arbeitsalltag im Krankenhaus variieren die Themen, die Mitarbeitende ins Seelsorgegespräch mitbringen, – von Sorgen bezüglich der eigenen Familie über den Wunsch nach einem Gebet bis zu der Bitte um einen fachlichen Rat bezüglich eines Problems auf der Arbeit, das in der Öffentlichkeit nicht angesprochen werden soll. Krankenhausseelsorge, das ist auch Kirche am Arbeitsplatz – eben menschenskirche.

 

“Ein Aufruf zum gemeinsamen Handeln”

Die Botschaft der 11. ÖRK-Vollversammlung in Karlsruhe, Deutschland

Einleitende Worte

Jede Vollversammlung des Ökumenischen Rates der Kirchen hat in der Vergangenheit eine Botschaft formuliert, um von den Erfahrungen der Vollversammlung und dem inspirierenden Charakter ihrer Arbeit zu berichten. Unsere Botschaft darf und soll in jeder einzelnen Gemeinde unserer Mitgliedskirchen verlesen und in allen kirchlichen Medien veröffentlicht werden. Wir hoffen, dass sie in viele Sprachen der Welt übersetzt wird und umfassend Anwendung findet. Es wäre schön, wenn sie erörtert und auseinandergenommen wird, wenn darüber nachgedacht wird und sie im Gebet bedacht wird, denn sie steht für den Austausch und die Gebete von über 4.000 Menschen, die an der Vollversammlung teilgenommen und sich an unserem Streben nach der Einheit beteiligt haben, die Christus uns schenkt. Wir übergeben die Botschaft heute an Sie und bitten Sie, sie an alle christlichen Gläubigen und alle Menschen guten Willens weiterzutragen, damit wir zusammen herausfinden können, wie die Liebe Christi die Welt bewegt, versöhnt und eint.

Ein Aufruf zum gemeinsamen Handeln
„Denn die Liebe Christi drängt uns.“ (2.Kor 5,14)
„Kommt, folgt mir nach!“

  1. Seit dem Zeitpunkt als er auf der Erde unterwegs war und auch in diesem gegenwärtigen Moment spricht Jesus diese Worte unermüdlich zu jedem Menschen. Jesu Leben, Worte und Taten sind eine permanente Einladung, sich zu bewegen – von einem physischen Ort an einen anderen, von einer Gruppe Menschen zu einer anderen, von einer Denkart zu einer anderen. Vor allem aber ruft uns Jesus angesichts der vielen Probleme in Welt auf, zu ihm zu kommen und in seiner Liebe zu bleiben, einer Liebe, die der ganzen Welt gilt (vgl. Mt 11,28).
  2. Das allerletzte Buch in der Bibel, das Buch der Offenbarung, spricht über die uralten Kräfte, die menschliches Leid in der Welt verursachen: Krieg, Tod, Krankheit und Hunger. Während wir als Vollversammlung des Ökumenischen Rates der Kirchen 2022 in Karlsruhe zusammenkommen, sind wir uns der Ausdrucksformen dieser Kräfte in der Welt von heute schmerzlich bewusst. Sie führen zu Ungerechtigkeit und Diskriminierung, und jene, die Macht haben, nutzen sie oftmals, um andere zu unterdrücken, anstatt Inklusion, Gerechtigkeit und Frieden zu schaffen.
  3. Einzelpersonen, Völker und Länder sind darüber hinaus mit Katastrophen konfrontiert, die direkt auf eine verantwortungslose und zerbrochene Beziehung mit der Schöpfung zurückgehen, die wiederum zu ökologischer Ungerechtigkeit und einer Klimakrise geführt hat. In dem Maße, in dem der Klimanotstand Fahrt aufnimmt, nimmt auch das Leiden von mittellosen und marginalisierten Menschen zu.
  4. Auf dem Pilgerweg, den wir als Vollversammlung des Ökumenischen Rates der Kirchen gemeinsam fortsetzen wollen, ist unsere Gemütslage jedoch geprägt von froher Erwartung und Hoffnung, ja sogar Freude, denn durch die Kraft des Heiligen Geistes richtet sich Christi Einladung weiterhin an alle Menschen, ja die ganzen Schöpfung.
  5. „Die Liebe Christi bewegt, versöhnt und eint die Welt.“ Als Antwort auf den Aufschrei aller Leidenden drängt uns diese Liebe, in Solidarität zu ihm zu kommen und gemeinsam zu handeln und für Gerechtigkeit einzutreten. Wir sind aufgefordert, uns in der Liebe Gottes zu versöhnen und Zeugnis abzulegen für die Liebe, die in Christus offenbart wurde (1.Joh 4,9-11).
  6. Versöhnung ist eine Bewegung hin zu Gott und zueinander. Sie verlangt eine Bereitschaft, Gott zuzuhören und uns gegenseitig zuzuhören. Sie bedeutet eine Verwandlung des Herzens – von Ichbezogenheit und Gleichgültigkeit hin zu Dienst und Inklusion –, die auch unsere Wechselbeziehung mit der Schöpfung anerkennt. Wir bekennen, dass wir immer wieder scheitern, uneinig sind und zuweilen in entgegengesetzte Richtungen gehen, obwohl wir uns von ganzem Herzen danach sehnen, Gott und unseren Nächsten zu dienen. Wir bekennen, dass wir die transformierende Kraft der Liebe Christi brauchen, um eine Welt zu schaffen, die wahrhaftig versöhnt und vereint ist.
  7. Christliche Gläubige und die Strukturen, die wir aufgebaut haben, tragen eine Mitschuld an dem Missbrauch anderer, und wir müssen Buße tun und uns dieser Bewegung der Versöhnung anschließen. Angesichts von Krieg, fehlender Gleichstellung und den Sünden gegen die Schöpfung in der Welt von heute, ruft uns die Liebe Christi auf zu Buße, Versöhnung und Gerechtigkeit.

Unser gemeinsamer Weg

  1.          Trotz unserer großen Vielfalt haben wir auf unserer Vollversammlung noch einmal neu gelernt, dass wir uns gemeinsam auf einen Pilgerweg der Gerechtigkeit, der Versöhnung und der Einheit begeben müssen.

Auf unserer Tagung hier in Deutschland, erfahren wir, was ein Krieg kostet, und erfahren etwas über mögliche Versöhnung;

wir hören zusammen das Wort Gottes und verstehen unsere gemeinsame Berufung;

wir hören einander zu und sprechen miteinander, wir rücken näher zusammen;

wir wehklagen gemeinsam und öffnen uns für den Schmerz und das Leid der anderen;

wir arbeiten zusammen und einigen uns auf gemeinsames Handeln;

wir feiern gemeinsam und freuen uns über die Freude und die Hoffnungen der anderen;

wir beten gemeinsam, entdecken die Vielfalt unserer Glaubenstraditionen und spüren den Schmerz, den unsere Spaltungen verursachen.

„Gehet hin in alle Welt“

  1. Seit dem Zeitpunkt als er in den Himmel aufgefahren ist und auch in diesem gegenwärtigen Moment gibt Jesus unermüdlich allen, die ihm nachfolgten, diesen Auftrag.
  2. Versöhnung bringt uns näher zu Gott und näher zu einander, und sie eröffnet uns einen Weg hin zu einer in der Liebe Gottes begründeten Einheit. Als christliche Gläubige sind wir aufgerufen, in der Liebe Christi zu verweilen und eins zu sein (Johannes 17). Eine solche Einheit, die ein Geschenk Gottes ist und die aus Versöhnung entsteht und in seiner Liebe verankert ist, rüstet uns zu, die dringenden Probleme in der Welt anzugehen. Wir werden die Kraft finden, aus einer Einheit heraus zu handeln, die in der Liebe Christi verankert ist, denn sie rüstet uns zu, zu lernen, was zum Frieden dient, Spaltung in Versöhnung zu verwandeln und uns für die Heilung des gesamten lebendigen Planeten einzusetzen. Die Liebe Christi erhält uns alle in der Aufgabe, einander anzunehmen und Ausgrenzung zu überwinden.
  3. Wir haben eine Kostprobe dieser Liebe bekommen, als wir hier aus unseren 352 Mitgliedskirchen und mit unseren ökumenischen Partnern, Freunden aus anderen Glaubensgemeinschaften und aus allen Weltregionen zusammengekommen sind, um in all unserer Vielfalt dennoch nach Einheit zu streben. Zusammen haben wir den Stimmen gelauscht, die in unserer heutigen Welt oftmals marginalisiert werden: Frauen, jungen Erwachsenen, Menschen mit Behinderungen und indigenen Völkern.
  4. Wir sehnen uns nach einer umfassenderen Bewegung, nach Versöhnung und Einheit für alle Menschen, ja, den ganzen Kosmos. Das wäre eine Einheit, in der Gott Gerechtigkeit und Gleichberechtigung für alle schaffen würde, durch die die Schöpfung erneuert und gestärkt werden kann. Wir verlassen uns in unserem Engagement und Eintreten für Klimagerechtigkeit auf die Liebe Christi. Wir schließen uns der Vollversammlung in Amsterdam (1948) an, dass „Krieg […] nach Gottes Willen nicht sein [soll]“, und auch der Vollversammlung in Nairobi (1975), dass „Rassismus […] Sünde gegenüber Gott [ist]“. Wir bedauern, dass wir diese Erklärungen hier wiederholen müssen.
  5. Wir haben auf unserer Vollversammlung viel gesprochen, aber daraus auch eine neue Entschlossenheit abgeleitet. Nun bitten wir Gott, uns bei der Umwandlung unserer Bekenntnisse und Verpflichtungen in Taten zu unterstützen. Wir verpflichten uns, mit allen Menschen guten Willens zusammenzuarbeiten. Und während wir uns über die Früchte unserer Arbeit hier in Karlsruhe Gedanken machen, laden wir alle Menschen ein, mit uns auf den Pilgerweg zu kommen. Denn in Christus wird alles neu werden. Seine Liebe, die für alle Menschen offen ist, auch den letzten, den geringsten und den verloren gegangenen, und die allen Menschen gilt, kann uns antreiben und uns auf unserem Pilgerweg der Gerechtigkeit, der Versöhnung und der Einheit zurüsten.

10 Jahre Café „Vergissmeinicht“: Erika Tepel übergibt das Zepter

Wenn Erika Tepel über das Café „Vergissmeinicht“ spricht, schwingt ein gewisser Stolz in ihrer Stimme mit. Schließlich kann die Gründerin und ehrenamtliche Leiterin des Demenzcafés im Ev. Gemeindehaus Dinslaken an der Weißenburger Str. auf eine 10-jährige Geschichte der Einrichtung zurückblicken. „Die Idee, dass man doch etwas für Menschen mit Demenz anbieten sollte, entstand nach dem Tod meines Vaters, der selbst an Demenz litt und der Begegnung mit Naomi Feil“, erinnert sich die Dinslakenerin. „Naomi Feil hat die Methode des wertschätzenden Umgangs mit Menschen mit Demenz entwickelt“, erklärt sie.

Daraufhin machte Erika Tepel eine entsprechende Ausbildung, suchte sich Mitstreiter und die Unterstützung der Ev. Gemeinde Dinslaken, schulte 10 Ehrenamtliche, holte sich das fachliche Know How der Diakonie im Ev. Kirchenkreis Dinslaken ins Boot, und gründet das Café „Vergissmeinnicht“. „Wir hatten direkt 9 Gäste und waren ausgebucht“, so die Leiterin. Das Angebot richtet sich an Demenz-Kranke und Menschen, die soziale Teilhabe nötig haben, alleine sind. Zweimal im Monat öffnet das Café nachmittags seine Pforten. Es wird gesungen, gebastelt oder durch den Sinnesgarten gewandelt. Dieser konnte 2015 eröffnet werden. „Das war schon ein Highlight“, so die Leiterin. Aber das wirkliche Besondere käme von den Gästen selbst. „Es ist einfach so schön, wenn man erlebt, wie Menschen die anfangs sehr still waren, aufblühen und richtig viel Freude haben“, berichtet sie.

Genau dies ist auch das Motto, der am 19.10. von 14.30 bis 17.30 Uhr stattfindenden Jubiläumsfeier: Freude. Es wird gesungen und es gibt Kaffee und Kuchen. Aber es wird auch Abschied genommen. Erika Tepel übergibt das Zepter. „Jetzt ist ein guter Zeitpunkt aufzuhören. Schließlich bin ich schon 76 Jahre“, sagt sie. Doch nichts tun, kann Erika Tepel nicht. „Ich denke, dass ich irgendetwas mit Kindern machen werde – vielleicht Lesepatin oder Märchentante im Kindergarten.“ Neben den schönen Erinnerungen wird ihr auch der Abschlussspruch, der von einem Gast des Cafés stammt, im Gedächtnis bleiben: „Es war schön in diesem Saal, bis zum nächsten Mal“.

Interessierte können sich an Sonja Kelling, Seniorenberaterin der Diakonie wenden, sonja.kelling@ekir.de o. Tel.: 02064/434723 wenden. Aktuell sind alle Plätze im Demenzcafé belegt. Aber man kann sich auf die Warteliste schreiben lassen. Anrecht auf den Platz haben Menschen mit Pflegegrad.

Fotos: © Diakonie
Erika Tepel (Portrait)
Erika Tepel (re.) mit den Mitarbeitenden des Café Vergissmeinnicht.

 

Diakon Linus Botha leitet die Notfallseelsorge in den Kreisen Wesel und Kleve

Diakon Linus Botha wird neuer leitender Notfallseelsorger in den Kreisen Wesel und Kleve. Er folgt auf Bernhard Ludwig, der im vergangenen Jahr in den Ruhestand trat. „Ich freue mich auf meine neue Aufgabe, die Notfallseelsorge zu leiten und zu koordinieren, auf die ehrenamtlichen und hauptamtlichen Kolleginnen und Kollegen, mit denen ich den Dienst am Nächsten in großer Not verrichten darf, auf die Zusammenarbeit mit Feuerwehr, Rettungskräften, Polizei und Leitstellen und auf die Menschen am Niederrhein“, sagt der 46-Jährige.

Linus Botha, gebürtiger Hamburger, verheiratet, zwei Kinder, ist in Neustadt/Holstein und in Lübeck aufgewachsen. Der gelernte Zimmer- und Dachdeckermeister sowie Bauingenieur ließ sich berufsbegleitend in Bethel / Bielefeld zum Diakon ausbilden. An den Niederrhein wechselt er aus der Beauftragung als Seelsorger, Sterbe- und Trauerbegleiter für zwölf Altenheime des Ev.-Luth. Kirchenkreises Lübeck-Lauenburg. „In den letzten zehn Jahren habe ich mich u. a. in der Notfall- und Feuerwehr-Seelsorge ausbilden lassen und ehrenamtlich und hauptamtlich engagiert. Es ist schön und freut mich sehr, meine Erfahrungen in meiner neuen Tätigkeit ausbauen und anwenden zu können, gemeinsam mit allen Teams und allen Kooperationspartnern.“

Foto: Kirchenkreis Moers