„soul food – nimm zwei!“ – Aktion der Krankenhausseelsorge – Kirche am Arbeitsplatz:

Umsonst und draußen,
so wurden die Mitarbeitenden des Evangelischen Krankenhauses von der Geschäftsführung beköstigt –
und die Seelsorge steuerte Süßes und Segen bei.

Als Corona kompatible Form des Mitarbeiterfestes kam der Burgerwagen zum Evangelischen Krankenhaus und bei schönstem Sonnenschein konnte sich die Belegschaft Zeit für ein gemeinsames Essen und Schwätzchen nehmen. Mittendrin die Krankenhausseelsorgerinnen mit dem Angebot von Seelennahrung für den herausfordernden Dienst im Krankenhaus: Bonbons und ein bunt gestaltetes Segenswort wurden als Appetizer oder Nachtisch angeboten und gerne angenommen.

Ca. 80 Kurzgespräche entstanden daraus, um den Mitarbeitenden zu sagen: ‚Wir Seelsorgerinnen im Krankenhaus sind auch für Euch da!‘ Hier einige der vor allem positiven Reaktionen: „Da bringe ich gleich meinen Mitarbeiterinnen auch Kärtchen mit!“ „Das Kärtchen fotografiere ich und stelle es in meine Gruppe.“ „Das ist aber lieb!“ „Danke, den kann ich heute gebrauchen.“

In unserem Arbeitsalltag im Krankenhaus variieren die Themen, die Mitarbeitende ins Seelsorgegespräch mitbringen, – von Sorgen bezüglich der eigenen Familie über den Wunsch nach einem Gebet bis zu der Bitte um einen fachlichen Rat bezüglich eines Problems auf der Arbeit, das in der Öffentlichkeit nicht angesprochen werden soll. Krankenhausseelsorge, das ist auch Kirche am Arbeitsplatz – eben menschenskirche.

 

Stimmungsvoller Auftakt der Herbstsynode in Walsum-Aldenrade

Die Herbstsynode 2022 des Ev. Kirchenkreises Dinslaken stand ganz unter dem Zeichen „Seelsorge“. So wurde schon der stimmungsvolle Auftakt-Gottesdienst in der Ev. Kirche Aldenrade am Freitagabend, von den Pfarrerinnen Ursula Kappner, Krankenhausseelsorgerin, und Antje Reichow, Gefängnisseelsorgerin, gestaltet.

Im Anschluss versammelten sich die Synodalen der Kreissynode im Ev. Gemeindezentrum. Schwerpunkt des ersten Abends waren die Berichte der Gemeinden und der erste Synodenbericht des neuen Superintendenten David Bongartz. Schon zu Beginn seiner Rede machte er deutlich, dass sein Bericht nur erste Eindrücke widerspiegeln könne. „An vielen Stellen ist die Kirche hier in der Region in Bewegung – in den Köpfen und auch in dem was wir tun. Woran mache ich das fest? Ein paar Beispiele aus den ersten vier Wochen: KSV-Klausur in Gahlen mit einem wichtigen Ergebnis: Ein Kreissynodalvorstand, der als Team unterwegs sein möchte und die Menschen, die in unserer Kirche ehren- wie hauptamtlich tätig sind, im Blick hat und mit ihnen zusammen Kirche der Zukunft gestalten will“, erläuterte David Bongartz. Ein weiteres Beispiel sei das Beats for Benefit-Konzert gegen Kinderarmut der Diakonie. „Kirche bewegt Menschen mit ihrem Einsatz gegen Kinderarmut. Gerade auch welche, die wir meinen nicht zu erreichen“, so der Superintendent.

Zudem sprach er Bereiche an, in denen man sich Herausforderungen stellen werden müsse. Beispielsweise die Gewinnung von neuen Mitarbeitenden. Sei es für Pfarrstellen, für andere kirchliche Arbeitsfelder, Stellen in der Diakonie oder der Kinderwelt. „Da ist es gut, dass nun Anfang November ein Jobportal auf der Seite des Kirchenkreises an den Start gegangen ist, einschließlich der Möglichkeit unverbindlich in 60 Sekunden sein Interesse an einer Stelle zu hinterlegen. Ganz neue Wege, die wir gehen. Denn ich bin überzeugt, dass wir als Arbeitgeberin Kirche sehr attraktiv sein können“, ist sich der Pfarrer sicher. Des weiteren betonte er, die Wichtigkeit des Projektes „Junge Kirche“, das ins Leben gerufen wurde: „Mit Nicole Weltgen haben wir eine Jugendreferentin! Und in welche Richtung gehen wir nun los? Dies wird im kommenden Jahr zu klären sein. Dazu wird Frau Weltgen Dinge mit uns erproben. Manches wird gelingen, anderes ein Versuch bleiben. Mit dem kreiskirchlichen Jugendausschuss, in Rücksprache mit den Gemeinden, aber besonders auch im fortlaufenden Gespräch mit Jugendlichen vor Ort werden wir dann das entwickeln, was unter dem Label „Junge Kirche“ gemeindeübergreifend kirchliche Jugendarbeit hier im Kirchenkreis auszeichnet. Ich selber bin gespannt.“ Abschließend hob David Bongartz nochmals die Vorzüge des Kirchenkreises hervor: „Vieles ist es, was uns die kommenden Jahre auf dem Weg begleitet, herausfordert, uns verändern wird. Es wird spannend. So spannend, dass es gut ist, dass wir viele sind und nicht allein unterwegs. Da ist es aber auch gut, dass wir nicht zu viele sind! Wie meine ich das? Wir sind einerseits ein Kirchenkreis, der von Walsum bis Friedrichsfeld und von Götterswickerhamm bis Gahlen sehr unterschiedlich ist. Andererseits sind wir aber auch eine überschaubare Gruppe. Das birgt die Chance, dass wir Verständnis füreinander entwickeln und uns zugleich in unserem Anderssein gegenseitig bereichern.“

Lesen Sie hier den Bericht des Superintendenten im Wortlaut: Download

 

Gelungener Einführungsgottesdienst von Pfarrer Rüdiger Penczek

Ein neues Gesicht in der menschenskirche: Mit einem Gottesdeinstdienst wurde jetzt die Einführung von Pfarrer Rüdiger Penczek in Spellen gefeiert. In dem sehr lebendigen Gottesdienst kamen zwei Gemeinden zusammen. Denn Rüdiger Penczek wird neben seinem Dienst in der Kirchengemeinde Spellen-Friedrichsfeld auch in der Gemeinde Götterswickerhamm unterwegs sein. Was er schon im ersten Monat geschafft hat: Ein Rekordtempo beim Kennenlernen von Land und Leuten. In diesem Sinne – weiterhin ein gutes Ankommen!

 Foto:  Rüdiger Penczek (3.v.l) mit Superintendent David Bongartz (l.), Preybyteriumsvorsitzenden aus Götterwickerhamm Thomas Schröder (2.v.l) und der Presbyteriumsvorsitzenden aus Spellen-Friedrichsfeld Susanne Jantsch (re.).

“Ein Aufruf zum gemeinsamen Handeln”

Die Botschaft der 11. ÖRK-Vollversammlung in Karlsruhe, Deutschland

Einleitende Worte

Jede Vollversammlung des Ökumenischen Rates der Kirchen hat in der Vergangenheit eine Botschaft formuliert, um von den Erfahrungen der Vollversammlung und dem inspirierenden Charakter ihrer Arbeit zu berichten. Unsere Botschaft darf und soll in jeder einzelnen Gemeinde unserer Mitgliedskirchen verlesen und in allen kirchlichen Medien veröffentlicht werden. Wir hoffen, dass sie in viele Sprachen der Welt übersetzt wird und umfassend Anwendung findet. Es wäre schön, wenn sie erörtert und auseinandergenommen wird, wenn darüber nachgedacht wird und sie im Gebet bedacht wird, denn sie steht für den Austausch und die Gebete von über 4.000 Menschen, die an der Vollversammlung teilgenommen und sich an unserem Streben nach der Einheit beteiligt haben, die Christus uns schenkt. Wir übergeben die Botschaft heute an Sie und bitten Sie, sie an alle christlichen Gläubigen und alle Menschen guten Willens weiterzutragen, damit wir zusammen herausfinden können, wie die Liebe Christi die Welt bewegt, versöhnt und eint.

Ein Aufruf zum gemeinsamen Handeln
„Denn die Liebe Christi drängt uns.“ (2.Kor 5,14)
„Kommt, folgt mir nach!“

  1. Seit dem Zeitpunkt als er auf der Erde unterwegs war und auch in diesem gegenwärtigen Moment spricht Jesus diese Worte unermüdlich zu jedem Menschen. Jesu Leben, Worte und Taten sind eine permanente Einladung, sich zu bewegen – von einem physischen Ort an einen anderen, von einer Gruppe Menschen zu einer anderen, von einer Denkart zu einer anderen. Vor allem aber ruft uns Jesus angesichts der vielen Probleme in Welt auf, zu ihm zu kommen und in seiner Liebe zu bleiben, einer Liebe, die der ganzen Welt gilt (vgl. Mt 11,28).
  2. Das allerletzte Buch in der Bibel, das Buch der Offenbarung, spricht über die uralten Kräfte, die menschliches Leid in der Welt verursachen: Krieg, Tod, Krankheit und Hunger. Während wir als Vollversammlung des Ökumenischen Rates der Kirchen 2022 in Karlsruhe zusammenkommen, sind wir uns der Ausdrucksformen dieser Kräfte in der Welt von heute schmerzlich bewusst. Sie führen zu Ungerechtigkeit und Diskriminierung, und jene, die Macht haben, nutzen sie oftmals, um andere zu unterdrücken, anstatt Inklusion, Gerechtigkeit und Frieden zu schaffen.
  3. Einzelpersonen, Völker und Länder sind darüber hinaus mit Katastrophen konfrontiert, die direkt auf eine verantwortungslose und zerbrochene Beziehung mit der Schöpfung zurückgehen, die wiederum zu ökologischer Ungerechtigkeit und einer Klimakrise geführt hat. In dem Maße, in dem der Klimanotstand Fahrt aufnimmt, nimmt auch das Leiden von mittellosen und marginalisierten Menschen zu.
  4. Auf dem Pilgerweg, den wir als Vollversammlung des Ökumenischen Rates der Kirchen gemeinsam fortsetzen wollen, ist unsere Gemütslage jedoch geprägt von froher Erwartung und Hoffnung, ja sogar Freude, denn durch die Kraft des Heiligen Geistes richtet sich Christi Einladung weiterhin an alle Menschen, ja die ganzen Schöpfung.
  5. „Die Liebe Christi bewegt, versöhnt und eint die Welt.“ Als Antwort auf den Aufschrei aller Leidenden drängt uns diese Liebe, in Solidarität zu ihm zu kommen und gemeinsam zu handeln und für Gerechtigkeit einzutreten. Wir sind aufgefordert, uns in der Liebe Gottes zu versöhnen und Zeugnis abzulegen für die Liebe, die in Christus offenbart wurde (1.Joh 4,9-11).
  6. Versöhnung ist eine Bewegung hin zu Gott und zueinander. Sie verlangt eine Bereitschaft, Gott zuzuhören und uns gegenseitig zuzuhören. Sie bedeutet eine Verwandlung des Herzens – von Ichbezogenheit und Gleichgültigkeit hin zu Dienst und Inklusion –, die auch unsere Wechselbeziehung mit der Schöpfung anerkennt. Wir bekennen, dass wir immer wieder scheitern, uneinig sind und zuweilen in entgegengesetzte Richtungen gehen, obwohl wir uns von ganzem Herzen danach sehnen, Gott und unseren Nächsten zu dienen. Wir bekennen, dass wir die transformierende Kraft der Liebe Christi brauchen, um eine Welt zu schaffen, die wahrhaftig versöhnt und vereint ist.
  7. Christliche Gläubige und die Strukturen, die wir aufgebaut haben, tragen eine Mitschuld an dem Missbrauch anderer, und wir müssen Buße tun und uns dieser Bewegung der Versöhnung anschließen. Angesichts von Krieg, fehlender Gleichstellung und den Sünden gegen die Schöpfung in der Welt von heute, ruft uns die Liebe Christi auf zu Buße, Versöhnung und Gerechtigkeit.

Unser gemeinsamer Weg

  1.          Trotz unserer großen Vielfalt haben wir auf unserer Vollversammlung noch einmal neu gelernt, dass wir uns gemeinsam auf einen Pilgerweg der Gerechtigkeit, der Versöhnung und der Einheit begeben müssen.

Auf unserer Tagung hier in Deutschland, erfahren wir, was ein Krieg kostet, und erfahren etwas über mögliche Versöhnung;

wir hören zusammen das Wort Gottes und verstehen unsere gemeinsame Berufung;

wir hören einander zu und sprechen miteinander, wir rücken näher zusammen;

wir wehklagen gemeinsam und öffnen uns für den Schmerz und das Leid der anderen;

wir arbeiten zusammen und einigen uns auf gemeinsames Handeln;

wir feiern gemeinsam und freuen uns über die Freude und die Hoffnungen der anderen;

wir beten gemeinsam, entdecken die Vielfalt unserer Glaubenstraditionen und spüren den Schmerz, den unsere Spaltungen verursachen.

„Gehet hin in alle Welt“

  1. Seit dem Zeitpunkt als er in den Himmel aufgefahren ist und auch in diesem gegenwärtigen Moment gibt Jesus unermüdlich allen, die ihm nachfolgten, diesen Auftrag.
  2. Versöhnung bringt uns näher zu Gott und näher zu einander, und sie eröffnet uns einen Weg hin zu einer in der Liebe Gottes begründeten Einheit. Als christliche Gläubige sind wir aufgerufen, in der Liebe Christi zu verweilen und eins zu sein (Johannes 17). Eine solche Einheit, die ein Geschenk Gottes ist und die aus Versöhnung entsteht und in seiner Liebe verankert ist, rüstet uns zu, die dringenden Probleme in der Welt anzugehen. Wir werden die Kraft finden, aus einer Einheit heraus zu handeln, die in der Liebe Christi verankert ist, denn sie rüstet uns zu, zu lernen, was zum Frieden dient, Spaltung in Versöhnung zu verwandeln und uns für die Heilung des gesamten lebendigen Planeten einzusetzen. Die Liebe Christi erhält uns alle in der Aufgabe, einander anzunehmen und Ausgrenzung zu überwinden.
  3. Wir haben eine Kostprobe dieser Liebe bekommen, als wir hier aus unseren 352 Mitgliedskirchen und mit unseren ökumenischen Partnern, Freunden aus anderen Glaubensgemeinschaften und aus allen Weltregionen zusammengekommen sind, um in all unserer Vielfalt dennoch nach Einheit zu streben. Zusammen haben wir den Stimmen gelauscht, die in unserer heutigen Welt oftmals marginalisiert werden: Frauen, jungen Erwachsenen, Menschen mit Behinderungen und indigenen Völkern.
  4. Wir sehnen uns nach einer umfassenderen Bewegung, nach Versöhnung und Einheit für alle Menschen, ja, den ganzen Kosmos. Das wäre eine Einheit, in der Gott Gerechtigkeit und Gleichberechtigung für alle schaffen würde, durch die die Schöpfung erneuert und gestärkt werden kann. Wir verlassen uns in unserem Engagement und Eintreten für Klimagerechtigkeit auf die Liebe Christi. Wir schließen uns der Vollversammlung in Amsterdam (1948) an, dass „Krieg […] nach Gottes Willen nicht sein [soll]“, und auch der Vollversammlung in Nairobi (1975), dass „Rassismus […] Sünde gegenüber Gott [ist]“. Wir bedauern, dass wir diese Erklärungen hier wiederholen müssen.
  5. Wir haben auf unserer Vollversammlung viel gesprochen, aber daraus auch eine neue Entschlossenheit abgeleitet. Nun bitten wir Gott, uns bei der Umwandlung unserer Bekenntnisse und Verpflichtungen in Taten zu unterstützen. Wir verpflichten uns, mit allen Menschen guten Willens zusammenzuarbeiten. Und während wir uns über die Früchte unserer Arbeit hier in Karlsruhe Gedanken machen, laden wir alle Menschen ein, mit uns auf den Pilgerweg zu kommen. Denn in Christus wird alles neu werden. Seine Liebe, die für alle Menschen offen ist, auch den letzten, den geringsten und den verloren gegangenen, und die allen Menschen gilt, kann uns antreiben und uns auf unserem Pilgerweg der Gerechtigkeit, der Versöhnung und der Einheit zurüsten.

10 Jahre Café „Vergissmeinicht“: Erika Tepel übergibt das Zepter

Wenn Erika Tepel über das Café „Vergissmeinicht“ spricht, schwingt ein gewisser Stolz in ihrer Stimme mit. Schließlich kann die Gründerin und ehrenamtliche Leiterin des Demenzcafés im Ev. Gemeindehaus Dinslaken an der Weißenburger Str. auf eine 10-jährige Geschichte der Einrichtung zurückblicken. „Die Idee, dass man doch etwas für Menschen mit Demenz anbieten sollte, entstand nach dem Tod meines Vaters, der selbst an Demenz litt und der Begegnung mit Naomi Feil“, erinnert sich die Dinslakenerin. „Naomi Feil hat die Methode des wertschätzenden Umgangs mit Menschen mit Demenz entwickelt“, erklärt sie.

Daraufhin machte Erika Tepel eine entsprechende Ausbildung, suchte sich Mitstreiter und die Unterstützung der Ev. Gemeinde Dinslaken, schulte 10 Ehrenamtliche, holte sich das fachliche Know How der Diakonie im Ev. Kirchenkreis Dinslaken ins Boot, und gründet das Café „Vergissmeinnicht“. „Wir hatten direkt 9 Gäste und waren ausgebucht“, so die Leiterin. Das Angebot richtet sich an Demenz-Kranke und Menschen, die soziale Teilhabe nötig haben, alleine sind. Zweimal im Monat öffnet das Café nachmittags seine Pforten. Es wird gesungen, gebastelt oder durch den Sinnesgarten gewandelt. Dieser konnte 2015 eröffnet werden. „Das war schon ein Highlight“, so die Leiterin. Aber das wirkliche Besondere käme von den Gästen selbst. „Es ist einfach so schön, wenn man erlebt, wie Menschen die anfangs sehr still waren, aufblühen und richtig viel Freude haben“, berichtet sie.

Genau dies ist auch das Motto, der am 19.10. von 14.30 bis 17.30 Uhr stattfindenden Jubiläumsfeier: Freude. Es wird gesungen und es gibt Kaffee und Kuchen. Aber es wird auch Abschied genommen. Erika Tepel übergibt das Zepter. „Jetzt ist ein guter Zeitpunkt aufzuhören. Schließlich bin ich schon 76 Jahre“, sagt sie. Doch nichts tun, kann Erika Tepel nicht. „Ich denke, dass ich irgendetwas mit Kindern machen werde – vielleicht Lesepatin oder Märchentante im Kindergarten.“ Neben den schönen Erinnerungen wird ihr auch der Abschlussspruch, der von einem Gast des Cafés stammt, im Gedächtnis bleiben: „Es war schön in diesem Saal, bis zum nächsten Mal“.

Interessierte können sich an Sonja Kelling, Seniorenberaterin der Diakonie wenden, sonja.kelling@ekir.de o. Tel.: 02064/434723 wenden. Aktuell sind alle Plätze im Demenzcafé belegt. Aber man kann sich auf die Warteliste schreiben lassen. Anrecht auf den Platz haben Menschen mit Pflegegrad.

Fotos: © Diakonie
Erika Tepel (Portrait)
Erika Tepel (re.) mit den Mitarbeitenden des Café Vergissmeinnicht.

 

Diakon Linus Botha leitet die Notfallseelsorge in den Kreisen Wesel und Kleve

Diakon Linus Botha wird neuer leitender Notfallseelsorger in den Kreisen Wesel und Kleve. Er folgt auf Bernhard Ludwig, der im vergangenen Jahr in den Ruhestand trat. „Ich freue mich auf meine neue Aufgabe, die Notfallseelsorge zu leiten und zu koordinieren, auf die ehrenamtlichen und hauptamtlichen Kolleginnen und Kollegen, mit denen ich den Dienst am Nächsten in großer Not verrichten darf, auf die Zusammenarbeit mit Feuerwehr, Rettungskräften, Polizei und Leitstellen und auf die Menschen am Niederrhein“, sagt der 46-Jährige.

Linus Botha, gebürtiger Hamburger, verheiratet, zwei Kinder, ist in Neustadt/Holstein und in Lübeck aufgewachsen. Der gelernte Zimmer- und Dachdeckermeister sowie Bauingenieur ließ sich berufsbegleitend in Bethel / Bielefeld zum Diakon ausbilden. An den Niederrhein wechselt er aus der Beauftragung als Seelsorger, Sterbe- und Trauerbegleiter für zwölf Altenheime des Ev.-Luth. Kirchenkreises Lübeck-Lauenburg. „In den letzten zehn Jahren habe ich mich u. a. in der Notfall- und Feuerwehr-Seelsorge ausbilden lassen und ehrenamtlich und hauptamtlich engagiert. Es ist schön und freut mich sehr, meine Erfahrungen in meiner neuen Tätigkeit ausbauen und anwenden zu können, gemeinsam mit allen Teams und allen Kooperationspartnern.“

Foto: Kirchenkreis Moers

„Asylrecht ist ein Menschenrecht, das allen Menschen zusteht“

Dr. Thorsten Latzel zum Tag des Flüchtlings am 30. September 2022
Düsseldorf (28. September 2022). „Ich bin stolz darauf, was wir hier in Deutschland für Geflüchtete aus der Ukraine leisten konnten“, sagt Präses Dr. Thorsten Latzel in einer Videobotschaft zum Tag des Flüchtlings am 30. September 2022. „Kirche, Diakonie und Gemeinden haben unbürokratisch Hilfe angeboten. Haben Wohnungen zur Verfügung gestellt, Kitas und Schulen geöffnet. Es gab Sprachkurse, Menschen konnten schnell Wohnungen und Arbeitsplätze finden.“

Diese Rechte müssten aber für alle Menschen gelten, die fliehen, sagt der oberste Repräsentant der Evangelischen Kirche im Rheinland. Bei seinem Besuch in Griechenland am Anfang dieses Jahres habe er selbst miterlebt, wie Menschen dieses Rechte vorenthalten werde. Zum Beispiel wenn Geflüchtete in Sammellagern unter menschenunwürdigen Bedingungen festgehalten werden und nicht wissen, wie es weitergehe.  „Wir dürfen keinen Unterschied machen danach, wo jemand herkommt“, erklärt Latzel. „Asylrecht ist ein Menschenrecht, das allen Menschen zusteht. Dafür setzen wir uns als evangelische Kirche ein und werden es auch in Zukunft tun.“
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Stichwort: Tag des Flüchtlings
Der Tag des Flüchtlings ist seit 1986 integraler Bestandteil der Interkulturellen Woche (IKW). Er findet immer am Freitag der Aktionswoche statt und bietet die Gelegenheit, noch einmal besonders auf die Themen Flucht, Asyl, Migration und Seenotrettung aufmerksam zu machen – mit öffentlichen Aktionen, Themengottesdiensten, Gesprächsrunden oder anderen Formaten.
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Autorin: Christina Schramm, schramm@ekir.de, Telefon 0211 4562-352

Erzählcafé im Betsaal Bruch: „Das alte und das neue Dinslaken“

Am Sonntag, den 2.10.2022 öffnet das Erzählcafé im Betsaal Bruch (Wilhelminenstr.12 in Dinslaken) wieder seine Türen. Diesmal ist Axel Wolf zu Gast. Er präsentiert „Das alte und das neue Dinslaken“ mit kolorierten Fotos und Geschichten.

Musikalisch gestalten Gabriele Kortas-Zens (Klavier) und Horst Kortas (Trompete) den Nachmittag.

Die Veranstaltung beginnt um 15.00 Uhr. Am Ende der Veranstaltung wird um eine Spende gebeten.

Foto: Axel Wolf

Abschied von einem großen „Kümmerer“

Dinslaken. Mit einem Festgottesdienst wurde jetzt Superintendent Friedhelm Waldhausen in den Ruhestand verabschiedet. Die offizielle Entpflichtung in der Friedenskirche in Dinslaken wurde von Präses Dr. Thorsten Latzel übernommen, der zudem die außergewöhnliche Arbeit Waldhausens würdigte.  „Sie haben beeindruckende 36 Jahre im Ev. Kirchenkreis Dinslaken gewirkt. Sie haben in ihrer Zeit als Superintendent dem Kirchenkreis ein tiefes Profil gegeben – die Menschenskirche.  Sie nehmen die Menschen war, sie sind ein Kümmerer.“ In seiner Rede hob der Präses außerdem das Engagement des Superintendenten und des Kirchenkreises in der Flüchtlingsarbeit hervor. Auch betonte er, was für einen guten Eindruck er bei der Visitation im vergangenen Jahr erlangt habe: „Sie geben den Menschen Raum. In diesem Kirchenkreis herrscht eine so gute Stimmung. Gott segne die große Arbeit, die sie geleistet haben für so viele Menschen.“

In seiner Predigt während des Festgottesdienstes war es Superintendent Friedhelm Waldhausen ein besonderes Anliegen, den Menschen in solch schweren Zeiten Mut zu machen. Dazu bediente er sich des Spruches, der ihn sein Wirken lang begleitet hat: „Gott hat uns nicht gegeben den Geist der Furcht, sondern der Kraft, der Lieben und der Besonnenheit (2. Timotheus 1,7)“. „Habt den Mut, neue Projekte zu beginnen, verzagt nicht in den schweren Zeiten, achtet aufeinander. Macht Kirche erkennbar und stärkt sie.“ Im Anschluss an den Festgottesdienst wurde Friedhelm Waldhausen von Würdenträgern und Wegbegleitern in Grußworten gewürdigt. So hielt der Voerder Bürgermeister Dirk Haarmann – auch stellvertretend für die Bürgermeister aus Dinslaken und Hünxe – ein Grußwort. Der Superintendent des Ev. Kirchenkreises Wesel, Thomas Brödenfeld, dankte  ebenso wie der Geschäftsführer des Ev. Klinikums Niederrhein, Dr. Andreas Sander, für die hervorragende Zusammenarbeit. Auch Alexandra Schwedtmann und Nicole Elsen-Mehring, Geschäftsführerinnen der Diakonie im Ev. Kirchenkreis Dinslaken, Sandra Sommer, Geschäftsführerin des Verwaltungsamtes und Reimund Schulz, Geschäftsführer der Ev. Kinderwelt im Ev. Kirchenkreis Dinslaken lobten die hervorragende Zusammenarbeit mit Friedhelm Waldhausen.

 

Vita:
Friedhelm Waldhausen wurde am 27. November 1956 in Mönchengladbach geboren. Er ist mit Petra Schorberger-Waldhausen verheiratet. Sie haben zwei Kinder, Simon Jonas und Lea Maren. Friedhelm Waldhausen studierte an der KiHo Wuppertal und an der Georg August Universität Göttingen Ev. Theologie. Im Anschluss studierte er Sozial-Wissenschaften an Georg August Universität Göttingen. Sein Vikariat absolvierte Friedhelm Waldhausen von 1983-1985 in Essen- Borbeck. 1985 fand seine Ordination statt. Von 1985 bis 1986 war er als Pastor im Hilfsdienst in Essen-Karnap (Kirchenkreis Essen-Nord) tätig. Seit 1986 war Friedhelm Waldhausen als Pfarrer im Kirchenkreis Dinslaken in unterschiedlichen Bereichen tätig: Von 1986 bis 2012 war er gemeinsam mit seiner Ehefrau in der Kirchengemeinde Hiesfeld tätig. Von 1992 bis 2003 arbeitete er zudem als nebenamtlicher Dozent für die Ausbildung von Vikarinnen und Vikaren in Seelsorge am Predigerseminar der Ev. Kirche im Rheinland in Essen und Bad Kreuznach. Von 2002 bis 2014 wirkte Friedhelm Waldhausen als Krankenhauspfarrer in Dinslaken. Von 2000 bis  2014 war er als Synodalassessor und Diakoniepfarrer des Kirchenkreises Dinslaken tätig. Seit  September 2014 hatte Friedhelm Waldhausen das Amt des Superintendenten des Kirchenkreises Dinslaken inne. Besonders wichtig war ihm in dieser Zeit, Kirchengemeinden und die Einrichtungen des Kirchenkreises wie die Diakonie, die Ev. Kinderwelt und die Seelsorgearbeit in Krankenhaus, Justizvollzugsanstalt und Notfallseelsorge sowie Telefon- und Schulseelsorge zu stützen und stärken. Damit Einrichtungen und Kirchengemeinden mit ihren Presbyterien nah bei den Menschen sind. Menschenskirche sind.

Foto: v.l. Pfarrerin Petra Schorberger-Waldhausen, Hermann Driesen (Mitglied Kreissynodalvorstand), Pfarrerin Hanna Maas (Scriba), Marlies Schwinem (Mitglied Kreissynodalvorstand), Superintendent Friedhelm Waldhausen, Günter Dickmann (Mitglied Kreissynodalvorstand), Präses Dr. Thorsten Latzel, Doris Aniola (Mitglied Kreissynodalvorstand), Pfarrerin Susanne Jantsch (Assessorin), Veronika Leißner (Mitglied Kreissynodalvorstand)