50 Jahre internationale Ökumenearbeit 

Unverzichtbarer Rio Grande

Mit einem Gottesdienst und einem öko-fairen Empfang feierte GMÖ/RIO „50 Jahre gemeinsam im Dienst der Ökumene“ in der Bonner Trinitatiskirche, um Weggefährt*innen zu danken. Viele waren gekommen, frühere Mitarbeitende, Mitglieder der Kuratorien, Kolleg*Innen aus der Zivilgesellschaft und aus der westfälischen Kirche.

„Komme was wolle: Wir brauchen Euch. Wir setzen auf Euch“, stellte die Leiterin der Abteilung Theologie und Ökumene im Landeskirchenamt, Oberkirchenrätin Barbara Rudolph in ihrem Dank heraus. Die Aufgaben seien nicht Hobby, sondern entsprechen unserer tiefsten Glaubensüberzeugung, gehören zur Nachfolge Jesu, betonte Superintendentin Almut van Niekerk, die mit dem Evangelischen Kirchenkreis An Sieg und Rhein einen der sechs geschäftsführenden GMÖ/RIO-Kirchenkreise leitet.

Ein Mammutprogramm

Das als „Gemeindedienst für Weltmission“ gestartete Arbeitsgebiet, später als „Gemeindedienst für Mission und Ökumene“ (GMÖ) fortgeführt, steht ganz wesentlich für die Themen Gerechtigkeit, Frieden und Bewahrung der Schöpfung. Die Gemeindedienste waren in Fragen von Armut engagiert, in der Antirassismusarbeit, im Kampf gegen die Apartheid in Südafrika und Namibia. Später kamen Themen wie die kirchliche Solidarität mit Frauen und die Wirtschaftsethik hinzu. Hierbei wurde starkt mit zivilgesellschaftlichen Akteur*innen zusammengearbeitet. GMÖ/RIO absolviert ein „Mammutprogramm“. Es ist eine Aufgabe, die weiterhin ein „unverzichtbarer, unübersehbarer Rio Grande“ sein sollte. Und es ist ein Arbeitsfeld, das in 50 Jahren einen „riesengroßen Reichtum“ geschaffen hat. So beschrieb Landeskirchenrätin i.R. Christine Busch den GMÖ/RIO.

Solidarität in Wort und Tat

In geistlichen Ansprachen im Jubiläums-Gottesdienst beklagte Pfarrerin Ursula Thomé den zutiefst beunruhigenden Krieg Russlands gegen die Ukraine. Sorgen und Hoffnungen, die im Gottesdienst auch in Gebeten und Fürbitten Widerhall fanden, brachte die Band „Karibu-Sounds of Marimbas“ aus Oberhausen zum Klingen. Gleich von Beginn an: Hevenu Shalom Alechem!  Die niederrheinische Pfarrerin Mika Purba erinnerte an die biblischen Gleichnisse vom Senfkorn und vom Sauerteig für das Himmelreich. Mika Purba sprach vom Senfkorn, das zwar sehr klein ist, sich aber festsetzt. Und vom Sauerteig, einem kleinen Teil einer Mischung, der „verwandelt, womit er in Kontakt kommt“. Ein Brief von Konfirmand*innen vom Niederrhein, die nach Konfirmandenunterricht zum Menschenrecht auf sauberes Wasser eine starke Unterstützung unserer Kirche für die wichtige Arbeit von „Brot für die Welt“ erbitten, überreichte Ariane Stedtfeld der Kirchenleitung.

Eine Unterschriftensammlung „Krieg soll nach Gottes Willen nicht sein“ und die Investition guten Geldes für Mikrokredite, nachhaltige Landwirtschaft und erneuerbare Energien bei „Oikocredit“ wurden als praktische Möglichkeiten vorgestellt, aus dem Glauben heraus auch zu handeln. Jürgen Kaiser von der Erlassjahr-Kampagne warb für Unterstützung dieser zur deutschen G-7-Präsidentschaft 2022.

Kollekte für Flüchtlingshilfe „Vivre l’Espoir“ in Marokko

Die Kollekte des Jubiläumsgottesdienstes geht an die Flüchtlingshilfe „Vivre l’Espoir“ der evangelischen Kirche in Marokko und des Kirchenkreises Jülich. Jugendliche und viele unbegleitete Kinder erfahren dort nach ihrer gefährlichen Flucht durch die Sahara Nothilfe, Schutz und Hoffnung.

Web: https://rio.ekir.de

Foto: Anna Neumann

„Ihr seid uns willkommen.“

Rede bei der Veranstaltung des Dinslakener Bündnisses am 7. März 2022 (Menschenkette) zum Krieg in der Ukraine von Pfr. i.R. Gerhard Greiner:

Liebe Bürgerinnen und Bürger,
mein Name ist Gerhard Greiner. Ich bin der ehemalige Flüchtlingspfarrer des Ev. Kirchenkreises Dinslaken und spreche heute Abend zu Ihnen für das Dinslakener Bündnis.

Als wir diese heutige Veranstaltung planten, konnten wir uns nicht vorstellen, was am Morgen des 24. Februar beginnen würde, nämlich der Angriffskrieg des Verbrechers in Moskau, Wladimir Putin. Wir haben im Dinslakener Bündnis entschieden, mit der Menschenkette, die wir nachher bilden werden, Beides miteinander zu verbinden: Wir denken an das Leiden der Menschen unter Corona hier bei uns und an das Leiden der Menschen in der Ukraine unter diesem völkerrechtswidrigen Angriffskrieg. Unsere Demokratie ist von Beidem in ganz fundamentaler Weise betroffen.

Seit dem 24. Februar – dem Black Thursday – fühlen wir uns in einer anderen Welt. In Europa herrscht nach rund 30 Jahren wieder Krieg. Menschen haben Angst um ihre Leben, haben sich in Häuser zurückgezogen, von denen sie nicht wissen, ob sie ihnen Schutz bieten, fliehen in Metrostationen in Kiew, wenn die Sirenen aufheulen. Kinder werden in diesen Krieg hinein geboren. Und es herrschen Todesangst und verzweifelte Hoffnung. In einem Fernsehbericht sagte ein etwa 5 jähriges Mädchen, tränenüberströmt in einem Kiewer Metrotunnel sitzend: „Ich will, dass das Alles aufhört.“

Aber was interessiert diesen Moskauer Zyniker ein solcher Satz eines kleinen ukrainischen Mädchens. Putin lässt ganz bewusst die Zivilbevölkerung töten. Gezielt werden Wohnhäuser, Krankenhäuser, Schulen und Kindergärten angegriffen. Putin meint in seinem völkischen Weltbild, sich die Ukraine einfach einverleiben zu können. Putin hat sehr oft den russischen Philosophen Iwan Iljin in seinen Reden zitiert. Und Iljin sagt: „Der Erlöser hat die Pflicht, Kriege zu führen und das Recht, zu bestimmen, gegen wen.“ Krieg sei gerechtfertigt, wenn „die spirituellen Errungenschaften der Nation bedroht sind.“ – Ich frage: Kommt uns das nicht bekannt vor?

Wir wollten nicht begreifen, wen wir da vor uns haben, diesen Kriegsfürsten, der 1999 noch als Ministerpräsident den zweiten Tschetschenienkrieg begann, der bis April 2009 dauerte, der 2008 den Blitzkrieg in Georgien führen lies, der die Krim 2014 überfiel und es im Donbas seitdem Krieg gibt, der im September 2015 gemeinsam mit dem syrischen Diktator Assad die syrische Bevölkerung terrorisiert und und und und.

Jetzt fangen wir langsam an zu begreifen, dass die ganze Zeit kein Friede war. In der Ukraine schon lange nicht mehr.

Mascha Kaleko, die große deutsche Lyrikerin, die zeitlebens kein zuhause fand in dieser Welt, hat einmal ach so treffend formuliert:

„Ich bin als Emigrantenkind geboren
In einer kleinen, klatschbeflißnen Stadt,
Die eine Kirche, zwei bis drei Doktoren
Und eine große Irrenanstalt hat……….
Im ersten Weltkrieg kam ich in die achte
Gemeindeschule zu Herrn Rektor May.
Ich war schon sechs, als ich noch immer dachte,
daß, wenn die Kriege aus sind, Frieden sei.“

Vor 30 Jahren hatten wir zuletzt in Europa Krieg. Aber das ist in diesem Land bis in die Politik hinein vergessen. Ich meine jene Kriege auf dem Balkan. So u.A. der Völkermord von Srebrenica. Die vielen Massaker im Kosovo. Meine Frau und ich waren vor zehn Jahren dort an diesen Orten des Grauens.

Ich sehe die Flüchtlinge aus Bosnien und dem Kosovo mit ihren aufgerissenen Augen immer noch vor mir. Es war meine Zeit als Flüchtlingspfarrer hier in Dinslaken.

Und ich sehe dieselben Bilder jetzt wieder, diese angstvollen Gesichter der Geflüchteten aus der Ukraine, die es zu uns geschafft haben.

Ihr seid uns willkommen. Was denn sonst? Die Grenzen müssen für alle Fliehenden aus der Ukraine offen sein.

Ihr seid uns willkommen trotz der über 120.000 an Corona Gestorbenen hier bei uns in Deutschland. Sie sind uns willkommen, gerade weil dort drüben an der Kathrin Türks Halle die Kreuze stehen.
Das gilt aber auch für all die anderen Flüchtlinge, die hier in Dinslaken bereits leben, z.B. die Geflüchteten aus Afghanistan.

Ich möchte schließen mit einem ganz kurzen Wort noch einmal von Mascha Kaleko. Wie gesagt: Ihr blieb als Heimat nur das Wort. Und dieses Wort gilt in Zeiten von Corona und in Zeiten dieses so furchterregenden Krieges. Es geht so:
„Die Nacht, in der das Fürchten wohnt, hat auch die Sterne und den Mond.“

Ich danke Ihnen!

Der Kirchenkreis bittet um Spenden, die Diakonie bereitet sich auf Flüchtlinge vor

Dinslaken. Die Bilder und Nachrichten aus der Ukraine erschüttern. Nicht weit von Deutschland entfernt herrscht Krieg. Die Menschen möchten helfen, aber sie sind auch verunsichert, haben Sorgen. „Es sind viele an mich herangetreten und haben mich gefragt: Was macht ihr als Kirche?“, berichtet Friedhelm Waldhausen, Superintendent des Evangelischen Kirchenkreises Dinslaken. „Wir sind für die Menschen da. Sie können mit ihren Sorgen zu uns kommen. In all unseren Gemeinden werden gemeinsame Friedensgebete oder ähnliche Aktionen angeboten. Aber wir sammeln auch Spenden und werden den Geflüchteten hier vor Ort helfen“, so der Superintendent.  Die Diakonie im Ev. Kirchenkreis Dinslaken ist Mitglied des Aktionsbündnisses der Stadt Dinslaken, das sich derzeit auf die Ankunft von Kriegsflüchtlingen vorbereitet. „Wir kümmern uns um die Unterbringung der Menschen bei Privatpersonen und unsere Mitarbeiter vom Psychosozialen Zentrum stehen den Opfern als Berater zur Verfügung“, erläutert Nicole Elsen-Mehring, Geschäftsführerin der Diakonie. „Auch in unseren Gemeinden in Duisburg-Walsum werden wir uns gemeinsam mit anderen sozialen Trägern engagieren“, ergänzt Alexandra Schwedtmann, Geschäftsführerin der Diakonie. Da derzeit keiner vorhersagen kann, wie sich die Lage entwickelt, wird es künftig regelmäßige Pfarrkonvente mit allen Pfarr*innen der Gemeinden geben, um dort gemeinsam Aktionen und Angebote vorzubereiten. „Die Kirche ist immer für die Menschen da und wird ihnen in dieser schwierigen Zeit beistehen“, so Waldhausen. Zudem bittet der Ev. Kirchenkreis Dinslaken um Spenden für die Betroffenen:

Spenden für Hilfsaktionen zur Unterbringung der Flüchtlinge im Ev. Kirchenkreis Dinslaken: Diakonisches Werk Dinslaken
Bank f. Kirche und Diakonie eG-KD-Bank
IBAN: DE 33 3506 0190 1088 4070 20
BIC: GENODED1DKD
Verwendungszweck: Ukraine

Spenden für direkte Hilfe in der Krisenregion:
Diakonie Katastrophenhilfe Berlin
Evangelische Bank
IBAN: DE68 5206 0410 0000 5025 02
BIC: GENODEF1EK1
Stichwort: Ukraine Krise

Wohnungsangebot:
Personen, die Wohnraum zur Verfügung stellen möchten, können sich an ukraine-hilfe@dinslaken.de  oder wohnraumangebot@stadt-duisburg.de  wenden.

Angebote der Gemeinden:

Götterswickerhamm/Spellen-Friedrichsfeld:
Die Gemeinden bieten reihum jeden Freitag um 18 Uhr ein Ökumenisches Friedensgebet an:
4.3.2022 : St. Paulus, Voerde
11.3.2022: Evang. Kirche, Friedrichsfeld
18.3.2022: St. Peter, Spellen
25.3.2022: Evang. Kirche, Grünstraße
1.4.2022 : St. Elisabeth, Friedrichsfeld
8.4.2022: Evang. Kirche, Götterswickerhamm

Walsum-Aldenrade:
In allen Gottesdiensten und Passionsandachten sind besondere Friedensgebete für die Menschen in der Ukraine vorgesehen. Außerdem steht in den Tagen Di. bis Fr. zwischen 10 und 12 Uhr unsere offene Kirche Aldenrade für persönliche Gebete zur Verfügung.

Hünxe:
4.3. Friedensgebet um 18 Uhr in der Hünxer Dorfkirche
6.3. Konfi-Gottesdienst zum Thema „Hoffnung“ in der Hünxer Dorfkirche.
Weitere Aktionen sind geplant.

Hiesfeld:
3.3. Friedensgebet um 18 Uhr in der Hiesfelder Dorfkirche, weitere Aktionen sind geplant.
4.3. Sachspenden-Aktion: 10 bis 16 Uhr Gemeindehaus Hiesfeld, Kirchstraße 7. Was benötigt wird, steht unter https://www.evkg-hiesfeld.ekir.de/

Dinslaken:
6.3 Ökumenisches Friedensgebet um 18 Uhr in der St. Vincentius-Kirche am Altmarkt. Weitere Aktionen sind geplant.

Walsum-Vierlinden:
Es wird im Rahmen des Sonntagsgottesdienstes und im Taize-Gebet am Freitagabend (11.3, 19 Uhr, Johanneskirche) um Frieden gebeten.

Gahlen:
Im Rahmen der Sonntagsgottesdienste sind besondere Friedensgebete für die Menschen in der Ukraine vorgesehen.

 

Rheinische Kirche Gastgeberin für den  30. Evangelischen Kirchbautag

 Anmeldestart für viertägige Veranstaltung im September in Köln
„Mut baut Zukunft“ – Unter diesem Motto ist die Evangelische Kirche im Rheinland vom 8. bis 11. September 2022 Gastgeberin für den 30. Evangelischen Kirchbautag. Der Fachkongress hat eine bundesweit zentrale Bedeutung als Kommunikationsplattform für kreativen Um- und Neubau kirchlicher Gebäude. Die Anmeldephase über die Internetseite www.kirchbautag.de hat am 22. Februar begonnen und endet am Samstag, 18.Juni.

„Mut baut Zukunft – das Motto des Kirchbautags ist ein starkes Zeichen. Viele unserer Gebäude  und  Kirchen  sind  Schätze, durchbetete  Räume,  Orte  der  Einkehr  und  der  Umkehr,  die  wir  als  Gesellschaft  dringend  brauchen  und  die  wir  für  Menschen  zur Verfügung stellen“, sagt Präses Dr. Thorsten Latzel. „Ich freue mich sehr, dass der Kirchbautag auf dem Gebiet der Evangelischen Kirche im Rheinland stattfindet und die vielen Engagierten in den Gemeinden in ihrem Engagement stärkt.“

Viele Beispiele für kreativen Um- und Neubau kirchlicher Gebäude
In   Köln   werden   die Teilnehmerinnen   und   Teilnehmer   vor   dem   Hintergrund  notwendiger  Reduktion  das  Bild  einer  Kirche  entwerfen,  die  daran  wächst,  dass  sie  kleiner wird. In der Region Köln entstanden und entstehen bis in die Gegenwart hinein noch   immer   neue   Kirchen   und   zahlreiche   neue   Gemeindehäuser   mit   hoher  gestalterischer Qualität. „Mit viel Mut, Ausdauer und Kreativität gehen die Gemeinden ihre  Baumaßnahmen  an  und  stellen  sich  somit  ihren  anstehenden  Aufgaben – trotz schwieriger   werdender  Rahmenbedingungen“,   sagt Landeskirchenbaudirektorin Gudrun  Gotthardt.
Gemeinden konsolidieren  ihren  Gebäudebestand,  setzen  sich  kleiner  und  bringen  die  Konzepte  ihrer  inhaltlichen  Arbeit  mit  der  dazu  passenden  Gebäudehülle  in  Einklang. Gerade durch die notwendigen Strukturveränderungen entsteht so viel Neues. Dabei zeigt sich, dass Bauen auch Gemeindeaufbau sein und zur Quartiersentwicklung beitragen kann.

Stadterkundungen, Exkursionen und 24 Workshops
Der   Auftakt   des   Evangelischen   Kirchbautags   am   Donnerstag   bietet   nach   der   Begrüßung in der Antoniterkirche an der Schildergasse rund zwei Dutzend thematisch unterschiedliche Stadterkundungen zur Auswahl   an. Ab 18 Uhr   folgen der Eröffnungsgottesdienst in der Trinitatiskirche mit Präses Latzel und anschließend ein Abend der Begegnung im Kölner Haus  der  Kirche. Am Freitag  sind  vormittags  zwei  einführende  Vorträge  vorgesehen,  am  Nachmittag  dann  knapp 20  Exkursionen  zu  ausgewählten Bauprojekten in Köln und Umgebung. Der Samstagvormittag steht im Zeichen von 24 Workshops, ehe die Veranstaltung am Nachmittag mit einer Diskussion unter  Moderation  des  EKD-Kulturbeauftragten  Johann  Hinrich  Claussen  und  der  Preisverleihung  der  Stiftung  KiBa  (stiftung-kiba.de)  inhaltlich  beendet  wird. Der Abschlussgottesdienst am Sonntag um 10 Uhr in der Kartäuserkirche ist öffentlich.

Kirchbautag zuletzt 2019 in Erfurt zu Gast
Der Evangelische Kirchbautag wurde 1949 gegründet und findet bei wechselnden Gastgeberkirchen der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) statt, zuletzt 2014 in München und 2019 in Erfurt. Leitendes Gremium ist das Präsidium, das durch den Rat der EKD berufen wird, derzeitiger Präsident ist Prof. Andreas Barner. Der Kirchbautag ist ein freier Zusammenschluss von Expertinnen und Experten aus Architektur, Theologie,  bildender  Kunst  und  Kirchen,  die  sich  für  den evangelischen  Kirchenbau  engagieren und für die Entwicklung des kirchlichen Bauens mitverantwortlich sind.

Teilnahme am Kirchbautag
Eine Anmeldung   zum 30. Evangelischen Kirchbautag ist nur online möglich.  Tagestickets für Donnerstag, Freitag und Samstag kosten jeweils 85 Euro, das Ticket für die Gesamtveranstaltung 150 Euro (ermäßigt 70 Euro). Studierende zahlen 25 Euro.
Alle Tickets berechtigen zur Nutzung des öffentlichen Nahverkehrs in Köln.

Nähere Informationen zum Programm finden sich im Internet unter www.kirchbautag.de

Autor: Ekkehard Rüger

 

Bitte um Frieden- Gemeinsames Gebet in den Gemeinden des Kirchenkreises

Angesichts der Eskalation im Russland-Ukraine-Konflikt und in Verbundenheit mit den Menschen in der Ukraine wird es am kommenden Sonntag ein gemeinsames Gebet in den acht Gemeinden unseres Kirchenkreises geben. Es wird im Rahmen der Sonntagsgottesdienste stattfinden.

Wir laden aber auch ein, dieses Gebet zu Hause in den eigenen vier Wänden zu sprechen.

Gott,
mit Sorge schauen wir in die Ukraine und nach Russland. Wir bitten dich für alle, die in die politischen und diplomatischen Verhandlungen involviert sind. Wir bitten dich um Weisheit und Geduld
und den unbeirrbaren Willen zum Frieden.
Wir bitten dich für die Menschen in der Ukraine,
in Russland und in ganz Osteuropa: Wo Härte und militärische Stärke vorherrschen,
schaffe du, Gott, dir Raum mit deiner Sanftheit und Güte
und der Liebe zum Kleinen und Schwachen. Wo Angst und Misstrauen sind, schaffe dir Raum mit deiner Großzügigkeit, mit der Hoffnung und dem Vertrauen. Wo vergangene Ereignisse und Entfremdung Wunden geschlagen haben, da schaffe dir Raum mit deinem heilsamen Geist der Versöhnung.
Schaffe dir Raum, Gott, und deinem Shalom,
deinem Frieden, der alle Menschen sieht und allen gilt.
Amen.

Text: Pfarrerin Miriam Haseleu
Bild: pixabay

Wenn die „Polizei“ anruft …

Betrugsmethoden gegenüber Senior*innen an Telefon und Haustür

Ältere Menschen sind zu Hilfsbereitschaft und Höflichkeit Fremden gegenüber erzogen. Es fällt ihnen schwer, „Nein“ zu sagen und sie setzen die Ehrlichkeit anderer voraus. Aber genau das wird ihnen zum Verhängnis, wenn Kriminelle sich am Telefon melden und mit raffinierten Tricks versuchen, an das Geld und die Wertsachen der Senior*innen zu kommen.

Die Kriminalhauptkommissare Markus Köper (li. im Bild) und Richard Devers sind bei der Kreispolizeibehörde Wesel für genau solche Betrugsmaschen zuständig und informieren Senior*innen, um sie stark zu machen gegen Betrugsmaschen.

„Der Ablauf ist am Telefon immer derselbe“, sagt Markus Köper. „ Die Betrüger rufen mit verschiedenen Betrugsmaschen an und versuchen die Angerufenen dazu zu bewegen, Geld und Wertsachen zusammen zu packen, und an jemanden zu übergeben, der die Sachen vermeintlich in Sicherheit bringt. Dabei sitzen die Anrufer in Callcentern im Ausland und haben Komplizen vor Ort.
Die einige Beispiele:

  • „Falscher Polizeibeamter“: Angeblich hat die Polizei eine Bande festgenommen, bei der ein Zettel mit der Anschrift des Angerufenen gefunden wurde – ein Hinweis auf den bevorstehenden Einbruch. Darum seien Geld und Wertsachen zu Hause nicht mehr sicher. Alles soll in eine Tasche gepackt werden und ein angeblicher Polizist in Zivil hole die Sachen ab und bringe sie zur Wache.
    Gerne wird dabei von den Betrügern auch die Nummer 110 genutzt. Aber die Polizei ruft NIE!!! über die 110 an. Unbedingt merken!
  • „Schockanruf“: Bei einem angeblichen Verkehrsunfall – gerne im Ausland – soll ein Verwandter schwer verletzt worden sein. Oft ruft ein angeblicher Rechtsanwalt an und fordert eine hohe Geldsumme für Behandlungskosten oder Strafkaution, damit der Angehörige nicht ins Gefängnis muss. Die Kriminellen steigern hier oft die Dramatik immer weiter, bis die Angerufenen zahlungswillig sind.
  • „Enkeltrick“: Mit den Worten „Rate mal, wer hier spricht“ rufen Betrüger bei alleinstehenden älteren Menschen an, geben sich als Verwandte, Enkel oder gute Freunde aus und bitten kurzfristig um Bargeld wegen einer angeblichen finanziellen Notlage. Oft werden die Betroffenen auch mehrmals angerufen und sogar aufgefordert, noch Geld von der Bank zu holen. Sobald das Opfer zahlen will, wird eine Person angekündigt, die das Geld abholt.

Bei all diesen Tricks wird von den Anrufern ein hoher emotionaler Druck aufgebaut. Das macht die richtige Reaktion so schwer.
Hier einige Verhaltenstipps:

  • Seien Sie immer misstrauisch.
  • Lassen Sie sich nicht unter Druck setzen. Legen Sie den Hörer auf, wenn jemand Geld will oder Sie unter Druck setzt.
  • Lassen Sie sich nicht ausfragen. Geben Sie niemals Auskunft über Ihren Kontostand oder Ihr Vermögen, auch nicht über Ihre Kontodaten.
  • Übergeben Sie niemals Geld oder Wertgegenstände an fremde, unbekannte Personen. Wenden Sie sich an ein Familienmitglied oder eine Vertrauensperson.
  • Informieren Sie sofort die Polizei über die Notrufnummer 110, wenn Ihnen ein Anruf verdächtig vorkommt. Auch wenn Sie aus Vorsicht einfach aufgelegt haben und nichts weiter passiert ist. Sie können immer die Polizei darüber informieren und Anzeige erstatten.

Und zum Schluss:

Opfer kann jeder werden. Niemand muss sich schämen, auf Tricks und Straftaten hereingefallen zu sein. Wenden Sie sich an den Opferschutz der Polizei – am einfachsten über die 110. Dort finden Opfer einer Straftat vielfältige Unterstützung, menschlichen Beistand und praktische Hilfe.

Foto: Ruth Levin

 

Neue Mitglieder eingeführt

Im Kreissynodalvorstand wirken nun auch Hanna Maas und Elke Voigt mit

In einem Gottesdienst in der Walsumer Johanneskirche hat Superintendent Friedhelm Waldhausen am vergangenen Sonntag zwei neue Mitglieder des Kreissynodalvorstandes (KSV) in ihre Ämter eingeführt. Pfarrerin Hanna Maas ist nun Schriftführerin und Pfarrerin Elke Voigt ihre erste Stellvertreterin. Die ausscheidenden Mitglieder Martina Geißler und Joachim Gall wurden im selben Gottesdienst aus ihrem Dienst im KSV entlassen.

Im Gottesdienst führte Waldhausen durch die Liturgie, Hanna Maas predigte wider die Angst in ungewisser Zeit zum biblischen Vers „Fürchtet euch nicht.“ Im Anschluss war Gelegenheit zu Gespräch und Beisammensein.

Foto: Mirko Lipski-Reinhardt

NATO – Russland – Konflikt – Das Gebot der Stunde ist Deeskalation

Online-Vortrag und Diskussion – Donnerstag, 10. März 2022, 19 Uhr  

Der NATO-Russland-Konflikt droht militärisch zu eskalieren. Möglicherweise wird der befürchtete kriegerische Einsatz am Tag dieser Veranstaltung bereits begonnen haben. Für Andreas Zumach, freier Journalist mit Schwerpunkt Internationale Politik, ist für die aktuelle und seit Ende des Kalten Krieges gefährlichste Zuspitzung zweifelsohne die Regierung von Präsident Putin verantwortlich. Gleichzeitig sieht er den Ursprung des Konfliktes im Zusammenbruch der Sowjetunion und der Wiedervereinigung Deutschlands in den 1990er Jahren. Nur ein Entgegenkommen aller Akteure (NATO, EU und Ukraine auf der einen Seite – Russland andererseits) kann die Situation entschärfen.  Was braucht es, um die Lage zu deeskalieren? Welche friedlichen Lösungen gibt es, um die Konfrontation zwischen Ost und West nachhaltig zu entspannen? Welche Rolle spielen dabei die Bundesregierung, das Parlament und die Zivilgesellschaft?

Vortrag und Diskussion mit Andreas Zumach, freier Journalist zu Themen der UNO und der internationalen Politik für die taz und andere Medien, Berlin

Statements von Pfarrer Jens Sannig, Superintendent Evangelischer Kirchenkreis Jülich und Dr. Norbert Fabian, Mitglied des Bundesvorstandes der Internationalen katholischen Friedensbewegung pax christi

Die Veranstaltung findet in digitaler Form über die Videokonferenz-Software Zoom statt. Eine Anmeldung ist unbedingt erforderlich. Sie erhalten nach Ihrer Anmeldung per Mail einen Zugangslink zur Online Veranstaltung.

Information und Anmeldung:

Dieter Zisenis, Laboratorium – c/o Evangelischer Kirchenkreis Duisburg, Am Burgacker 14-16, 47051 Duisburg, Mobil: 0179 758 7289 – Mail: kda@kirche-duisburg.de

Veranstalter:

Laboratorium – Evangelische Kirchenkreise Dinslaken, Duisburg, Moers und Wesel
Neues Evangelisches Forum Kirchenkreis Moers
Philippus-Akademie Evangelischer Kirchenkreis Gladbach-Neuss
pax christi Ortsgruppe Duisburg
vhs Moers – Kamp-Lintfort
Kath. Erwachsenen- und Familienbildung im Bistum Essen gGmbH – KEFB Duisburg

Foto: privat

 

 

Kirchen laden zur 2. Segensfeier für Neugeborene und Schwangere ein

#segenberührt: Ökumenische Veranstaltung am 12.03.22 in Hünxe   

Dinslaken/Hünxe. Die Premiere war ein voller Erfolg: Mehr als 17 Neugeborene und Schwangere wurden bei der ersten Segensfeier „Willkommen im Leben, kleiner Segen“ gesegnet. Am 12. März 2022 sind schwangere Eltern und Eltern mit Baby erneut eingeladen, ihr Kind vor oder nach der Geburt segnen zu lassen. Diesmal laden die evangelische und katholische Kirche im Kirchenkreis Dinslaken, um 15 Uhr in die Dorfkirche, Dorstener Str. 7 in Hünxe ein.

Die Segensfeier für Babys ist keine Taufe und will es auch gar nicht sein. Die Taufe ist für den Täufling der Beginn einer lebenslangen Beziehung zu Jesus und der Beginn seiner Mitgliedschaft in Kirche und Gemeinde. Unabhängig davon, ob Eltern sich für die Taufe entscheiden oder damit noch warten, ist ihr Kind von Anfang seines Lebens an Gottes geliebtes Kind. Das will die Segensfeier dem Kind und den Eltern zusagen. Zudem soll das Leben und die Geburt gefeiert werden.  Interessierte können sich bei Pfarrerin Elke Voigt unter elke.voigt@ekir.de anmelden. Ein entsprechendes Hygienekonzept liegt vor. Weitere Infos zu dem Projekt, das vom Bistum Essen und dem Ev. Kirchenkreis Essen ins Leben gerufen wurde, finden sich unter https://segenfuerbabys.de/#startseite

Foto: Neugeborenes (Quelle: Pixabay)