Es gibt nicht nur digitale Adventskalender, sondern auch Kalender in der Passionszeit. Die Kirchengemeinden Götterswickerhamm und Spellen-Friedrichsfeld laden ein, sich in den Wochen bis Ostern einzustimmen in diese besondere Zeit des Kirchenjahres. Immer mittwochs abends laden die kurzen Impulse dazu ein, innezuhalten, sich einen Moment für sich zu nehmen, sich neu auszurichten.
https://www.evangelisch-in-voerde.ekir.de/aktuelles/218-weg-durch-die-passionszeit
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Der letzte seiner Art – Erich Schult, Vorsitzender des Diakonievereins, verabschiedet
Einen Nachfolger für Erich Schult wird es nicht geben. Weil es den Diakonieverein im Ev. Kirchenkreis Dinslaken seit Januar 2021 nicht mehr gibt. Alle Arbeitsfelder des Vereins sind nun offiziell ins Diakonische Werk Dinslaken (DW) übergegangen. Die gewachsene Parallelstruktur erwies sich zunehmend als wenig sinnvoll und überholt. Darum hatten die Geschäftsführerinnen des Diakonischen Werkes, Alexandra Schwedtmann und Nicole Mehring, die Auflösung des Vereins und die Integration ins DW im letzten Jahr vorangetrieben. Dabei wurden sie tatkräftig unterstützt von Erich Schult.
Herzensanliegen
Diakonie liegt ihm am Herzen. Schon viele Jahre lang. Zunächst hat er sich in seiner Kirchengemeinde in Hiesfeld für die Diakonie stark gemacht. Anschließend war seine Kompetenz auch auf der Ebene des Kirchenkreises gefragt. „Als ehemaliger Banker hatte er immer genau die Zahlen parat, die es brauchte, um zu handeln und etwas voranzubringen“, sagt Alexandra Schwedtmann. Sie weiß, dass Schult eine prägende Figur für die Diakonie in Dinslaken war. Seine große Kompetenz im Bereich Finanzen schätzt sie ebenso wie seine große Treue und Verlässlichkeit.
So viele Gremien, so viel Engagement …
„Das Tun ist mir wichtig“, sagt Erich Schult, „nicht nur das Reden“. Darum war er für die Diakonie in vielen Bereichen aktiv: Er war viele Jahre Vorsitzender des Diakonievereins, dazu aber auch noch Vostandsmitglied beim Diakonischen Werk und Vorsitzender des Fördervereins der Diakoniestationen des Ev. Kirchenkreises Dinslaken. „Der Kirchenkreis Dinslaken und seine Diakonie haben allen Grund, dir sehr dankbar zu sein“, betonte Superintendent Friedhelm Waldhausen bei der kleinen Verabschiedungsrunde, die coronabedingt trotz niedriger Temperaturen draußen stattfinden musste. „Auch wenn ich jetzt meine Ämter abgebe“, so Schult zum Schluss, „Diakonie ist aus meinem Kopf und meinem Herzen nicht zu streichen.“
Foto: Friedhelm Waldhausen, Nicole Mehring, Erich Schult, Alexandra Schwedtmann, Susanne Jantsch
© Levin
Sehr kompetent und ehrlich – und manchmal unbequem
Diakonisches Werk Dinslaken verabschiedet Anita Cyris
Fast 29 Jahre kam keiner an ihr vorbei, der die Geschäftsleitung des Diakonischen Werkes Dinslaken sprechen wollte. Seit ihrem Beginn beim Diakonischen Werk im Jahr 1992 war Anita Cyris die rechte Hand des Geschäftsführers. Damals war das noch Lothar Mertens. Auf ihn folgten Jörg Koch und Arnd Rutenbeck. Für sie alle war Anita Cyris zuständig in der Assistenz. Sie war immer erste Anlaufstelle für Anrufende, sie schrieb, organisierte, führte das Geschäftsführungsbüro. Und daneben war sie auch noch zuständig bei der Schwangerschaftskonfliktberatung.
Eine ruhigere Zeit
In den ersten Jahren kamen Computer erst langsam aufkamen in den Büros. Vieles wurde noch mit doppeltem Durchschlag auf Schreibmaschinen getippt. „Es war eine ruhigere, gemütlichere Zeit“, erinnert sich Anita Cyris. „Das Diakonische Werk war noch deutlich kleiner als heute, hatte weniger Arbeitsbereiche und Abteilungen.“
Prägendes Engagement
Bei einer kleinen Verabschiedungsrunde lobte Superintendent Friedhelm Waldhausen das „prägende Engagement“ von Frau Cyris. „Sie haben den Menschen gut getan“. Waldhausen dankte ihr auch für ihr Engagement im Bereich der Ausbildung in der ehrenamtlichen Senioren- und Demenzbegleitung, die der Ev. Kirchenkreis seit vielen Jahren durchführt. Anita Cyris hat sich in diesem Bereich zunehmend mehr engagiert, nachdem die ursprünglichen Leiterinnen Erika Tepel und Gisela Bautz sich zurückgezogen hatten. Cyris hat dann Begleiterinnen und Begleiter an die alten Menschen vermittelt, hat die Kurse mit gestaltet, die Ehrenamtlichen betreut und miteinander vernetzt.
Die derzeitige Geschäftsführerin des Diakonischen Werkes, Alexandra Schwedtmann, meinte darum, an Anita Cyris sei eine Sozialarbeiterin verloren gegangen. Sie sei, sehr kompetent, sehr ehrlich und manchmal auch unbequem gewesen, erinnert sich Schwedtmann.
Auf die Frage, warum sie dem Diakonischen Werk so viele Jahre treu geblieben sei, erklärt Anita Cyris: „Ich hab einfach gerne mit Menschen gearbeitet. Und ich konnte mich mit meinen Fähigkeiten einbringen. Das war vielseitig und abwechslungsreich.“
Foto: v.l.: Superintendent Friedhelm Waldhausen, Nicole Mehring, Anita Cyris, Alexandra Schwedtmann, Susanne Jantsch, Marian Cyris
Foto: Levin
Zu Ostern eine Krippe
„Ich habe gesucht, was in diesen Zeiten erbaulich sein könnte“, antwortet Pfarrerin Elke Voigt auf die Frage, was sie denn inspiriert hat, eine „Osterkrippe“ zu gestalten. Zwischen Videokonferenzen und den zurzeit leider vielen Beerdigungen suchte sie nach etwas Schönem, Erbaulichem. Und so erinnerte sie sich an eine Aktion, von der sie gelesen hatte.
Barbiepuppen auf dem Passionsweg
Sie nennt es „Osterkrippe“. Aber im Grunde ist es ein Passionsweg, den sie zusammen mit Susanne Krott und Bernadette Burkhard im Fenster des BBZ an der Johanneskirche in Walsum-Vierlinden gestaltet hat.
Susanne Krott hat 13 eigene und 23 aus der Gemeinde gesammelte Barbie-Puppen liebevoll eingekleidet mit Kostümen, die der Zeit Jesu nachempfunden sind. So entstanden mit 36 Barbiepuppen nach und nach Szenen aus der Passionsgeschichte Jesu. Wie in einem Passionsweg. Bernadette Burkhard hat dazu die Landschaft gestaltet.
„Das Schöne ist“ freut sich Elke Voigt, „die Gemeinde ist in Gestalt ihrer zur Verfügung gestellten Puppen mit dabei. Und es kommen bestimmt noch Puppen dazu.“
Dass diese Aktion allen Beteiligten großen Spaß macht, erkennt der Betrachter sofort. Hier einige Eindrücke.
Fotos: Susanne Krott und Elke Voigt
Neues aus Hünxe
Die Zugangsdaten für die Zoom-Konferenz und die Lieder, die jeder auf dem heimischen Sofa mitsingen kann, werden im Verlauf des Sonntags zugeschickt.
Dorfkirche Hünxe 9.30-10.30 Uhr; Unsere Arche Bruckhausen 11.00-12.00 Uhr.
Landeskirchen fordern Aufnahme weiterer Flüchtlinge
Sofortige Hilfe für Schutzsuchende aus den Lagern Lipa und Moria
Düsseldorf/Bielefeld/Detmold (12. Februar 2021). Die Evangelische Kirche im Rheinland, die Evangelische Kirche von Westfalen und die Lippische Landeskirche setzen sich mit Nachdruck für humanitäre Hilfen und faire Zukunftsperspektiven für Geflüchtete ein.
Alle drei Landeskirchen haben sich bereits im November 2020 und Januar 2021 auf ihren jeweiligen Synoden für eine gesamteuropäische humanitäre Flüchtlingspolitik ausgesprochen und Land und Kommunen konkrete Unterstützung bei der Aufnahme weiterer Flüchtlinge angeboten. (siehe auch Pressemitteilung 19/2021) Sie fordern Bundes- und Landesregierung gemeinsam zum schnellen Handeln auf.
Kirchen verlangen Schaffung eines Landesaufnahmeprogramms
Angesichts der immer noch dramatischen Situation in den Flüchtlingslagern auf dem Balkan und in Griechenland fordern die evangelischen Kirchen in Nordrhein-Westfalen die Schaffung eines Landesaufnahmeprogramms zur sofortigen Aufnahme von Schutzsuchenden aus dem niedergebrannten Lager Lipa (Bosnien-Herzegowina) und von den griechischen Inseln, insbesondere dem Flüchtlingslager Moria auf Lesbos. Die Geflüchteten, darunter zahlreiche Kinder und alte Menschen, leiden unter Gewalt, Obdachlosigkeit, Hunger und Durst sowie mangelnder medizinischer Versorgung. Die rheinische Kirche, die zudem in den Bundesländern Rheinland-Pfalz, Hessen und Saarland vertreten ist, macht sich auch bei den dortigen Regierungen für eine solche Aufnahme stark.
Gemeinden und diakonische Werke helfen bei Integration
„Kirchengemeinden und diakonische Werke sind bereit, die kurzfristige humanitäre Aufnahme und die Integration der aufgenommenen Menschen zu unterstützen, auch über die Zuweisungsquote hinaus“, sagt Dr. Jan-Dirk Döhling, Dezernent für Gesellschaftliche Verantwortung in der Evangelischen Kirche von Westfalen, stellvertretend für die drei Landeskirchen. 2000 zusätzlichen Geflüchteten könne somit geholfen werden.
Autorin:
Andrea Rose, stv. Pressesprecherin der Evangelischen Kirche von Westfalen
Kontakt: Pressesprecher Jens Peter Iven, jens.iven@ekir.de, Telefon 0211 4562-373
Video-Botschaft
„Die Situation der Flüchtlinge schreit zum Himmel“, betonte Präses Manfred Rekowski, leitender Geistlicher der Evangelischen Kirche im Rheinland, bereits am 7. Januar 2021 in einer Video-Botschaft. Darin nahm er vor allem die „menschenunwürdige Situation“ der Flüchtlinge in den Lagern am Rande der Europäischen Union in den Blick und forderte Bundesregierung und EU zum Handeln auf. „Das dürfen wir nicht hinnehmen. Das darf nicht sein, dass Menschen in Europa so leben müssen.“
Bei Anruf Andacht – Aktion der Ev. Kirchengemeinde Walsum-Vierlinden
Am Aschermittwoch startet wieder die Aktion der Ev. Kirchen zur Fastenzeit. Diesmal unter dem Thema „Spielraum. 7 Wochen ohne Blockaden“.
Pfarrerin Elke Voigt und Pfarrer Johannes Brakensiek aus der Ev. Kirchengemeinde Walsum-Vierlinden sprechen wöchentliche Impulse zur Fastenaktion „Spielraum. 7 Wochen ohne Blockaden“ als Telefonandacht ein, da Treffen vor Ort noch nicht wieder möglich sind. Aus anderen Kirchengemeinden ist diese Idee vielleicht schon bekannt unter dem Titel „Bei Anruf Andacht“: Man ruft eine Telefonnummer an und bekommt wöchentlich einen neuen Andachtsimpuls abgespielt.
Die Impulse der Kirchengemeinde werden ab Aschermittwoch, den 17. Februar, unter der Telefonnummer
(0203) 92879879 (Ortsgespräch)
zu hören sein. Jeden Mittwoch wird bis zur Woche vor Ostern (Karwoche) ein neuer Impulse eingespielt. Die Impulse werden parallel auch als Podcast auf der Homepage unter walsum-vierlinden.de veröffentlicht.
Die Kirchengemeinde lädt herzlich ein und freut sich auch über Rückmeldungen an die beiden Theologen.
Monika Ruge wird Pfarrerin in Walsum-Vierlinden
Im Januar hat Superintendent Friedhelm Waldhausen das Presbyterium (Leitungsgremium) der Ev. Kirchengemeinde Walsum-Vierlinden zum Wahlgottesdienst in das Martin-Niemöller-Haus eingeladen. Das Presbyterium war mit seinen 17 Mitgliedern vollständig anwesend. Wegen der aktuellen Bedingungen wurde natürlich streng auf Hygieneschutzmaßnahmen geachtet. Die Gemeinde war eingeladen, den Gottesdienst mit Predigt von Pfr. Waldhausen über YouTube-Livestream und am Telefon zu verfolgen.
Die Kirchengemeinde freut sich mitteilen zu können, dass das Presbyterium Frau Pfarrerin Monika Ruge im Wahlgottesdienst am 17.01.2021 einstimmig als Pfarrerin in die vakante Pfarrstelle der Kirchengemeinde gewählt hat.
Landessynode tagt an mehr als 100 Orten – als Videokonferenz
Düsseldorf (12. Januar 2021). Zum Schutz vor Corona-Infektionen findet die Tagung des obersten Leitungsgremiums der rheinischen Kirche nicht als Präsenzveranstaltung am angestammten Ort Bad Neuenahr statt. Stattdessen sind die Synodalen und die beratenden Mitglieder unter der Leitung von Präses Manfred Rekowski online verbunden.
Präsidium leitet die alljährliche Tagung von Düsseldorf aus
Während die Synodalen von ihren Arbeits- oder Wohnorten in Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Hessen und im Saarland an mehr als 100 Orten vor ihren Bildschirmen sitzen, sind acht Mitglieder der 15-köpfigen Kirchenleitung unter strengen Hygiene- und Abstandsregeln im Haus der Landeskirche in Düsseldorf präsent, um von dort aus die Sitzungen bis zum Freitag zu leiten. Auch die Vorsitzenden der sieben Ausschüsse der Synode sind dort, und führen heute und morgen ihre nicht öffentlichen Sitzungen durch. Alle öffentlichen Teile der Synode werden auf www.ekir.de/landessynode live im Internet übertragen. Die nächste öffentliche Sitzung steht am Donnerstag, 14. Januar, auf der Tagesordnung. Nach der Morgenandacht stellen sich dann die Kandidatin und die beiden Kandidaten für die Nachfolge von Präses Manfred Rekowski der Synode vor: Erste Eindrücke von Reiner Knieling, Thorsten Latzel und Almut van Niekerk hatten die Abgeordneten aus den 37 rheinischen Kirchenkreisen schon durch je einen Gottesdienst und ein Interview der Kandidierenden, die seit Anfang Dezember im Internet abrufbar sind, gewinnen können.
Wahlen auf elektronischem Weg
Die Wahlen der/des Präses und der anderen hauptamtlichen Mitglieder der Kirchenleitung werden mit dem Live Voting Tool „Polyas“ durchgeführt. Damit ist die Vertraulichkeit der Wahlen gesichert. Weitere Wahlen werden mit dem Umfragetool innerhalb von Zoom, dem genutzten Videokonferenzsystem, durchgeführt. Für die Abwicklung dieser in ihrer Form außergewöhnlichen Landessynode sind vor Ort und aus dem Homeoffice rund 60 Mitarbeitende des Landeskirchenamtes und externer Dienstleister zumeist hinter den Kulissen im Einsatz – vom Schreiben der Protokolle und der technischen Abwicklung der Videositzungen über den IT-Support und die Verpflegung von Kirchenleitung und Ausschussvorsitzenden bis hin zur Übertragung der Synode und der Pressekonferenzen im Internet und der regelmäßigen Information von Medien und Öffentlichkeit.
Stichwort: Aktuell 193 Synodale
Nach den Presbyteriumswahlen im vergangenen Jahr, bei denen die Leitungsgremien der rheinischen Kirchengemeinden neu besetzt wurden, haben die anschließend neu zusammengesetzten 37 Kreissynoden ihre Abgeordneten (Synodale) für die neue Wahlperiode der Landessynode gewählt. Der Landessynode gehören nominell 199 stimmberechtigte Mitglieder an. Derzeit sind allerdings nur 193 Mandate besetzt.
Foto: EKIR.de








