Vom Prinzip Volkskirche Abschied nehmen

Synode des Ev. Kirchenkreises Dinslaken tagt am 29.5. als Videokonferenz

„Die Volkskirche ist Geschichte, gesucht wird eine neue Gestalt von Kirche.“ Mit dieser These wird sich die Synode des Evangelischen Kirchenkreises Dinslaken am 29. Mai beschäftigen. Sie hat Kirchenrat Dr. Volker Haarmann von der Ev. Kirche im Rheinland zu Gast. Er wird in das landeskirchliche Impulspapier „Lobbyistin der Gottoffenheit. Zum öffentlichen Auftrag und Auftreten einer Minderheitskirche“ einführen. Dieses Impulspapier entwirft Zukunftsbilder und setzt Fragezeichen hinter bisherige Konstanten wie Steuerprivileg und Beamtenstatus von Pfarrer:innen.
Das wirft die Frage auf: Was kommt nach der Volkskirche? Wie kann Kirche in Zukunft „parteiliche Aktivistin“ werden und sich in gesellschaftliche und soziale Fragen einbringen? Wie kann ihr die Vermittlung des Evangeliums in die Gesellschaft hinein gelingen?

Die 67 Mitglieder des Kirchenparlamentes, das zweimal jährlich als Leitung des Ev. Kirchenkreises Dinslaken zusammen kommt, werden das Papier anschließend diskutieren. Sie tun das wie schon im vergangenen Herbst coronabedingt im Rahmen einer Videokonferenz.

Die weiteren Verhandlungen der Synode schließen sich dem Beratungs¬prozess an. Die Synode beginnt um 9 Uhr, das voraussicht¬liche Ende ist für ca. 13.30 Uhr geplant.

Foto: Dr. Volker Haarmann, ©ekir.de