…wo Nächstenliebe
praktisch wird .
Die Anfänge…
Sprachkurse müssen organisiert werden, alleinstehende Jugendliche suchen Betreuung, Kleiderspenden und Lebensmittel müssen verteilt werden, Flüchtlinge und Heimatvertriebene brauchen Wohnraum – ein langer Aufgabenkatalog für die Diakonie im Ev. Kirchenkreis Dinslaken Diese Herausforderungen beziehen sich allerdings nicht auf die aktuellen Krisen rund um den Globus.
Aus dieser Not entstand der erste Arbeitsauftrag der Diakonie im Ev. Kirchenkreis. Denn noch bis in die späten 50er Jahre litten viele in Deutschland unter den Folgen des Zweiten Weltkrieges. Um Menschen in materieller Not zu helfen und die Integration von Flüchtlingen aus dem Osten zu unterstützen, stellte der evangelische Kirchenkreis Dinslaken am 1. Juli 1958 eine hauptamtliche Fürsorgerin ein. Mit ihrem Dienstantritt schlug die Geburtsstunde der regionalen Diakonie, damals noch unter dem Firmenschild „Innere Mission und Hilfswerk“.
Mittlerweile arbeiten 120 Menschen in 23 Arbeitsbereichen an 11 Standorten. Die Aufgaben nahezu gleichgeblieben. „Die Themen passen immer noch. Unsere Arbeit ist nach wie vor notwendig. Armut ist weiterhin verbreitet – zwar auf eine andere Art, aber sie ist da“, berichten Alexandra Schwedtmann und Nicole Elsen-Mehring, Geschäftsführerinnen der Diakonie.
Diakonie ist Kirche, ist Ausdruck von Nächstenliebe und sozialer Verantwortung für eine Gesellschaft, geprägt von Humanität, Gerechtigkeit und Chancengleichheit. Dafür setzt sich das Team mit seinen Fähigkeiten und Erfahrungen ein.

Aktuell…
Der Schwerpunkt der Diakonie liegt aktuell in den Bereichen Beratung, Kinder- und Jugendhilfe, Ambulante betreutes Wohnen. Vor allem die Beratung in allen Lebenslagen ist immer wichtiger geworden. „Die Menschen brauchen Experten, die den Überblick behalten in einer Welt, die immer komplizierter und von Bürokratie geprägt wird“, erläutern Nicole Elsen-Mehring und Alexandra Schwedtmann.
Eine Herzensangelegenheit der Diakonie ist das Projekt „Kein Kind in Armut“. Denn mehr als 2,8 Millionen Kinder leben in Armut und brauchen Fürsprecher.
Bei dem alle zwei Jahre stattfindenden Benefiz-Konzert „Beats for benefit“, Sponsoren-Läufen und weiteren Aktionen werden Spenden gesammelt, die Kindern zu Gute kommen.
Weitere Infos unter: Link hier… (BfB-Seite – wird erstellt)

Gruppe Kampagne

Spendenplakat (Beats for Benefit Vol.2)

Fantastival mit BAP
Diakonie Historie
1957 Synodenbeschluss zur Einrichtung eines Diakonieausschusses
1958 Anstellung einer hauptamtlichen Fürsorgerin
1966 „Innere Mission und Hilfswerk“ werden umgewandelt in „Diakonisches Werk“
1968 Richtfest für das Haus des Kirchenkreises an der Duisburger Straße, dem künftigen Sitz des DW
1969 Der Betreuungsvereins für hilfsbedürftige Menschen wird ins Leben gerufen
1976 Einrichtung der Schwangerschaftskonfliktberatung
1977 Einrichtung des Jugendreferates
1979 Gründung der Diakoniestation e.V. mit Sitz in Hiesfeld
1983 Einstieg in die Arbeit mit Arbeitslosen und Gründung der Drogenberatung
1990 Einrichtung der Schuldnerberatung
1992 Die Fachberatung für Kindertagesstätten nimmt ihre Arbeit auf
1993 Gründung der Referate Frauenarbeit, Erwachsenenbildung und Flüchtlinge
1994 Der Kirchenkreis und neun ev. Gemeinden rufen den Berufshilfeverein ins Leben, der 2006 in den Diakonieverein überführt wird
2001 Ins umgebaute und erweiterte Haus der Kirche zieht das „Cafe Komm“ ein
2004 Beginn der Sprachförderung an Offenen Ganztagsschulen
2005 Start der aufsuchenden Jugendarbeit in Voerde
2006 aus der Berufshilfe wird der Diakonieverein e.V.
2008 Einstieg in das Ambulant Betreute Wohnen
2009 die Drogenberatung und die Stadt Dinslaken rufen das Projekt „Klar is Cool!“ – kommunale Jugendalkoholprävention ins Leben
2010 das Haus der Diakonie an der Wiesenstraße wird eröffnet
2011 der PDS-Jam der Aufsuchenden Jugendarbeit wird ins Leben gerufen
2012 die „Zivis“ sind jetzt FSJler – und in der Diakonie startet eine Frau als FsJ
2013 die Diakonie heißt neue Erdenbürger willkommen: das Wellcome-Projekt startet
2014 die SKB bietet eine Außensprechstunde in Voerde an
2015 das Psychosoziale Zentrum wird gegründet
2015 das Hexenhaus wird die Zentrale der Aufsuchenden Jugendarbeit
2018 Ins Haus an der Dorfkirche ziehen Mieter des Ambulant Betreuten Wohnens ein
2018 Die Diakonie eröffnet neben dem Voerder Kaufhaus der Diakonie das „Cafe Kömmchen“
2019 Haushaltsvolumen der Diakonie beträgt 1,8 Millionen Euro, rund 600,000 Euro aus Kirchensteuermitteln fließen darin ein.
(ergänzen bis 2025)
Begründer der diakonischen Arbeit:
Johann Hinrich Wichern (21.04.1808 – 07.04.1881)
Johann Hinrich Wichern ist die bedeutendste sozialpolitische Persönlichkeit der evangelischen Diakonie.
Vor dem Hintergrund der sozialen Not und zunehmender sozialer Aufstände gründeten evangelische Christen des 19. Jahrhunderts in ganz Deutschland Vereine und Anstalten für Kranke, Pflegebedürftige, Senioren, Fürsorge und Mission, um Not zu lindern und Missstände zu beseitigen. Für die Arbeit und das Engagement des Einzelnen für eine neue Ordnung und Verbesserung der bestehenden Gesellschaft, des Obrigkeitsstaates und der Kirche setzte Wichern sich ein.
1828–1831 Studium der Theologie in Göttingen und Berlin
1831 Nach dem Tod des Vaters muss er das Studium abbrechen. Seine Mutter verdient ihren Lebensunterhalt mit einer Pension für junge Männer, deren Lehrer sich Wichern wird
1832 Wichern wird Oberlehrer an der Sonntagsschule der Krameramtsstuben der St.-Michaelis-Kirche in Hamburg. Von hier aus unternimmt er die ersten Schritte zur Gründung eines Rettungshauses für Kinder
1833 Gründung des „Rettungshauses für rettungsbedürftige Kinder“ auf dem lutherischen Johannes-Falkschen Modell. Am Vorbild Hamburgs entsteht das Raue Haus in Horn mit zunächst drei Kindern. Das Raue Haus will Familienersatz für jüngere Kinder sein, in eigenen Werkstätten erhalten ältere Jungen eine praktische handwerkliche Ausbildung. Der große Zuspruch erfordert eine Lehrerbrüder-Ausbildung. Der spätere „Diakonen“-Gedanke erwächst aus seiner Gründung.
1844 Brüderanstalt.
1844 die „Fliegenden Blätter“, aus der später die „Monatsblätter für Innere Mission“ und spätere Organ des Central-Ausschusses hervorgeht
1849 Denkschrift „Die innere Mission der deutschen evangelischen Kirche als Programm“. Es entsteht ein Kirchentag in Wittenberg. 1848 gegründet „Central-Ausschuss für die Innere Mission“
1857 Wichern wird Mitglied des Ev. Oberkirchenrats in Berlin
1858 Gründung des Johannisstifts
1871 Letzte große Rede Wicherns über die Mitarbeit der evangelischen Kirche in den sozialen Fragen der Gegenwart
1881 Wichern verstirbt nach langer Krankheit
Mit seinem Programm der Inneren Mission fasste Johann Hinrich Wichern Initiativen zusammen, die bestimmten Bewegungen der Zeit entsprangen. Die Initiative zu einem gemeinsamen Werk der Inneren Mission, der Vorläufer des Diakonischen Werkes der EKD. Johann Hinrich Wichern gehört zu den großen organisatorischen Arbeitern der deutschen Christenheit, war im Bereich der Bildungs- und Sozialpolitik und beriet die preußische Regierung.
Quelle: Ursula Roger, Koordinatorin Wichernjahr 2008 im Diakonischen Werk der EKD (Text), Wikimedia Commons /Public Domain (Foto)

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