Henning Horstkamp = „Mecki-Bauer“

Henning Horstkamp ist Presbyter in Gahlen, Mitglied des KSV (Kreissynodalvorstand) und hat Mecki mit seinem Team in Gahlen umgebaut. Im Interview erzählt er uns ein wenig über sich, seine Meinung zu Kaffee und was die Ape ihm bedeutet.

 

Du hast unsere kleine Kaffee-Ape mit viel Herzblut umgebaut und Mecki damit auf den Weg geschickt. Was hat dich persönlich motiviert, ausgerechnet eine Ape zu einem Treffpunkt für Begegnung und Gemeinschaft zu machen?

Als mich Hanna und Katharina nach der Zukunftssynode auf die Idee ansprachen, haben wir uns zu einem ersten Gespräch getroffen. Dabei wurden Bilder von bereits bestehenden kirchlichen Projekten gezeigt. Ich habe mir alles genau angeschaut – und ziemlich schnell entstand der Name für unsere Vision: Mecki.

Was mich aber wirklich überzeugt hat, war die Begeisterung der beiden. Man konnte förmlich sehen, wie sehr sie für die Idee brennen. Sie haben mich mit ihrer Vision sofort angesteckt.

Ich dachte nur: Die werden das rocken – sie brauchen eigentlich nur noch eine Ape.

Diese Begeisterung hat mich motiviert, meinen Teil dazu beizutragen, damit Mecki auf die Straße kommt. Und ich wusste sofort, dass ich auch meinen Sohn für das Projekt begeistern kann. Gemeinsam haben wir geschraubt, geplant und manche Herausforderung gemeistert. Als Mecki schließlich unterwegs war und wir die ersten Fahrten gemacht haben, wurde schnell klar: Dieses kleine Fahrzeug zieht Menschen an, bringt sie zum Lächeln und schafft Gesprächsanlässe.

Spätestens da war klar, dass sich jede investierte Stunde gelohnt hat. Auch Rückschläge gehörten dazu – aber die Begeisterung für die Idee war immer größer als jedes Problem.

 

Du bist in deiner Rolle als Presbyter gleich in mehreren Projekten zur Zukunft der menschenskirche aktiv. Welche Rückmeldungen oder Begegnungen haben dich unterwegs besonders ermutigt, diesen Weg weiterzugehen?

Besonders ermutigend ist für mich die Zusammenarbeit mit den anderen Presbyterinnen und Presbytern der menschenskirche. Dabei habe ich erlebt, dass viele ähnliche Fragen, Sorgen und Herausforderungen bewegen. Gleichzeitig beeindruckt mich, mit wie viel Engagement und Zuversicht alle ihren Weg weitergehen.

Die Synoden sind für mich zu besonderen Orten geworden. Dort begegnen sich Menschen offen und auf Augenhöhe. Wenn man Ideen einbringen darf, erhält man oft ehrliche, wertschätzende und konstruktive Rückmeldungen – positive wie kritische. Genau dieser Austausch hilft dabei, Projekte weiterzuentwickeln und motiviert mich, dranzubleiben.

Als langjähriges und aktives Mitglied der Gahlener Gemeinde: Was hat unsere Kirche, das sie auf jeden Fall niemals verändern sollte?

Auf keinen Fall verlieren darf sie ihre Nähe zu den Menschen. Unsere Kirche lebt von Menschen, die füreinander da sind, miteinander lachen, feiern, helfen und auch schwierige Zeiten gemeinsam tragen.

Ebenso wichtig ist der enge Zusammenhalt mit den Vereinen und anderen Institutionen im Ort. Dieses Miteinander schafft Vertrauen, verbindet Generationen und sorgt dafür, dass Kirche ein lebendiger Teil der Gemeinschaft bleibt.

Wie erklärst du deinen Freunden das Wirken in den Projekten der menschenskirche?

Ich sage meistens ganz einfach: Ich mache das gerne und von Herzen.

Mein Engagement hilft mir dabei, die Art von Kirche zu erhalten, die ich selbst schätze und erleben möchte – offen, nahbar und mitten im Leben. Die Projekte der menschenskirche bringen für mich viel neue Frische und Leichtigkeit mit. Sie zeigen, dass Kirche auch neue Wege gehen kann, ohne ihre Wurzeln zu verlieren. Und ehrlich gesagt: Es tut mir einfach gut, dabei mitzuwirken.

Spielt Kaffee eine Rolle in deinem Leben und wenn ja, welche?

Ja, durchaus – allerdings eher in überschaubarem Rahmen. Ein oder zwei Tassen am Tag gehören dazu.

Welchen Kaffee oder damit verbundenen Ort/Moment wirst du nie vergessen?

Wenn ich ehrlich bin, fallen mir spontan mehr besondere Momente zum Bier ein ;-)…

Was verbindesst du mit den Menschen in der Region und im Kirchenkreis?

Heimat, Zusammenhalt und Verantwortung.

Ich erlebe viele Menschen, die fest in ihrer Region verwurzelt sind und sich für ihr Umfeld engagieren. Man kennt sich, unterstützt sich und übernimmt Verantwortung füreinander. Das macht unsere Region und auch unseren Kirchenkreis aus.

Was hilft dir, wenn du Sorgen hast?

Dann sind Familie und Freunde für mich besonders wichtig. Außerdem hilft es mir, draußen unterwegs zu sein – am liebsten bei einem Spaziergang im Wald.

Und manchmal hilft es auch, sich ein Projekt vorzunehmen, den Kopf freizubekommen und etwas mit den eigenen Händen zu schaffen…..wie eine Ape umzubauen.