Rund 70 gesegnete Paare, davon 22 kirchlich getraut; zwei Täuflinge, 12 Tattoos, 100te Liter gekühlte Getränke, 90 Hochzeits-Cupcakes, 25 Segnende und 30 ehrenamtliche Helfer*innen. Das sind nackten Zahlen rund um die 2. Pop Up-Hochzeit in Götterswickerhamm am 27.Juni 2026. Aber hinter diesen Zahlen verbergen sich wunderschöne oder bewegende Geschichten von Paaren, die sich trotz der Hitze – zeitweise waren es 40 Grad im Schatten – auf dem Weg zum Rhein gemacht haben.
Diese Paare vereint, dass sie alle ihre Liebe vor Gott segnen lassen wollten. Egal ob sie schon seit 25 Jahre verheiratet sind, frischt verliebt sind oder einer, der beiden, sehr schwer erkrankt ist. Genauso unterschiedlich wie die Anlässe war auch das Outfit der Menschen. Trotz der tropischen Temperaturen kamen viele in wunderschönen Brautkleidern und schicken Anzügen, ebenso wie in kurzer Hose und Sommerkleid und ein Mann und eine Frau trugen eine Wikinger-Kluft.
„All diese Liebenden haben diesen Tag zu etwas ganz Besonderem gemacht,“ so Pfarrerin Katharina Bous, Mitorganisatorin der Pop Up-Hochzeit. „Es gab nur positives Feedback. So hat sich ein Paar bei mir für die liebevolle, warmherzige und stressfreie Begleitung bedankt. Vielen hat zudem die ganz persönliche Atmosphäre und das Einfühlungsvermögen der Segnenden gefallen“, berichtete sie weiter.
Aber auch die Segnenden selbst waren durchweg begeistert „Ich war ganz überrascht, wie tief man in 15 Minuten Gespräch mit den Paaren kommt. Es sind so viele Tränen geflossen und war so berührend für alle“, so einer der Segnenden anschließend.
Erstmalig wurde vor der Segnung der Eltern ein kleines Baby getauft und bei einem Paar ließ sich einer von beiden zuvor taufen. Im Anschluss an ihre Zeremonie ließen sich viele noch ein kleines Erinnerungs-Tattoo von Frank Prescher von Ritos Antigos Tattoo und Piercing aus Dinslaken stechen. Zur Auswahl standen geschwungene Herzen, ein Herz mit Datum, eine Rose mit Datum und die Schinkelkirche mit Datum. Neben den Tattoos war vor allem die kostenlosen Kaltgetränke für alle der Renner. Die Cupcakes für die Paare wurden wie vor zwei Jahren schon von der Kinderwelt des Ev. Kirchenkreises Dinslaken gespendet. Zudem konnten sich die Paare einen Blumenstrauß vor Ort beim Team vom Blumenladen Wüster aus Dinslaken erwerben. Das Honorar für das Tattoo-Studio spendet Frank Prescher übrigens der Diakonie im Ev. Kirchenkreis Dinslaken für ihr Projekt „Kein Kind in Armut“.
„Allen die das wunderschöne Ereignis verpasst haben, kann ich versichern, dass dies nicht die letzte Pop Up-Hochzeit der menschenskirche war“, erklärt Katharina Bous abschließend. Wann und wo stehe jedoch noch nicht fest.
HIER geht es zum Abschlussfilm.