Landeskirchen fordern Aufnahme weiterer Flüchtlinge

Sofortige Hilfe für Schutzsuchende aus den Lagern Lipa und Moria

Düsseldorf/Bielefeld/Detmold (12. Februar 2021). Die Evangelische Kirche im Rheinland, die Evangelische Kirche von Westfalen und die Lippische Landeskirche setzen sich mit Nachdruck für humanitäre Hilfen und faire Zukunftsperspektiven für Geflüchtete ein.

Alle drei Landeskirchen haben sich bereits im November 2020 und Januar 2021 auf ihren jeweiligen Synoden für eine gesamteuropäische humanitäre Flüchtlingspolitik ausgesprochen und Land und Kommunen konkrete Unterstützung bei der Aufnahme weiterer Flüchtlinge angeboten. (siehe auch Pressemitteilung 19/2021) Sie fordern Bundes- und Landesregierung gemeinsam zum schnellen Handeln auf.

Kirchen verlangen Schaffung eines Landesaufnahmeprogramms
Angesichts der immer noch dramatischen Situation in den Flüchtlingslagern auf dem Balkan und in Griechenland fordern die evangelischen Kirchen in Nordrhein-Westfalen die Schaffung eines Landesaufnahmeprogramms zur sofortigen Aufnahme von Schutzsuchenden aus dem niedergebrannten Lager Lipa (Bosnien-Herzegowina) und von den griechischen Inseln, insbesondere dem Flüchtlingslager Moria auf Lesbos. Die Geflüchteten, darunter zahlreiche Kinder und alte Menschen, leiden unter Gewalt, Obdachlosigkeit, Hunger und Durst sowie mangelnder medizinischer Versorgung. Die rheinische Kirche, die zudem in den Bundesländern Rheinland-Pfalz, Hessen und Saarland vertreten ist, macht sich auch bei den dortigen Regierungen für eine solche Aufnahme stark.

Gemeinden und diakonische Werke helfen bei Integration
„Kirchengemeinden und diakonische Werke sind bereit, die kurzfristige humanitäre Aufnahme und die Integration der aufgenommenen Menschen zu unterstützen, auch über die Zuweisungsquote hinaus“, sagt Dr. Jan-Dirk Döhling, Dezernent für Gesellschaftliche Verantwortung in der Evangelischen Kirche von Westfalen, stellvertretend für die drei Landeskirchen. 2000 zusätzlichen Geflüchteten könne somit geholfen werden.

Autorin:
Andrea Rose, stv. Pressesprecherin der Evangelischen Kirche von Westfalen

Kontakt: Pressesprecher Jens Peter Iven, jens.iven@ekir.de, Telefon 0211 4562-373

Video-Botschaft
„Die Situation der Flüchtlinge schreit zum Himmel“, betonte Präses Manfred Rekowski, leitender Geistlicher der Evangelischen Kirche im Rheinland, bereits am 7. Januar 2021 in einer Video-Botschaft. Darin nahm er vor allem die „menschenunwürdige Situation“ der Flüchtlinge in den Lagern am Rande der Europäischen Union in den Blick und forderte Bundesregierung und EU zum Handeln auf. „Das dürfen wir nicht hinnehmen. Das darf nicht sein, dass Menschen in Europa so leben müssen.“

Bei Anruf Andacht – Aktion der Ev. Kirchengemeinde Walsum-Vierlinden

Am Aschermittwoch startet wieder die Aktion der Ev. Kirchen zur Fastenzeit. Diesmal unter dem Thema „Spielraum. 7 Wochen ohne Blockaden“.
Pfarrerin Elke Voigt und Pfarrer Johannes Brakensiek aus der Ev. Kirchengemeinde Walsum-Vierlinden sprechen wöchentliche Impulse zur Fastenaktion „Spielraum. 7 Wochen ohne Blockaden“ als Telefonandacht ein, da Treffen vor Ort noch nicht wieder möglich sind. Aus anderen Kirchengemeinden ist diese Idee vielleicht schon bekannt unter dem Titel „Bei Anruf Andacht“: Man ruft eine Telefonnummer an und bekommt wöchentlich einen neuen Andachtsimpuls abgespielt.
Die Impulse der Kirchengemeinde werden ab Aschermittwoch, den 17. Februar, unter der Telefonnummer

(0203) 92879879 (Ortsgespräch)

zu hören sein. Jeden Mittwoch wird bis zur Woche vor Ostern (Karwoche) ein neuer Impulse eingespielt. Die Impulse werden parallel auch als Podcast auf der Homepage unter walsum-vierlinden.de veröffentlicht.
Die Kirchengemeinde lädt herzlich ein und freut sich auch über Rückmeldungen an die beiden Theologen.

Monika Ruge wird Pfarrerin in Walsum-Vierlinden

Im Januar hat  Superintendent Friedhelm Waldhausen das Presbyterium (Leitungsgremium) der Ev. Kirchengemeinde Walsum-Vierlinden zum Wahlgottesdienst in das Martin-Niemöller-Haus eingeladen. Das Presbyterium war mit seinen 17 Mitgliedern vollständig anwesend. Wegen der aktuellen Bedingungen wurde natürlich streng auf Hygieneschutzmaßnahmen geachtet. Die Gemeinde war eingeladen, den Gottesdienst mit Predigt von Pfr. Waldhausen über YouTube-Livestream und am Telefon zu verfolgen.

Die Kirchengemeinde freut sich mitteilen zu können, dass das Presbyterium Frau Pfarrerin Monika Ruge im Wahlgottesdienst am 17.01.2021 einstimmig als Pfarrerin in die vakante Pfarrstelle der Kirchengemeinde gewählt hat.

 

Landessynode tagt an mehr als 100 Orten – als Videokonferenz

Düsseldorf (12. Januar 2021).  Zum Schutz vor Corona-Infektionen findet die Tagung des obersten Leitungsgremiums der rheinischen Kirche nicht als Präsenzveranstaltung am angestammten Ort Bad Neuenahr statt. Stattdessen sind die Synodalen und die beratenden Mitglieder unter der Leitung von Präses Manfred Rekowski online verbunden.

Präsidium leitet die alljährliche Tagung von Düsseldorf aus
Während die Synodalen von ihren Arbeits- oder Wohnorten in Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Hessen und im Saarland an mehr als 100 Orten vor ihren Bildschirmen sitzen, sind acht Mitglieder der 15-köpfigen Kirchenleitung unter strengen Hygiene- und Abstandsregeln im Haus der Landeskirche in Düsseldorf präsent, um von dort aus die Sitzungen bis zum Freitag zu leiten. Auch die Vorsitzenden der sieben Ausschüsse der Synode sind dort, und führen heute und morgen ihre nicht öffentlichen Sitzungen durch. Alle öffentlichen Teile der Synode werden auf www.ekir.de/landessynode live im Internet übertragen. Die nächste öffentliche Sitzung steht am Donnerstag, 14. Januar, auf der Tagesordnung. Nach der Morgenandacht stellen sich dann die Kandidatin und die beiden Kandidaten für die Nachfolge von Präses Manfred Rekowski der Synode vor: Erste Eindrücke von Reiner Knieling, Thorsten Latzel und Almut van Niekerk hatten die Abgeordneten aus den 37 rheinischen Kirchenkreisen schon durch je einen Gottesdienst und ein Interview der Kandidierenden, die seit Anfang Dezember im Internet abrufbar sind, gewinnen können.

Wahlen auf elektronischem Weg
Die Wahlen der/des Präses und der anderen hauptamtlichen Mitglieder der Kirchenleitung werden mit dem Live Voting Tool „Polyas“ durchgeführt. Damit ist die Vertraulichkeit der Wahlen gesichert. Weitere Wahlen werden mit dem Umfragetool innerhalb von Zoom, dem genutzten Videokonferenzsystem, durchgeführt. Für die Abwicklung dieser in ihrer Form außergewöhnlichen Landessynode sind vor Ort und aus dem Homeoffice rund 60 Mitarbeitende des Landeskirchenamtes und externer Dienstleister zumeist hinter den Kulissen im Einsatz – vom Schreiben der Protokolle und der technischen Abwicklung der Videositzungen über den IT-Support und die Verpflegung von Kirchenleitung und Ausschussvorsitzenden bis hin zur Übertragung der Synode und der Pressekonferenzen im Internet und der regelmäßigen Information von Medien und Öffentlichkeit.

Stichwort: Aktuell 193 Synodale
Nach den Presbyteriumswahlen im vergangenen Jahr, bei denen die Leitungsgremien der rheinischen Kirchengemeinden neu besetzt wurden, haben die anschließend neu zusammengesetzten 37 Kreissynoden ihre Abgeordneten (Synodale) für die neue Wahlperiode der Landessynode gewählt. Der Landessynode gehören nominell 199 stimmberechtigte Mitglieder an. Derzeit sind allerdings nur 193 Mandate besetzt.

Foto: EKIR.de

Informationen und Livestream von der Landessynode

Die 74. Tagung der Landessynode unserer Kirche tagt zum ersten Mal als Videokonferenz. Auch die Delegierten unseres Kirchenkreises sind Teil der großen virtuellen Versammlung. Auf EKIR.de können Sie den Gottesdienst anschauen, der am Montag zur Eröffnung stattgefunden hat, sie können per Livestream die Präseswahlen am Donnerstag Vormittag verfolgen und zahlreiche Informationen und Beschlüsse abrufen. Seien Sie mit dabei: http://www.ekir.de/landessynode .

Neu gewählte Mitglieder des Kreissynodalvorstandes im Gottesdienst eingeführt

Am 7. November tagte – digital – die Kreissynode des Ev. Kirchenkreises Dinslaken. Bei dieser Versammlung der Gemeindedeligierten standen in diesem Jahr auch Wahlen auf der Tagesordnung.

Neben den Fachausschüssen besetzte die Synode auch die Fachbeauftragungen für die verschiedenen Sonderaufgaben des Kirchenkreises neu: von der Notfallseelsorge über die Beauftragung für Sekten-und Weltanschauungsfragen bis hin zum christlich-islamischen Gespräch – um nur einige wenige herauszugreifen.

Mitglieder des Leitungsgremiums neu- und wiedergewählt

Auch für das ständige Leitungsgremium des Kirchenkreises, den Kreissynodalvorstand, war die Hälfte der Plätze für acht Jahre neu oder wieder zu besetzen. Wiedergewählt wurde die Stellvertreterin des Superintendenten, Assessorin Susanne Jantsch, ebenso die Beisitzer Hermann Driesen, mit Stellvertreterin Jutta Bennerowitz, und der 2. Stellvertretende Schriftführer Christoph Weßler. Neu in das Leitungsgremium gewählt wurden Hanna Maas als 1. Stellvertretende Schriftführerin, Beisitzerin Heike Emmerling und ihr Stellvertreter Henning Horstkamp.

Einführung im Gottesdienst

Diese neuen Mitglieder des Leitungsgremiums führte Superintendent Friedhelm Waldhausen am 11.12. im Rahmen eines Gottesdienstes in der Hünxer Dorfkirche offiziell in ihr Amt ein. Er bedankte sich im Rahmen des Gottesdienstes auch bei den ausscheidenden Mitgliedern des Kreissynodalvorstandes herzlich für ihr Engagement, ihr Mitdenken und -gestalten.

@stadt.land.pfarramt gewinnt zweiten Platz bei EKiR-Medienpreis

Zum zweiten Mal hat die Evangelische Kirche im Rheinland im November den Medienpreis für digitale Projekte vergeben. Zum Medienpreis konnten Gemeinden, Kirchenkreise, kirchliche Einrichtungen, Arbeitskreise und Initiativen aus dem Raum der rheinischen Kirche Projekte und Ideen einreichen, bei denen digitale Medien eine zentrale Rolle spielen und das kirchliche Leben bereichern.

Den zweiten Preis unter den mehr als 50 eingereichten Projekten erhielt der Instagram-Kanal @stadt.land.pfarramt, der von Mirko Lipski-Reinhardt, dem ev. Pfarrer in Hünxe-Bruckhausen, mitgestaltet wird. Der erste Preis ging an den Podcast Ohrenkirche für Kids, der dritte an das Jugendgottesdienst-Projekt #upload.

Digitale Preisverleihung

Passend zum Preis fand die Verleihung digital in der virtuellen Realität statt. Sie wurde außerdem auf die Videoplattformen Zoom und YouTube übertragen. Sowohl Präses Manfred Rekowski als auch die Gewinnerinnen und Gewinnern trafen sich dort als Avatare. Damit Präses Manfred Rekowski die Medienpreise im virtuellen Raum übergeben konnte, wurde ein lebensechter Avatar von seiner Person erstellt. Dazu wurde er von der Firma doob von einem mit 66 Kameras ausgestatteten Scanner fotografiert. Auf dieser Datengrundlage wurde sein dreidimensionaler Avatar mittels Software und Künstlicher Intelligenz modelliert. So wurde bei der virtuellen Preisverleihung möglich, was leider in der realen Welt aus Infektionsschutzgründen gerade nicht geht: sich ungezwungen begegnen und beispielsweise auch per Handschlag gratulieren.

Die Corona-Pandemie hat die Digitalisierung auf der Gemeindeebene vorangetrieben. „Es wird“ sagte Präses Manfred Rekowski bei der Preisverleihung, „kein Zurück mehr zur Vor-Corona-Zeit geben. Ich bin zuversichtlich, dass unsere Gemeinden die neu erprobten digitalen Möglichkeiten weiter nutzen werden.“

Raus aus der Kirchenblase

Der Instagram-Kanal @stadt.land.pfarramt wird von dem Pfarrer Mirko Lipski-Reinhardt, und den beiden Pfarrerinnen Anne-Berit Fastenrath und Christina Bernschein bespielt. Sie kennen sich seit ihrer Vikariatszeit und sind auch danach, trotz ihrer Arbeit in verschiedenen Landeskirchen, im ständigen Austausch geblieben. Die drei wollen mit dem digitalen Projekt, so beschreiben sie es in der Projekteinreichung, vor allem „die Altersgruppe 30+ erreichen, die im Gemeindealltag selten passende Angebote findet“.

Ziel ist es, auf dem Medium Instagram Menschen anzusprechen und kirchliche Themen mit alltäglichen Beobachtungen zu verknüpfen. Die Texte sind manches Mal gefällig und wohlfühlig, an anderen Tagen politisch und provokant.

Sie selbst beschreiben es so:
Anni & Mirko & Christina – Drei Bilder. Drei Texte. Drei Pfarrer:innen.
Ein Thema. Immer sonntags um 18:50 Uhr.

Start des Projektes war der 4. April 2020. In ihren Texten verorten sie das jeweilige Thema in ihrer persönlichen Lebenssituation oder der gesellschaftlichen Diskussion. Der Charme bei diesem Format ist, dass es die Themen immer aus drei Perspektiven beleuchtet, der Perspektive einer Pfarrerin aus dem Kirchenkreis Trier, eines Pfarrers aus der Gemeinde Hünxe und einer Pfarrerin aus der Gemeinde Hambühren (Landeskirche Hannover). Die fixe Uhrzeit der Veröffentlichung wurde augenzwinkenrnd auf sonntags 18:50 Uhr festgelegt. Die Zeit, zu der einst die Lindenstraße begann.

 

 

Zum Gedenken an die Opfer der Reichspogromnacht in Dinslaken

Die Gedenkfeier am Dinslakener Mahnmal in diesem Jahr ist aus mehreren Gründen anders verlaufen ist, als geplant. Die Schülerinnen und Schüler, die mit der Gestaltung der Gedenkfeier betraut waren, waren am 10. November alle in Quarantäne. Dennoch war die inhaltliche Gestaltung fertig. So soll nun hier das, was sie erarbeitet haben, gewürdigt werden. Lesen Sie, was die Schülerinnen und Schüler zu sagen haben als Mahnung und zum Gedenken.
Gedenken Novemberpogrome 2020 (EBGS, LK)

Foto: Ri Butov auf Pixabay

Mit Zuversicht und Widerstandsvermögen

Synode des Ev. Kirchenkreises Dinslaken tagte als Videokonferenz

Wenn 62 Hauptamtliche und Laien zu einer Videokonferenz zusammenkommen, um über die Aufgaben des Ev. Kirchenkreises Dinslaken zu verhandeln und abzustimmen, dann ist das schon etwas Besonderes im Vergleich zu früheren Jahren. Coronabedingt tagte das Kirchenparlament mit Vertreter*innen aus den acht Kirchengemeinden digital – und trotzdem öffentlich. Wer als Gast teilnehmen wollte, konnte das nach vorheriger Anmeldung tun. Und diese Möglichkeit wurde durchaus genutzt.

Nicht nur die neue Form zeigte, dass die Ev. Kirche in der Region sich den Herausforderungen stellt, die die gegenwärtige Situation mit sich bringt. Auch inhaltlich war dem Bericht von Superintendent Friedhelm Waldhausen anzumerken, dass die globalen Herausforderungen ihn umtreiben: Nicht nur die Pandemie werfe ihre Schatten auf die gegenwärtige Lage.  Auch die Klimakrise, die Asylpolitik, der zunehmenden Rechtspopulismus  und die Digitalisierung belasten die Menschen. „Wir haben als Christ*innen“ so Waldhausen in Anlehnung an die große Theologin Dorothee Sölle, „kein Recht, uns diesen Herausforderungen zu ergeben. Uns ist die alte Aufgabe der Zuversicht gestellt: es geht darum, in harten Zeiten unter dramatischen Lebensumständen optimistisch zu bleiben  und angemessen zu handeln.“ Bei diesem angemessenen Handeln, sollen Fragen leitend sein wie: „Wie können wir den Menschen nahe sein? Was brauchen die Menschen von uns, angesichts der Veränderungen?“

Öffentlichkeitsarbeit wird ausgebaut

In den vergangenen Jahren hat der Kirchenkreis Dinslaken das durch einen Ausbau der Ev. Kinderwelt und eine Stärkung der diakonischen Angebote und Beratungseinrichtungen umgesetzt. In diesem Jahr lag der Schwerpunkt auf einer Stärkung der Öffentlichkeitsarbeit. Mit der viel beachteten Image-Kampagne „menschenskirche.“ und der professionellen Neugestaltung von Internetseiten und Flyern ist in diesem Bereich 2020 schon ein umfangreicher Aufschlag erfolgt. Das soll weitergeführt werden durch den Ausbau der sozialen Netzwerke, der u.a. die zahlreichen Angebote der Diakonie bekannt machen soll. Da es dazu mehr professionelle Arbeitskraft braucht, befürwortete die Synode die Aufstockung der kreiskirchlichen Öffentlichkeitsarbeit um eine halbe Stelle.

Protest gegen die Landeskürzungen für Flüchtlingsberatungsstellen

Widerstand zeigen und handeln wollte die Synode auch angesichts der am 6. Oktober bekannt gegebenen Pläne der Landesregierung, Kürzungen in der Finanzierung der Flüchtlingsberatungsstellen in NRW vorzunehmen. Von solchen Kürzungen ist auch das Psychosoziale Zentrum am Bahnhofsplatz in Dinslaken, das die Diakonie Dinslaken zusammen mit dem AWO Kreisverband Wesel e.V betreibt, betroffen. Die Synode protestiert darum gegen diese geplanten Kürzungen und betont in ihrem Beschluss: durch diese Pläne der Landesregierung „ist die Flüchtlingsberatung in NRW insgesamt gefährdet. Ein massiver Stellenabbau ist zu befürchten.“ Um die Kürzungen abzufangen, käme auf die Diakonie ein deutlich höherer Eigenanteil zu, verbandübergreifende Dienste und Koordinationen wären gefährdet, von denen auch das PSZ Dinslaken profitiert.

Und nicht zuletzt, genehmigte die Synodalversammlung auch die Haushalte für das Jahr 2021 für den Kirchenkreis, das Diakonische Werk und die Ev. Kinderwelt. Coronabedingt sind für das kommende Jahr voraussichtlich Kirchensteuerrückgänge in Höhe von 12,5% zu erwarten. Diese Rückgänge konnten aber durch vorsichtige Planungen der Verwaltung in den letzten Jahren und geringere Abgaben für landeskirchliche Aufgaben abgefangen werden.