Informationen und Livestream von der Landessynode

Die 74. Tagung der Landessynode unserer Kirche tagt zum ersten Mal als Videokonferenz. Auch die Delegierten unseres Kirchenkreises sind Teil der großen virtuellen Versammlung. Auf EKIR.de können Sie den Gottesdienst anschauen, der am Montag zur Eröffnung stattgefunden hat, sie können per Livestream die Präseswahlen am Donnerstag Vormittag verfolgen und zahlreiche Informationen und Beschlüsse abrufen. Seien Sie mit dabei: http://www.ekir.de/landessynode .

Neu gewählte Mitglieder des Kreissynodalvorstandes im Gottesdienst eingeführt

Am 7. November tagte – digital – die Kreissynode des Ev. Kirchenkreises Dinslaken. Bei dieser Versammlung der Gemeindedeligierten standen in diesem Jahr auch Wahlen auf der Tagesordnung.

Neben den Fachausschüssen besetzte die Synode auch die Fachbeauftragungen für die verschiedenen Sonderaufgaben des Kirchenkreises neu: von der Notfallseelsorge über die Beauftragung für Sekten-und Weltanschauungsfragen bis hin zum christlich-islamischen Gespräch – um nur einige wenige herauszugreifen.

Mitglieder des Leitungsgremiums neu- und wiedergewählt

Auch für das ständige Leitungsgremium des Kirchenkreises, den Kreissynodalvorstand, war die Hälfte der Plätze für acht Jahre neu oder wieder zu besetzen. Wiedergewählt wurde die Stellvertreterin des Superintendenten, Assessorin Susanne Jantsch, ebenso die Beisitzer Hermann Driesen, mit Stellvertreterin Jutta Bennerowitz, und der 2. Stellvertretende Schriftführer Christoph Weßler. Neu in das Leitungsgremium gewählt wurden Hanna Maas als 1. Stellvertretende Schriftführerin, Beisitzerin Heike Emmerling und ihr Stellvertreter Henning Horstkamp.

Einführung im Gottesdienst

Diese neuen Mitglieder des Leitungsgremiums führte Superintendent Friedhelm Waldhausen am 11.12. im Rahmen eines Gottesdienstes in der Hünxer Dorfkirche offiziell in ihr Amt ein. Er bedankte sich im Rahmen des Gottesdienstes auch bei den ausscheidenden Mitgliedern des Kreissynodalvorstandes herzlich für ihr Engagement, ihr Mitdenken und -gestalten.

@stadt.land.pfarramt gewinnt zweiten Platz bei EKiR-Medienpreis

Zum zweiten Mal hat die Evangelische Kirche im Rheinland im November den Medienpreis für digitale Projekte vergeben. Zum Medienpreis konnten Gemeinden, Kirchenkreise, kirchliche Einrichtungen, Arbeitskreise und Initiativen aus dem Raum der rheinischen Kirche Projekte und Ideen einreichen, bei denen digitale Medien eine zentrale Rolle spielen und das kirchliche Leben bereichern.

Den zweiten Preis unter den mehr als 50 eingereichten Projekten erhielt der Instagram-Kanal @stadt.land.pfarramt, der von Mirko Lipski-Reinhardt, dem ev. Pfarrer in Hünxe-Bruckhausen, mitgestaltet wird. Der erste Preis ging an den Podcast Ohrenkirche für Kids, der dritte an das Jugendgottesdienst-Projekt #upload.

Digitale Preisverleihung

Passend zum Preis fand die Verleihung digital in der virtuellen Realität statt. Sie wurde außerdem auf die Videoplattformen Zoom und YouTube übertragen. Sowohl Präses Manfred Rekowski als auch die Gewinnerinnen und Gewinnern trafen sich dort als Avatare. Damit Präses Manfred Rekowski die Medienpreise im virtuellen Raum übergeben konnte, wurde ein lebensechter Avatar von seiner Person erstellt. Dazu wurde er von der Firma doob von einem mit 66 Kameras ausgestatteten Scanner fotografiert. Auf dieser Datengrundlage wurde sein dreidimensionaler Avatar mittels Software und Künstlicher Intelligenz modelliert. So wurde bei der virtuellen Preisverleihung möglich, was leider in der realen Welt aus Infektionsschutzgründen gerade nicht geht: sich ungezwungen begegnen und beispielsweise auch per Handschlag gratulieren.

Die Corona-Pandemie hat die Digitalisierung auf der Gemeindeebene vorangetrieben. „Es wird“ sagte Präses Manfred Rekowski bei der Preisverleihung, „kein Zurück mehr zur Vor-Corona-Zeit geben. Ich bin zuversichtlich, dass unsere Gemeinden die neu erprobten digitalen Möglichkeiten weiter nutzen werden.“

Raus aus der Kirchenblase

Der Instagram-Kanal @stadt.land.pfarramt wird von dem Pfarrer Mirko Lipski-Reinhardt, und den beiden Pfarrerinnen Anne-Berit Fastenrath und Christina Bernschein bespielt. Sie kennen sich seit ihrer Vikariatszeit und sind auch danach, trotz ihrer Arbeit in verschiedenen Landeskirchen, im ständigen Austausch geblieben. Die drei wollen mit dem digitalen Projekt, so beschreiben sie es in der Projekteinreichung, vor allem „die Altersgruppe 30+ erreichen, die im Gemeindealltag selten passende Angebote findet“.

Ziel ist es, auf dem Medium Instagram Menschen anzusprechen und kirchliche Themen mit alltäglichen Beobachtungen zu verknüpfen. Die Texte sind manches Mal gefällig und wohlfühlig, an anderen Tagen politisch und provokant.

Sie selbst beschreiben es so:
Anni & Mirko & Christina – Drei Bilder. Drei Texte. Drei Pfarrer:innen.
Ein Thema. Immer sonntags um 18:50 Uhr.

Start des Projektes war der 4. April 2020. In ihren Texten verorten sie das jeweilige Thema in ihrer persönlichen Lebenssituation oder der gesellschaftlichen Diskussion. Der Charme bei diesem Format ist, dass es die Themen immer aus drei Perspektiven beleuchtet, der Perspektive einer Pfarrerin aus dem Kirchenkreis Trier, eines Pfarrers aus der Gemeinde Hünxe und einer Pfarrerin aus der Gemeinde Hambühren (Landeskirche Hannover). Die fixe Uhrzeit der Veröffentlichung wurde augenzwinkenrnd auf sonntags 18:50 Uhr festgelegt. Die Zeit, zu der einst die Lindenstraße begann.

 

 

Zum Gedenken an die Opfer der Reichspogromnacht in Dinslaken

Die Gedenkfeier am Dinslakener Mahnmal in diesem Jahr ist aus mehreren Gründen anders verlaufen ist, als geplant. Die Schülerinnen und Schüler, die mit der Gestaltung der Gedenkfeier betraut waren, waren am 10. November alle in Quarantäne. Dennoch war die inhaltliche Gestaltung fertig. So soll nun hier das, was sie erarbeitet haben, gewürdigt werden. Lesen Sie, was die Schülerinnen und Schüler zu sagen haben als Mahnung und zum Gedenken.
Gedenken Novemberpogrome 2020 (EBGS, LK)

Foto: Ri Butov auf Pixabay

Mit Zuversicht und Widerstandsvermögen

Synode des Ev. Kirchenkreises Dinslaken tagte als Videokonferenz

Wenn 62 Hauptamtliche und Laien zu einer Videokonferenz zusammenkommen, um über die Aufgaben des Ev. Kirchenkreises Dinslaken zu verhandeln und abzustimmen, dann ist das schon etwas Besonderes im Vergleich zu früheren Jahren. Coronabedingt tagte das Kirchenparlament mit Vertreter*innen aus den acht Kirchengemeinden digital – und trotzdem öffentlich. Wer als Gast teilnehmen wollte, konnte das nach vorheriger Anmeldung tun. Und diese Möglichkeit wurde durchaus genutzt.

Nicht nur die neue Form zeigte, dass die Ev. Kirche in der Region sich den Herausforderungen stellt, die die gegenwärtige Situation mit sich bringt. Auch inhaltlich war dem Bericht von Superintendent Friedhelm Waldhausen anzumerken, dass die globalen Herausforderungen ihn umtreiben: Nicht nur die Pandemie werfe ihre Schatten auf die gegenwärtige Lage.  Auch die Klimakrise, die Asylpolitik, der zunehmenden Rechtspopulismus  und die Digitalisierung belasten die Menschen. „Wir haben als Christ*innen“ so Waldhausen in Anlehnung an die große Theologin Dorothee Sölle, „kein Recht, uns diesen Herausforderungen zu ergeben. Uns ist die alte Aufgabe der Zuversicht gestellt: es geht darum, in harten Zeiten unter dramatischen Lebensumständen optimistisch zu bleiben  und angemessen zu handeln.“ Bei diesem angemessenen Handeln, sollen Fragen leitend sein wie: „Wie können wir den Menschen nahe sein? Was brauchen die Menschen von uns, angesichts der Veränderungen?“

Öffentlichkeitsarbeit wird ausgebaut

In den vergangenen Jahren hat der Kirchenkreis Dinslaken das durch einen Ausbau der Ev. Kinderwelt und eine Stärkung der diakonischen Angebote und Beratungseinrichtungen umgesetzt. In diesem Jahr lag der Schwerpunkt auf einer Stärkung der Öffentlichkeitsarbeit. Mit der viel beachteten Image-Kampagne „menschenskirche.“ und der professionellen Neugestaltung von Internetseiten und Flyern ist in diesem Bereich 2020 schon ein umfangreicher Aufschlag erfolgt. Das soll weitergeführt werden durch den Ausbau der sozialen Netzwerke, der u.a. die zahlreichen Angebote der Diakonie bekannt machen soll. Da es dazu mehr professionelle Arbeitskraft braucht, befürwortete die Synode die Aufstockung der kreiskirchlichen Öffentlichkeitsarbeit um eine halbe Stelle.

Protest gegen die Landeskürzungen für Flüchtlingsberatungsstellen

Widerstand zeigen und handeln wollte die Synode auch angesichts der am 6. Oktober bekannt gegebenen Pläne der Landesregierung, Kürzungen in der Finanzierung der Flüchtlingsberatungsstellen in NRW vorzunehmen. Von solchen Kürzungen ist auch das Psychosoziale Zentrum am Bahnhofsplatz in Dinslaken, das die Diakonie Dinslaken zusammen mit dem AWO Kreisverband Wesel e.V betreibt, betroffen. Die Synode protestiert darum gegen diese geplanten Kürzungen und betont in ihrem Beschluss: durch diese Pläne der Landesregierung „ist die Flüchtlingsberatung in NRW insgesamt gefährdet. Ein massiver Stellenabbau ist zu befürchten.“ Um die Kürzungen abzufangen, käme auf die Diakonie ein deutlich höherer Eigenanteil zu, verbandübergreifende Dienste und Koordinationen wären gefährdet, von denen auch das PSZ Dinslaken profitiert.

Und nicht zuletzt, genehmigte die Synodalversammlung auch die Haushalte für das Jahr 2021 für den Kirchenkreis, das Diakonische Werk und die Ev. Kinderwelt. Coronabedingt sind für das kommende Jahr voraussichtlich Kirchensteuerrückgänge in Höhe von 12,5% zu erwarten. Diese Rückgänge konnten aber durch vorsichtige Planungen der Verwaltung in den letzten Jahren und geringere Abgaben für landeskirchliche Aufgaben abgefangen werden.

 

Jenseits von Rechtsstaatlichkeit und Menschenwürde

Der Europabeauftragte von Pro Asyl, Karl Kopp, informierte auf Einladung des Ev. Kirchenkreis Dinslaken, der Eine Welt Gruppe Dinslaken e.V. und des Fördervereins Kultur und Ev. Kirche in Dinslaken e.V. über die europäische Flüchtlingspolitik. Kopp ist im Ev. Kirchenkreis kein Unbekannter.

Lesen Sie hier den gesamten Pressebericht: Jenseits von Rechtsstaatlichkeit und Menschenwürde