Würdiger Abschied von der Kirche in Möllen

Zwei Tage lang hatten die Gemeindemitglieder Ev. Kirchengemeinde Götterswickerhamm jetzt die Möglichkeit, von der Ev. Kirche in Möllen Abschied zu nehmen. Am Samstag konnten die Besucher bei einem Rundgang an unterschiedlichen Stationen ihre Erinnerungen teilen und an einer Klagemauer ihre Trauer verewigen. Am Sonntag wurde dann im Rahmen eines Entwidmungsgottesdienstes, der von Pfarrerin Hanke Ibbeken geleitet wurde, würdig Abschied genommen. In der gut gefüllten Kirche betonte Hanke Ibbeken, dass es den Verantwortlichen nicht leicht gefallen sei, sich von der Kirche zu verabschieden. „Doch ich habe die Hoffnung, dass wir gerade in der Veränderung unserer Gemeinde vor Ort und in unserer Kirche eine Gemeinschaft bleiben, die Gottes Geist spürt. Und die Hoffnung, dass sich im ökumenischen Zentrum im Barbarahaus und an anderen Orten in unserer Gemeinde weiter Menschen gegenseitig stärken und fröhlich miteinander lachen“, betonte die Pfarrerin.  Am Ende des Gottesdienstes, an dem auch Superintendent David Bongartz, der Voerder Bürgermeister Dirk Haarmann und Pfarrer Möller der kath. Gemeinde St. Peter und Paul teilnahmen, fand die Entwidmung statt. Im Anschluss wurden unter anderem die Bibel, die Taufschale und die Altarkerzen ins Ökumenische Gemeindezentrum Barbarahaus getragen, wo sie künftig verbleiben und genutzt werden. Dort konnten die Gottesdienstbesucher dann auch direkt das neue Zentrum begutachten und im großen Veranstaltungsraum beisammen sein. Offiziell wird das Ökumenische Zentrum am 25. März eröffnet.

Foto 1: Plakat zum Abschied;

Foto 2: Vikarin Hanna Brakensiek und Bürgermeister Dirk Haarmann schauen sich die Erinnerungstafeln an.

 

Presbyterium wählt Pfarrerin Karin Daniel

Pfarrerin Karin Daniel wurde jetzt vom Presbyterium der Ev. Kirchengemeinde Dinslaken einstimmig auf die vakante Pfarrstelle gewählt. Der Wahlgottesdienst wurde von Superintendent David Bongartz zusammen mit Scriba Hanna Maas gestaltet und und nahm Impulse aus der Fastenaktion: „Leuchte – 7 Wochen ohne Verzagtheit“ auf. Ganz unverzagt schritten dann auch die Presbyter*innen zur Wahl und freuen sich nun auf ihre neue Pfarrerin.

Pfarrerin Daniel ist derzeit in Minden als Pfarrerin tätig und wird voraussichtlich ihren Dienst in Dinslaken ab Mai antreten. Wir freuen uns sehr, dass damit das Pfarrteam in der Kirchengemeinde wieder komplett besetzt ist. Das Team arbeitet gabenorientiert. Das heißt, dass Pfarrerin Daniel für Kasualien und Seelsorge einen Schwerpunkt im Bereich des Betsaal Bruch legt, aber darüber hinaus Aufgaben in der gesamten Gemeinden wahrnehmen wird.

Foto: v.l. Superintendent David Bongartz, Pfarrer Jan Zechel (4. v. l. hinten), Scriba Hanna Maas (3.re. vorne) und die Presbyter*innen

Solidarität mit der Ukraine zum Jahrestag des Kriegsbeginns

Am 24. Februar 2023 jährt sich der Einmarsch Russlands in der Ukraine und es ist noch kein Ende des Krieges abzusehen. Jeder Tag Krieg ist einer zu viel, weil Menschen sterben und fliehen müssen, weil Natur und Ressourcen zerstört werden. An einem Tag wie diesem tut es gut, Klage, Sorge und die Hoffnung auf Frieden im Gebet vor Gott zu bringen.  Auch bei uns im Kirchenkreis werden viele Menschen bei Veranstaltungen und Gottesdiensten ihre Solidarität bekunden. Hier ein Überblick:

Solidaritätskundgebung am Donnerstag, 23. Februar 18.30 Uhr, Rathausplatz Voerde. Es laden die Voerder Kirchengemeinden gemeinsam mit der Stadt Voerde und den im Stadtrat vertretenen Parteien ein.

Ökumenisches Friedensgebet am 24.2.23 um 18 Uhr in der Kirche St. Vincentius Dinslaken

Ökumenische Kreuzwegandacht am 24.2.23 um 18 Uhr in der Pauluskirche Voerde

Bei der Veranstaltung auf dem Rathausplatz in Voerde spricht Pfr. Harald Eickmeier. Hier seine Rede:
Ohnmächtig und fassungslos sehen wir jeden Tag die Bilder aus der kriegszerstörten Ukraine. Menschen fliehen aus Angst um ihr Leben. Andere wissen nicht, wie sie in den Kellern überleben sollen ohne Wasser und ohne Essen.

Fast jeden Tag sterben Menschen infolge der Angriffe.
Eine einfache politische Lösung dieses Angriffskrieges ist nicht in Sicht.

Und trotzdem ist eine Hoffnung auf Frieden nicht nur naiv: Es ist ein verständlicher, menschlicher Wunsch, dass der Krieg ein Ende finden soll, damit nicht noch mehr Menschen leiden und sterben müssen.

Hoffnung bedeutet aber eben nicht, naiv zu glauben, dass „am Ende alles gut ausgeht.“

Hoffnung auf Frieden ist eine Lebenshaltung.
Sie muss unser Handeln bestimmen und nicht nur unsere Wünsche.
Wir müssen so handeln, dass unsere Entscheidungen zu einem guten Ende führen können.

Das macht es nicht einfacher, aber es beschreibt die Verantwortung, in der wir stehen.
Und darum darf der Krieg in der Ukraine auch nie zu einem parteipolitischen Zankapfel in unserem Land werden.

Das ist wäre verantwortungslos – und auch hoffnungslos….

 

 

 

Superintendent David Bongartz ruft zu Spenden für Erdbebenopfer auf

„Erschütternd sind die Bilder und Berichte, die uns nach dem verheerenden Erdbeben in der Türkei und Syrien erreichen. Wir sind Gedanken bei den Menschen in der Region genauso wie bei den vielen Angehörigen, die hier bei uns in Deutschland eine Heimat gefunden haben, und nun tiefe Trauer und Angst erfahren“, so Superintendent Bongartz.

„In vielen unserer Gemeinden werden wir am kommenden Sonntag in Fürbitten der Verstorben gedenken und für alle vom Unglück betroffenen Menschen beten.
Außerdem werden die Kollekten des Wochenendes für die Katastrophenhilfe der Diakonie gesammelt. So wollen wir unseren Beitrag leisten, dass möglichst schnell und unmittelbar vor Ort Hilfe geleistet wird.“

Wenn Sie auch jenseits der Gottesdienstkollekten spenden möchten für die Erdbebenopfer in der Türkei und in Syrien, können Sie das hier tun:

Diakonie Katastrophenhilfe

Pfarrer i.R. Sepp Aschenbach gestorben


Der Ev. Kirchenkreis Dinslaken trauert um
Pfarrer i.R. Sepp Aschenbach
 *13.4.1941 – † 3.2.2023

Am 3. Februar verstarb nach langer Krankheit der langjährige Pfarrer der Ev. Kirchengemeinde Dinslaken
Pfarrer Sepp Aschenbach
im Beisein seiner Familie. Er wurde 81 Jahre alt.

Die Beisetzung findet am Freitag, 10. Februar 2023 um 13 Uhr
auf dem kath. Friedhof Dinslaken-Eppinghoven – Im Nist 1, 46535 Dinslaken – statt.
Um 14 Uhr findet in der Friedenskirche ein Erinnerungsgottesdienst statt.

Sepp Aschenbach war 25 Jahre Pfarrer an der Friedenskirche in Dinslaken-Eppinghoven und zeitweise auch Skriba im Kirchenkreis.
Unser ganzes Mitgefühl gilt seiner Frau Ursel, seinen Kindern und Enkelkindern und der gesamten Familie.

Über viele Jahre lang gab er der Friedenkirche  ein Gesicht und blieb auch im Ruhestand der gesamten Gemeinde
auf seine freundliche, feinfühlige und unaufdringliche Art weiter verbunden. Er veröffentlichte Bücher zur Historie der evangelischen Gemeinde und der jüdischen Synagogengemeinde Dinslaken, hielt Vorträge im Rahmen seiner Heimatforschung und sorgte für eine Neuorganisation des gemeindlichen Archivs.

Wir wünschen seiner Familie und allen, die um ihn trauern, viel Kraft in der Trauer.

Im Namen des Kirchenkreises
Superintendent David Bongartz

 

Polterparty für zwei kirchliche Verwaltungen

Das seit Beginn des Jahres offizielle Zusammengehen der Verwaltungsämter der Evangelischen Kirchenkreise Duisburg und Dinslaken haben Mitarbeitende und Leitungen mit einer großen Party im Duisburger Haus der Kirche gefeiert. Zeugen, die dem nun 80 Personen starken Team des Evangelischen Verwaltungsverbands Rhein-Ruhr „Alles Gute“ und Gottes Segen für die Arbeit wünschten, waren die Superintendenten Dr. Christoph Urban und David Bongartz. Sie und die gewählten Abgeordneten der beiden Kirchenparlamente, die Synoden, hatten mit ihren einstimmigen Voten die Verbindung der beiden Verwaltungen möglich gemacht.

Sandra Sommer und Svenja Stepper, die Doppelspitze des Verwaltungsverbands, überreichten Mitarbeitenden und Superintendenten kleine Pflänzchen, die bei guter Büro-Pflege groß werden sollen. Es war ein Sinnbild für das neue Amt, das jetzt schon kein kleiner kirchlicher Dienstleister ist. Dieser übernimmt für die insgesamt 23 Kirchengemeinden sowie Einrichtungen und Dienste beider Kirchenkreise u.a. Verwaltungsaufgaben wie z.B. Sitzungsbegleitungen, Gebäudemanagement, Personalverwaltung oder Finanzplanungen. Das Leitungsduo achtet jetzt auf das Zusammenwachsen, das Vorrang habe, sagen beide. Wichtig sei es, die Sorgen der Mitarbeitenden bei allen Planungen mit einzubeziehen. Die Fragen, die auftauchen, reichen vom jeweiligen Stellenzuschnitt, zum konkreten Arbeitsort bis hin zu der Art und Organisation zukünftiger Betriebsausflüge. „Durch den agilen Fusionsprozess, in dem wir uns bewusst für eine zeitlich gestreckte Zusammenführung entschieden haben, nehmen wir uns die Zeit, auch die Mitarbeitenden z. B. durch Workshops entsprechend zu beteiligen“ sagt Sandra Sommer „und ich finde, das hat bereits viel zur Zufriedenheit der Mitarbeitenden beigetragen.“ Svenja Stepper freut zudem, dass manche Mitarbeitende eigene Ideen einbringen und den Zusammenschluss für ihre eigene Entwicklung nutzen möchten.

Bei der Party im Haus der Kirche, die aus den Sälen später zum Poltern in die große Tiefgararge verlagert wurde, spielte der Fusionsprozess bei den Feierfreudigen an dem Abend überhaupt keine Rolle. Es ging um das persönliche Kennenlernen – nach den vielen Videositzungen – und der Freude, wie vor eine Hochzeit beim Poltern Geschirr in Scherben zu verwandeln. Das Fegen hat die Mitarbeitenden-Vertretung übernommen, die auch das Zusammengehen der beiden Ämter als Mittler zwischen Chefinnen und Kolleginnen und Kollegen mit Anregungen und Kritik unterstützt hat.

Die eigentliche Arbeit beginne erst jetzt, betont Svenja Stepper, denn Ziel ist es, in drei Jahren gemeinsam mit den Mitarbeitenden in der Detailplanung Aufgaben, Arbeitsabläufe oder die eingesetzte Software aufeinander abzustimmen. Konkret gilt es, die Digitalisierung voranzutreiben, noch mehr dienstleistungsorientierte Arbeitsweise zu organisieren, den Generationenwechsel, der im Verwaltungsverband ansteht, zu bewältigen und auch die Wirtschaftlichkeit zu erhöhen.

Von den Effekten sollen später viele profitieren. Sandra Sommer und Svenja Stepper denken da an die Kirchengemeinden, Einrichtungen und Dienste, die in Zeiten geringer werdender Kirchensteuermittel einen guten Verwaltungsservice zu vernünftigen Kosten bekommen. Aber nicht zuletzt denken sie an die Mitarbeitenden, die die Möglichkeit haben werden, unter für sie noch besseren und flexibleren Bedingungen arbeiten zu können.

Foto 1/Rolf Schotsch: v.l.Verwaltungsleiterin Sommer, Superintendent Bongartz, Superintendent Urban und Verwaltungsleiterin Stepper bei der Polterparty der Verwaltungsverbands… mit kleinen Pflänzchen in den Händen, die noch groß werden sollen.

Foto 2/Angela Pauli : Mitglieder der Mitarbeitendenvertretung – v.l. Thomas Koch, Nina Pawlik und Melanie Hoffmann – beim Kehren des Gepolterten

Sensibel für Vielfalt und offen für Gott – Bildung in Evangelischer Freiheit

„Sensibel für Vielfalt und offen für Gott – Bildung in Evangelischer Freiheit“ – so lautet das Thema der diesjährigen Landessynode. Der Ausschuss für Erziehung und Bildung, dem ich mich als Lehrer an einem Berufskolleg angeschlossen habe, hat dazu ein vielfältiges Programm für die Synode entwickelt. In Rahmen von Workshops, Andachten und Impulsvorträgen konnten alle Synodalen für dieses Kernthema begeistert werden. Konkret wurden Projektgelder in Höhe von 180.000 Euro für verschiedene Initiativen beschlossen. Barrieren, die Teilhabe einschränken oder Menschen von Bildungsangeboten ausschließen, sollen abgebaut werden. Das gilt mit Blick auf Alter, ethnische Herkunft und Nationalität, Geschlecht und sexuelle Identität, Religion und soziale Herkunft.
Besonders wertvoll bei meiner ersten Synode in Präsenz war der Austausch mit jungen Synodalen aus dem kompletten Raum der ekir – insbesondere der evangelischen Jugend im Rheinland (ejir). Im Hinblick auf Partizipation von jungen Menschen in unserer Kirche haben wir noch viel zu tun. Von der Landessynode berichtet Christian Olges (rechts im Bild) als Protokollant gefühlt Teil der Kirchenleitung.  Weitere Infos zur Landessynode unter https://landessynode.ekir.de/

Bewegendes politisches Nachtgebet auf der Landessynode

Frau, Leben, Freiheit – Solidarität mit den Protestierenden im Iran
Am Mittwochabend hat die Landessynode der EKiR mit vielen Gästen in der Albertus-Magnus-Kirche in Düsseldorf ein politisches Nachtgebet gefeiert. Mit eindringlichen Worten, Stille und Gesang, Information und Aktion folgte sie der Aufforderung der Menschen aus dem Iran dort und hier: „Sorgt dafür, dass öffentlich wird und bleibt, was geschieht.“
Es war ein beeindruckender Gottesdienst, der unter die Haut ging. Gleichzeitig richtete er den Blick auf notwendige politische Schritte. Das Nachtgebet wurde von Frauen aus dem Iran mitgestaltet. Es machte Mut, die Geschehnisse im Iran öffentlich sichtbar zu machen, die Namen der Verhafteten zu nennen und auf allen Ebenen gegen das Vorgehen des Regimes einzutreten. Ein Kerzenmeer leuchtete für die Sehnsucht und Hoffnung auf ein normales Leben im Iran.
Eindrücke von Susanne Jantsch, Pfarrerin und Assesorin des Ev. Kirchenkreises Dinslaken von der Landessynode Weitere Infos und den Beschluss der Landessynode findet Ihr unter https://landessynode.ekir.de/…/protest-gegen…/ #LS23 @evangelisch

Foto: David Bongartz

Ein gelbes Kreuz als Zeichen der Solidarität

„Zwei Tage Ausschussarbeit liegen hinter uns. Vieles wurde diskutiert. U.a. auch über unsere Position zur Kohleverstromung. Viele Synodale, gerade der jüngeren Generation, tragen dabei als Zeichen der Solidarität mit der Protestbewegung ein gelbes Kreuz als Anstecker.

Aber auch die Entwürfe zu den Themenfeldern Klima und Friedensethik haben die Ausschüsse sehr beschäftigt. Nun gehen die Vorlage ins Plenum und werden dort vorgestellt und diskutiert. Über den Live-Stream kann dies jeder mitverfolgen. https://landessynode.ekir.de/

Foto: Zoe Stelzner, Landessynodale aus #evangelischinessen