Stadtradeln: Das Team des Kirchenkreises holt sich Bronze

Wenn das keine beachtliche Leistung ist: Die Mitarbeitenden des Ev. Kirchenkreises Dinslaken erradelten beim Stadtradeln Dinslaken 2022 insgesamt 4.728 km und holten damit den dritten Platz bei den Betriebsteams. Gratulation! Die Kita am Rotbach leistete mit 1468,5 km dazu einen großen Beitrag. Eindeutiger Sieger war die Umwelt, denn über 720kg CO² konnten eingespart werden.

Foto: Die Stellvertretende Bürgermeisterin Stefanie Weyland überreichte die Bronze-Urkunde und freute sich mit Thomas Koch, Mitarbeitender des Ev. Kirchenkreises, auch über die gelungene Gesundheitsförderung.

Kindergartenkinder pflanzen mit Superintendent Friedhelm Waldhausen einen Obstbaum

Die Kinder der Ameisen- und Bienengruppe des Ev. Kindergartens Gahlen sind echte Gartenprofis: Innerhalb von drei Minuten ist das Loch mit dem neuen Birnbaum mit Erde gefüllt. Er ist der erste Baum, der im Rahmen einer Pflanzaktion des Evangelischen Kirchenkreises Dinslaken und der Ev. Kinderwelt im Ev. Kirchenkreis Dinslaken gepflanzt wird. Hilfestellung hatten die Kinder von Friedhelm Waldhausen, Superintendent des Ev. Kirchenkreises Dinslaken und Reimund Schulz, Geschäftsführer der Ev. Kinderwelt bekommen. Nach der Baumpflanzung nahm sich der Superintendent noch Zeit für die Kinder, und die Kleinen verrieten ihm, welche Obstbäume sie schon alles kennen. Die Kindergartenleitung hatte sich mit Bedacht für einen kleinen Baum, dessen Stamm etwa 1,20 Meter hoch wird, entschieden. So können die Kinder künftig selbst die Früchte ernten. Ziel der Aktion ist es, den Kindern die Natur näher zu bringen und ihr ökologisches Bewusstsein zu stärken. „Nachhaltigkeit und Umweltschutz sind in unseren Kitas von jeher ein wichtiges Thema. Dazu gehört vor allem, das ökologische Bewusstsein der Jüngsten zu wecken und zu fördern“, so Reimund Schulz.

Foto (Henkel): v.l. Reimund Schulz, Geschäftsführer der Ev. Kinderwelt im Kirchenkreis Dinslaken, Friedhelm Waldhausen, Superintendent des Ev. Kirchenkreises Dinslaken und Svenja Kelch, Leiterin der Ev. Kita Gahlen werden umringt von den Kindern der Ameisen- und Bienengruppe.

„Es gab so wunderbare Erfahrungen, dafür bin ich zutiefst dankbar“

Dinslaken. Es war der Sonntag nach Ostern 1986, als Pfarrerin Petra Schorberger-Waldhausen bei ihrer Ordination von der Ev. Kirche im Rheinland mit dem Dienst als Pfarrerin beauftragt wurde.  Und genau am Sonntag nach Ostern (24.4.2022)  – 36 Jahre später – wurde sie jetzt in den Ruhestand verabschiedet. Pfarrerin Susanne Jantsch, Assessorin des Ev. Kirchenkreises Dinslaken und Krankenhaus-Pfarrerin Dörthe Lahann entpflichteten sie vor mehr als 80 geladenen Gästen im Rahmen eines Gottesdienstes in der Friedenskirche in Dinslaken. „Wir danken dir für deinen Einsatz, deine Gabe, deine Freude und dein Wirken. Gott segne, was du in seinem Namen getan hast“, so Susanne Jantsch. Nach dem Gottesdienst bedankten sich zahlreiche Wegbegleiter wie Dr. Andreas Sander, med. Geschäftsführer des Ev. Klinikums Niederrhein, mit Grußworten bei Petra Schorberger-Waldhausen für ihr Wirken. „Es gab so wunderbare Erfahrungen, dafür bin ich zu tiefst dankbar“, so die Pfarrerin in ihrer Abschlussrede. Dem Ruhestand schaue sie gelassen entgegen: „Ich bin schon gespannt, was Gott jetzt mit mir vorhat.“

Ihr Weg als Pfarrerin führte sie im Ev. Kirchenkreis Dinslaken in drei verschiedene Gemeinden: das Vikariat absolvierte sie in Walsum-Aldenrade (1983-85), danach war sie 28 Jahre lang als Gemeindepfarrerin in Hiesfeld tätig, bevor sie für die vergangenen 8 Jahre als Seelsorgerin an den Dinslakener Krankenhäusern tätig war. „Nahe bei den Menschen“ zu sein, war das Hauptanliegen von Petra Schorberger-Waldhausen. Schon in ihrer Tätigkeit als Gemeindepfarrerin engagierte sie sich in der Begleitung pflegender Angehöriger oder unterstützte in Bibelseminaren die Menschen auf ihrem Glaubensweg. Als Krankenhausseelsorgerin stand sie vielen Kranken bei, aber sie bildete auch Ehrenamtliche aus dem Besuchsdienst aus und fort. Gerne erinnert sie sich auch an den muslimischen Besuchsdienst, den sie zusammen mit der Stadt aufgebaut hat.  Ein besonderes Anliegen war ihr, Trauernde zu begleiten. Ihre Trauerseminare für Hinterbliebene brauchten nie viel Werbung und füllten sich fast von allein.

Neben den Kranken und den Hinterbliebenen hatte sie aber auch immer die Mitarbeitenden im Blick. „Es war eine intensive Zeit“, resümiert sie, „mit den Kranken und ihren Angehörigen, aber auch mit vielen Ärzten und Pflegenden.“ Gerade auf der Palliativstation habe sie aber auch Feste gefeiert, um – wie sie sagt – „den Tagen mehr Leben zu geben“.

Zudem engagierte Petra Schorberger-Waldhausen sich auf Kirchenkreisebene für den fairen Handel, die weltweite Ökumene und die Bewahrung der Schöpfung. In der Zeit ihres Vorsitzes beim Ausschuss für Mission und Ökumene gab es eine Friedensausstellung in Dinslaken und auch eine Kreissynode zum nachhaltigen Wirtschaften.

Foto: v.l. Susanne Jantsch, Petra Schorberger-Waldhausen und Dörthe Lahann

„The Spirit of Hanse“: Konzert für Viola und Orgel

Dinslaken. Musikliebhaber kommen wieder auf ihre Kosten: Am Samstag, 9. April um 17 Uhr sind in der Ev. Stadtkirche Dinslaken  die Klänge von Orgel und Viola zu hören. Das abwechslungsreiche Programm „The Spirit of Hanse“ ist eine musikalische Reise durch die Hansestädte. Es besteht aus Werken für Viola und Orgel, sowie Orgel-Solo von Komponisten aus Hansestädten wie: Hamburg, Lübeck, Brügge, Halle, Kopenhagen u. a.,und enthält wahre originale Raritäten aus Barock und Romantik, sowie  Bearbeitungen aus eigenen Feder.
Noch lange nach ihrer Auflösung war Prägung durch die Hanse in der Entwicklung ehemaliger Mitgliedsstädte deutlich zu spüren. Der Verbund hat zwar zu keiner Herausbildung eines gemeinsamen kulturellen Stils geführt, er ermöglichte und förderte aber indirekt Entfaltung einer hohen Kulturblüte.
Eine faszinierende musikalische Reise, die den legendären hanseatischen Geist – The Spirit of Hanse – wieder auferleben lässt, bietet dem Zuhörer auch durch die ungewöhnliche instrumentale Besetzung ein unvergessliches Klangerlebnis. Es spielen Semjon Kalinowsky (Lübeck), Viola und Wolfgang Kläsener (Solingen), Orgel.

Der Eintritt ist frei, eine Kollekte wird erbeten. Es gelten die aktuellen Coronaregeln

Dinslakener Bündnis will ein Zeichen setzen

Dinslaken. In Anlehnung an die am vergangenen Montag stattgefundene Mahnwache für die Corona-Toten und zur Solidaritätskundgebung für Pflegekräfte, lädt ein breites Bündnis für eine tolerante und demokratische Stadtgesellschaft, dem auch der Evangelische Kirchenkreis Dinslaken und der Eine Welt Laden Dinslaken angehören, an diesem Montag, 17.01.22, um 19 Uhr zu einer Auftaktveranstaltung auf dem Rathausplatz in Dinslaken ein.  Bei der angemeldeten Zusammenkunft, die unter Einhaltung der Corona-Regeln stattfindet, sind unter anderem Wortbeiträge der Bürgermeisterin Michaela Eislöffel, eines Mediziners, Vertretern von Sozialverbänden und kulturelle Beiträge geplant. Künftig sind noch weitere Veranstaltungen und Aktionen wie beispielsweise eine Menschenkette um das Rathaus vorgesehen. Mit diesen Aktionen will das Dinslakener Bündnis Zeichen setzen.

Kreissynode beschließt die Schaffung einer Jugendreferent*innen-Stelle

Dinslaken. Maike Weber hat die zweitägige Online-Synode des Evangelischen Kirchenkreises Dinslaken hinter sich und immer noch nicht „Feierabend“. Das jüngste Gremiumsmitglied der Synode, die am Wochenende tagte,  ist schon wieder auf dem Sprung zur Klausurtagung der ELJVR (Evangelische Landesjugendvertretung im Rheinland). „Ich freue mich sehr, dass die Synode die Wichtigkeit der Jugendarbeit erkannt und einstimmig der Schaffung der Jugendreferent*innen-Stelle“ zugestimmt hat“, kommentiert die 21-Jährige, die in der Kirchengemeinde Götterswickerhamm beheimatet ist, die Beschlüsse der Synode. Es sei so wichtig, dass die Jugendarbeit gestärkt werde, mehr junge Impulse gesetzt würden und mehr „Jüngere“ auf die Kirche aufmerksam gemacht würden. Die Evangelische Kirche brauche noch mehr junge Menschen, um für die Zukunft gerüstet zu sein.
Auch Superintendent Friedhelm Waldhausen zeigt sich zufrieden mit den Ergebnissen der Synode: „Unsere Kirchengemeinden befinden sich in großen Veränderungs- und Transformationsprozessen. Deshalb freut es mich umso mehr, dass das Gremium der Schaffung einer Jugendreferenten-Stelle zugestimmt hat. Und somit ein wichtiger und notwendiger Bestandteil der Veränderung gestärkt wird.“

Dank für Engagement in der Corona-Krise

Zudem bedankte Waldhausen sich bei allen Gemeinden, den Mitarbeitenden der Diakonie und der Kinderwelt für ihr Engagement während der Corona-Krise. „Die Kirche hat sich nicht in den Lockdown begeben, sondern auf anderen Wegen die Kontakte zu den Menschen gesucht, sei es durch Online-Gottesdienste, Andachten draußen mit gebotenem Abstand, Briefe oder Telefonate“, so der Superintendent. Auch die Dinslakener Bürgermeisterin, Michaela Eislöffel, betont in ihrem Grußwort die wichtige gesellschaftliche Bedeutung der Evangelischen Kirche. „Kirche hat etwas haltgebendes. Sie ist ein Lebensbegleiter. Sie ist da, wenn man sie braucht“, so die Bürgermeisterin. Die nächste Synode des Evangelischen Kirchenkreises Dinslaken findet kommendes Jahr im Sommer statt. Dort wird sich Synode unter anderem mit der Wahl des Nachfolgers oder der Nachfolgerin von Friedhelm Waldhausen befassen, der in Ruhestand gehen wird.

Die wichtigsten Wahlen und Beschlüsse in Kürze:

  • Pfarrerin Hanna Maas wurde zur Skriba (Schriftführerin) gewählt. Zur Stellvertreterin wurde Pfarrerin Elke Voigt gewählt.
  • Die Synode hat die Einstellung einer Jugendreferent*innen-Stelle beschlossen.
  • Die Synode appelliert an die Landeskirche, dass diese an die Bundesregierung appelliert, dass u.a. neue Aufnahmeprogramme für Flüchtlinge von den griechischen Inseln und von der bosnisch-kroatischen Grenze gestartet werden, dass sie faire Asylverfahren bekommen bzw. als Flüchtling anerkannt werden. Auch dem zweiten Antrag des Fachausschusses für Migration und Flüchtlinge, der dem Einsatz für afghanische Flüchtlinge gilt, wurde stattgegeben.
  • Die Synode bewilligte den Haushaltsplan des Verwaltungsamtes, der Diakonie und der Kinderwelt.

Churchill und die Arche – Religionspädagogik mit Pfarrer Mirko Lipski-Reinhardt

Seit zwei Jahren betreut Pfarrer Mirko Lipski-Reinhardt den Pfarrbezirk Bruckhausen der Ev. Kirchengemeinde Hünxe. Gebürtig aus Mülheim, studierte er in Wuppertal, Oslo und Berlin, war zunächst in der Gemeinde Spellen-Friedrichsfeld tätig und ließ sich dann zusammen mit seinem Mann in Hünxe-Bruckhausen nieder. „Back to the roots! Meine Mutter stammt aus Voerde-Möllen“, erklärt er seine Verbundenheit mit dem eher ländlichen Standort, der doch so nahe an der Großstadt Ruhrgebiet liegt.

33 Jahre jung, stellt er sich immer wieder die Frage, wo seine Anknüpfungspunkte an Kirche wären, wenn er nicht gerade bei Kirche arbeiten würde. Die Antworten scheinen aus dem Leben gegriffen, denn sowohl die „Kinderkirche“ als auch das Jugendhaus „Brucklyn“, die Spätschichtgottesdienste für junge Erwachsene, aber auch das Repair-Café, wo Frauen und Männer aus der Gemeinde kaputte Alltagsgegenstände reparieren, sind gut besucht.

„Seine“ Kirche „Unsere Arche“ hat einen ganz besonderen Charme: Ende der 1980er Jahre beschloss man, das Gemeindehaus zu einem Gemeindezentrum mit Kirchraum und Glockenturm zu erweitern. Das Altarfenster wurde 1992 von dem Künstler Alfred Grimm – Schüler von Bobek und Beuys – gestaltet. Beim genaueren Hinsehen erkennt man Fliegendraht, eine Pistole, Munition, eine Brille, einen Fisch und vieles mehr. Den Altar ziert ein Glaskreuz mit eingeschlagenen Nägeln, ebenfalls ein Werk von Grimm aus dem Jahr 2006.

Für Lipski-Reinhardts (Kita-)Kinder also viel zu entdecken, doch zunächst kam Corona. Und mit Corona die Herausforderung: Wie die Kinder erreichen, wo doch auch in der Ev. Kita Kleine Arche – Ev. Kinderwelt Dinslaken – Betretungsverbot herrschte. Die Antwort war schnell gefunden. Zusammen mit seinem Team etablierte Mirko Lipski-Reinhardt einen digitalen Gottesdienst. Per Laptop schaltete er sich der Kita zu und erzählte biblische Geschichten. Doch halt! Er erzählte nicht selbst, sondern ließ erzählen. Und zwar niemand geringeren als die uralte Schildkröte Churchill.

Der Name entstand aus den englischen Begriffen „Church“ und „chill“, zusammengezogen zu „Churchill“. Im Gespräch mit Churchill stellt sich heraus, dass dieser bereits auf der Arche gefahren war. Zusammen mit seiner Partnerin und seinem Freund, dem Gecko Gregor – den er unlängst in Friedrichsfeld wiedertraf – sowie dessen Partnerin belegte Churchill auf der Arche eine Vierer-Kabine. „Dann zog ich ne Weile mit Jesus rum und dann hat’s mich irgendwann nach Bruckhausen verschlagen“, erzählt Churchill fröhlich.

Auch bei den digitalen Kindergottesdiensten war Churchill dabei. „Zunächst nahmen nur wenige Kinder teil“, berichtet Lipski-Reinhardt über die Anfänge. „Aber dann haben wir das im Rat der Einrichtung in der Kita publik gemacht und Aushänge an die Kita gehängt und schließlich und endlich waren bis zu dreißig Kinder dabei.“ Diese wurden vorher angemeldet, damit man dementsprechend vorbereiten konnte. Für jede „Kinderkirche“ wurden Tüten mit Liederzetteln und Bastelmaterial gepackt und den Kindern nach Hause geliefert. „Viel Arbeit, aber es hat Spaß gemacht“, so Lipski-Reinhardts Urteil.

Am 2. Oktober fand die erste Kinderkirche in Präsenz statt. Auch dafür mussten die Kinder angemeldet werden, um alle notwendigen Abstandsregeln einhalten zu können. „Die Liturgie und das Erzählen biblischer Geschichten erlebten die Kinder gemeinsam mit ihren Familien“, erläutert Lipski-Reinhardt. „Während des Bastelns aber zogen sich die Eltern zurück und genossen die Zeit für einen Austausch bei Kaffee und Plätzchen.“

Auch die Kinder zeigen sich jetzt, da die Kirche auch von der Kita wieder besucht wird, interessiert am Raum Kirche und den liturgischen Gegenständen. Da ist zB das bereits beschriebene Altarfenster. Hier gibt es für die Kinder – und nicht nur für sie! – viel zu entdecken! Das jedoch erst auf den zweiten Blick. Beim ersten Blick erschließen sich nur die kräftigen, ansprechenden Farben, durch die das Licht in einen hellen, weiten, offenen Raum fällt, der zum Erkunden einlädt.

Mirko Lipski-Reinhardt zeigt sich ganz entspannt: „Die Kinder dürfen alles aus der Nähe anschauen und auch anfassen. Beim Gottesdienst sitzen sie auf dem Boden, dafür haben wir extra Sitzkissen angeschafft. Und besonderes Highlight ist immer, wenn die Kinder die Glocke ausschalten dürfen. Dafür gibt es einen Extra-Knopf…“

Welches Glaubensbekenntnis die Kinder haben, ist Lipski-Reinhardt egal: „Wir fragen doch nicht nach einem Nachweis, nach Mitgliedschaft oder Taufe. Bei uns sind alle willkommen. Und es kommen auch alle…“ Das ist seiner Ansicht nach für die Zukunft von Kirche auch essentiell. „Das jüdisch-christliche Erbe hat die Gesellschaft tief geprägt und bestimmt den Jahreskreis“, beschreibt der Pfarrer. „Insofern hat Volkskirche Bestand in dem Sinne, dass die Botschaft nach wie vor weit gestreut wird und Menschen aller Kulturen und mit den unterschiedlichsten gesellschaftlichen Hintergründen integriert.“ Das Bekenntnis wird vielleicht eher nachrangig sein.

Inzwischen ist Schildkröte Churchill aufgewacht. „Is‘ schon zu Ende?“ fragt Churchill verschlafen. Etwas langweilig war es für ihn. Lieber erzählt er den Kindern Geschichten aus der Vergangenheit: Wie es auf der Arche zuging. Seine Wanderschaft mit Jesus und was er dort alles erlebt hat. Hoffen wir, dass er seinen Kollegen, den Pfarrer Mirko Lipski-Reinhardt, noch lange unterstützt!

Text und Foto: Isabel Uhlenhut

Ina Praetorius: „Wirtschaft ist Care“

Dinslaken. Die ökologische Krise und die soziale Ungleichheit sind in den letzten Monaten deutlich sicht- und spürbar geworden. Hitzewellen und verheerende Brände in Südeuropa, Starkregen und Überflutungen in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz forderten eine Vielzahl von Opfern. Die Extremwetterlagen der letzten Jahre sind eine Folge der menschengemachten Erderwärmung. Katastrophal in den Auswirkungen zeigt sich auch die Pandemie für Menschen in prekären Lebenslagen. Sie werden deutlich stärker davon getroffen. Auch die Arbeitsbedingungen der Beschäftigten im Gesundheitswesen, in der Pflege, in Erziehung und Bildung sind trotz ihrer hohen Bedeutung weiterhin durch geringe Wertschätzung und ungenügende finanzielle Rahmenbedingungen gekennzeichnet.

Was das alles mit unserem Wirtschaftssystem zu tun hat, welche Alternativen zum ausschließlichen Blick auf Wachstum, Rendite und Profit es gibt, was der Begriff „Wirtschaft ist Care“ meint und ob nicht das Kerngeschäft der Ökonomie die Sorge um das Leben und Überleben der Menschheit im zerbrechlichen Kosmos Erde sein sollte – darum geht es in der Online-Veranstaltung mit Ina Praetorius, zu dem das Ev. Laboratorium am 6. Oktober um 18:30 Uhr einlädt. Die Germanistin und promovierte ev. Theologin hat sich in den vergangenen Jahren intensiv mit ökonomischen Themen beschäftigt und schreibt unter anderem eine Kolumne im Handelsblatt unter der Überschrift Homo oeconomicus. Sie ist Mitinitiatorin und Aktive des Vereins „Wirtschaft ist Care“.

Die Teilnahme an dem Abend ist kostenfrei. Anmeldung  und Informationen unter 0179 758 7289 oder kda@kirche-duisburg.de. Bei der Anmeldung erhalten die Interessierten auch die Zugangsdaten.

Weitere Informationen:  „Wirtschaft ist Care“ ist eine Veranstaltung des Laboratoriums, eine Einrichtung der vier Evangelischen Kirchenkreise am Niederrhein Dinslaken, Duisburg, Moers und Wesel, in Kooperation mit der Evangelischen Akademie im Rheinland, der Katholischen Erwachsenenbildung im Bistum Trier – Themenschwerpunkt Arbeit – und der Gender- und Gleichstellungsstelle der Evangelischen Kirche im Rheinland.

Eine Menschenskette für mehr Menschenrechte

Duisburg. Tausende Menschen nahmen jetzt an der Aktion „Rettungskette für Menschenrechte“ teil. Auch die Superintendenten der Evangelischen Kirchenkreise Dinslaken, Moers und Duisburg waren Glieder der Kette am 16 Kilometer langen Teilstück, das durch Duisburg führte. Neben ihnen hatten sich auch Menschen aus evangelischen Gemeinden, Einrichtungen und Kitas eingereiht. Insgesamt lief die Kette von der Nordsee in Hamburg bis nach Italien zum Mittelmeer. „Die Teilnahme an dieser Aktion war mir sehr wichtig, da sie ein Zeichen für mehr Menschlichkeit und gegen den Tod von Migranten im Mittelmeer gesetzt hat“, so Friedhelm Waldhausen, Superintendent des Ev. Kirchenkreises Dinslaken. Flüchtlingshilfe habe eine lange Tradition im Kirchenkreis. Nach UN-Angaben starben in diesem Jahr bislang 1100 Migranten im zentralen Mittelmeer – mehr als doppelt so viele wie im selben Vorjahreszeitraum.

Foto: Rolf Schotsch