Aufbruchstimmung beim Fusionsfest in Dinslaken

Mit einem großen Fest wurde jetzt die Fusion der Ev. Kirchengemeinden Dinslaken und Hiesfeld zur Ev. Kirchengemeinde Dinslaken gefeiert. Im sehr gut besuchten Gottesdienst in der Friedenskirche hielt Pfarrer Hae-ung Chai eine mitreißende Predigt (Thema „Auszug aus Ägypten), die zum Aufbruch motivierte:

„Wissen Sie, was das für unsere Fusion bedeutet? Manchmal muss man einfach loslaufen, bevor der Teig perfekt aufgegangen ist. Wenn wir in Dinslaken und Hiesfeld erst darauf gewartet hätten, dass jedes Detail zu 100 % ausdiskutiert, jeder Staubkorn in den Gemeindehäusern katalogisiert und jede Befindlichkeit sanft einbalsamiert ist… dann säßen wir im Jahr 2040 noch bei der ersten Planungssitzung. Gott sagt: „Gürtet euch, zieht die Schuhe an, nehmt den Wanderstab – es geht los!“ Der Aufbruch ist wichtiger als das perfekte Buffet.

Ein Detail in Exodus 12 wird oft auch übersehen: Es zog nicht nur das Volk Israel aus. Es heißt dort, dass ein „großes Mischvolk“ mitging. Da hingen sich Leute dran, die gar nicht zum engeren Zirkel gehörten, aber merkten: „Hey, da passiert was Spannendes! Da ist Freiheit im Spiel, da gehen wir mit!“ Das ist unser Stichwort für die eine zusammengekommene Gemeinde! Diese Fusion ist kein privates Kaffeekränzchen unserer Gemeinde. Wir sind keine geschlossene Gesellschaft, die sich hinter Kirchenmauern verbarrikadiert. Wir sind ein offener Zug: Die Stadt Dinslaken, die verschiedenen Vereine, die Nachbarn – sie sind das „Mischvolk“ (im allerbesten Sinne!). Wir wollen Kooperationen, die nicht nach „Kirche von oben“ riechen, sondern nach „Gemeinsam für die Menschen in der Stadt“.

Bei der anschließenden Podiumsdiskussion mit dem Superintendenten des Ev. Kirchenkreises Dinslaken David Bongartz und dem Dinslakener Bürgermeister Simon Panke ging es passenderweise um das Thema „Wie gestalten wir den Sozialraum Stadtgesellschaft“. Abschließend ließen die Gäste das Fest gemeinsam im Gemeindehaus ausklingen.

Landessynode: Mutige, schwere und zukunftsweisende Entscheidungen

Die Landessynode 2026 stand unter dem Vorzeichen großer Einsparungen auf landeskirchlicher Ebene. Diese sind von der Synode auch getroffen worden. Über 31 Millionen Euro werden u.a. im Bereich der evangelischen Schulen, der Arbeit der Evangelischen Studierenden Gemeinden, in der Verwaltung und an vielen anderen Stellen eingespart. Dabei waren die Synodalen auch fortlaufend im Gespräch mit Menschen aus den Arbeitsgebieten, die von Einsparungen betroffen sind. Insbesondere Studierende waren vor Ort und haben eigene Impulse in die Debatte eingebracht.

Bei allen Einsparungen wurde aber auch deutlich, dass es der Synode wichtig ist, die anstehenden Veränderungen in allen Bereich der Kirche mutig zu gestalten.  So soll zur nächsten Landessynode ein Konzept zur Förderung von Innovationen vorgelegt werden und bis 2028 strategische Leitlinien entwickelt werden, die maßgeblich sind für die weitere Prioritätensetzung. Eine Arbeitsgruppe hatte sich im Vorfeld hiermit beschäftigt und erste Impulse eingebracht Download AG Zukunft

Ein klares Zeichen war darüber hinaus, dass Einsparungen in diakonischen Arbeitsfeldern möglichst vermieden werden sollen. Mit ihren Beschlüssen zur Flüchtlingshilfe und der Stellungnahme „Armut in einer reichen Gesellschaft“ hat sich die Synode klar positioniert.

Eine Übersicht hierzu und weitere Themenschwerpunkte finden sich unter https://landessynode.ekir.de/

Foto (v.l.): Für den Kirchenkreis haben an der Landessynode Pfarrer Mirko Lipski Reinhardt, Superintendent David Bongartz, Marlies Schwinem (Mitglied des Kreissynodalvorstandes) und Presbyter Christian Olges teilgenommen.

Ev. Kirchenkreis Dinslaken trauert um Alfred Grimm

Völlig unerwartet ist der bekannte Künstler und Pädagoge Alfred Grimm im Alter von 82 Jahren verstorben. Der weit über die Region bekannte Maler, Bildhauer und Objektkünstler wurde 1943 in Dinslaken geboren und lebte bis zu seinem Tode in Hünxe-Bruckhausen. Der Mitbegründer des Dinslakener Kulturkreises schuf in seinem Leben zahlreiche Beiträge zur Gedenkkultur. Dazu zählt unter anderem der Leiterwagen des Ev. Kirchenkreises Dinslaken, der an das Schicksal der Kinder des jüdischen Waisenhauses in Dinslaken erinnern soll. Zudem wurden das Altarfenster und die Altarkreuze in der Ev. Kirche „Unsere Arche“ in Hünxe und der Hiesfelder Dorfkirche nach seinen Entwürfen erstellt. Auch an anderen Stellen hat er unzählige Kreuze in seine Objektkunst integriert, wie den Christus in der Gosse“ von 1989, bei dem man das Kruzifix im Rinnstein zwischen Gully und Zigarettenstummeln suchen muss.

Keine leichte Kost, keine gefälligen Kreuze, sondern Darstellungen an denen man „Anstoß“ nehmen kann. Alfred Grimm ging es nicht darum religiöse Gefühle zu verletzen. Im Gegenteil. Seine Kunst denkt weiter, was der Apostel Paulus meint, wenn er von der „Torheit des Kreuzes“ spricht. Grimm erregte Anstoß, indem er das Kreuz in immer wieder neue, alltägliche Situationen integrierte.

Wie sein Faible für Kreuze begann, erzählte er in einem Interview für den Hünxer Gemeindebrief, im Jahre 2024 Pfarrer Mirko Lipski-Reinhardt.

„Wir blättern zurück im Katalog und landen im Jahr 1968: „Karfreitagsobjekt“ zeigt kein Kreuz, sondern ein verletztes Stück Holz mit Bindedraht umwickelt und rotem, aus einer Wunde quellenden Wachs. Alfred Grimm erzählt von der Karfreitagspredigt 1968 in Lohberg, die Pfarrer Paskert hielt. Diese Predigt hat ihn zu diesem Kunstwerk inspiriert; so lebendig und ergreifend als wäre das Amen auf der Kanzel eben erst gesprochen worden. „Die Kunst findet einen selber.“, diesen Satz füllt er in diesem Moment mit Leben. Wir sitzen noch lange auf der Terrasse: Reden darüber, wie die (klassische) Literatur die Kunst geprägt hat und wie Kunst und Literatur einander brauchen; wir diskutieren über Theologie und über das Wagnis und den Mut bestimmte Motive künstlerisch umzusetzen. Alfred Grimm erklärt mir, wie man eine Kunstausstellung vorbereitet und gemeinsamen werfen wir noch einen Blick in den Katalog von „Grimms Mädchen“. Als ich aufbreche, fragt er mich: „Ich hoffe, dass unser Gespräch das richtige Material für einen Artikel liefert.“

Ich denke einen Moment nach. Dann bin ich mir sicher: So wie die Kunst einen findet, so finde auch ich die richtigen Worte, wen man von ihr erzählt.“

Nicht nur durch seine Kunst, sondern auch durch seine unvergleichliche Art und sein Engagement wird Alfred Grimm in guter Erinnerung bleiben.

Friedenslicht im Ev. Kirchenkreis Dinslaken

Das Friedenslicht, das alljährlich in Bethlehem als Symbol für die Hoffnung auf eine gerechte Welt entzündet wird, ist auch in Nordrhein-Westfalen verteilt worden. Die Aktion steht in diesem Jahr in Deutschland unter dem Motto „Ein Funke Mut“. In einer Welt, die oft von Unsicherheit und Angst geprägt sei, würden Menschen gebraucht, die mutig vorangehen, so die Organisatoren. An der Aktion beteiligen sich die Pfadfinderverbände, die das Licht deutschlandweit verteilen. Auch im Ev. Kirchenkreis Dinslaken kann man seine Kerze am Friedenslicht entzünden. Unter anderem in:

Walsum-Vierlinden: Das Friedenslicht steht bei den Gottesdiensten ab dem 4. Advent zum Abholen bereit. Die Menschen können nach dem Gottesdienst ihre Kerzen entzünden. Dies gilt für jeden Gottesdienst.

Dinslaken-Hiesfeld: Das Friedenlicht aus Bethlehem wird 4. Advent um 10:00 Uhr im Rahmen des Gottesdienstes die Dorfkirche erreichen. Es kann in der Zeit von 13 bis 17 Uhr abgeholt werden.

Hünxe/Bruckhausen: Das Friedenslicht kann ab dem 24.12 in allen Gottesdiensten abgeholt werden.

Vielfältiges Gottesdienstangebot zum Weihnachtsfest

Dinslaken. Die Ev. Kirchengemeinden des Kirchenkreises feiern auch in diesem Jahr wieder zahlreiche sehr verschiedene Gottesdienste am Heiligen Abend und an den beiden Weihnachtsfeiertagen. Es gibt Gottesdienste für Familien mit Krippenspiel, festlich gestaltete Christmetten, Spätgottesdienste oder Mitsing-Gottesdienste. Alle Gottesdienste finden Interessierte unter: https://kirchenkreis-dinslaken.de/

 

Hier die Übersichten der verschiedenen Regionen:

Ev. Kirchengemeinden Dinslaken und Hiesfeld

 

Dinslaken: www.evangelische-kirchengemeinde-dinslaken.de

24.12. (Heiliger Abend)

15.00 Uhr

Erlöserkirche              Familiengottesdienst Musical

Betsaal Bruch             Familiengottesdienst mit Krippenspiel

Friedenskirche            Familiengottesdienst mit Krippenspiel

Stadtkirche                 Familiengottesdienst mit Krippenspiel

Neutorgalerie              Gottesdienst auf der Bühne (ohne Ticket)

17.00 Uhr

Friedenskirche            Christvesper

Erlöserkirche              Christvesper

Betsaal Bruch             Christvesper

Stadtkirche                  Christvesper

23.00 Uhr        Stadtkirche                 Christnacht mit Kantorei

Alle Gottesdienste am Heiligen Abend können aufgrund von Sicherheitsbestimmungen nur mit einem vorab kostenfreien gebuchten Ticket besucht werden. Die Tickets gibt es unter www.evangelische-kirchengemeinde-dinslaken.de Davon ausgenommen ist der Gottesdienst an der Neutorgalerie. Für diesen benötigen die Besucher kein Ticket.

25.12. (1.Weihnachtstag)

7.00 Uhr          Betsaal Bruch            Gottesdienst (Abm.)

11.00 Uhr        Friedenskirche            Gottesdienst (Abm.)

 

26.12. (2. Weihnachtstag)

11.00 Uhr        Betsaal Bruch           Wunschlieder Singen

 

 

Ev. Kirchengemeinde Hiesfeld:

Hiesfeld: www.evkg-hiesfeld.ekir.de/

24.12. (Heiliger Abend)

15.00 Uhr    Gemeindehaus Kirchstr. Familiengottesdienst

16.00 Uhr    Dorfkirche                       Christvesper

16.00 Uhr     Schützenhalle Bergstr. Familiengottesdienst

18.00 Uhr    Dorfkirche                      Christvesper

23.00 Uhr    Dorfkirche                      Christvesper

 

25.12. (1. Weihnachtstag)

10.00 Uhr    Dorfkirche                      Gottesdienst

26.12. (2. Weihnachtstag)

10.00 Uhr   Gemeinderaum Kurt-Schumacher-Str. Gottesdienst

 

Ev. Kirchengemeinden Hünxe

Hünxe: www.kirche-huenxe.ekir.de

 

24.12. (Heiliger Abend)

15.00 Uhr       Unsere Arche Bruckhausen    Familiengottesdienst

16.00 Uhr        Ev. Dorfkirche Hünxe  Familiengottesdienst

17.00 Uhr        Unsere Arche Bruckhausen    Christvesper

18.00 Uhr        Ev. Dorfkirche Hünxe   Christvesper

22.30 Uhr        Unsere Arche Bruckhausen    Christnacht

23.00 Uhr        Ev. Dorfkirche Hünxe   Christnacht

25.12. (1.Weihnachtstag)

9.30 Uhr          Ev. Dorfkirche Hünxe Gottesdienst mit Abendmahl

10.00 Uhr        Unsere Arche Bruckhausen    Gottesdienst mit Abendmahl

26.12. (2. Weihnachtstag)

11.00 Uhr        Ev. Dorfkirche Hünxe    Familiengottesdienst

10.00 Uhr        HEWAG-Seniorenstift  Gottesdienst mit Abendmahl

 

Ev. Kirchengemeinde Götterswickerhamm

Götterswickerhamm: https://www.evangelisch-in-voerde.ekir.de/

24.12. (Heiliger Abend)

15.00 Uhr        Voerder Kirchen                     Gottesdienst für „kleine Leute“

15.30 Uhr        Kirche Götterswickerhamm   Gottesdienst mit Krippenspiel

17.30 Uhr        Kirche Götterswickerhamm   Christvesper

22.30 Uhr        Voerder Kirche                       Christmette

 

25.12. (1.Weihnachtstag)

7.00 Uhr          Kirche Götterswickerhamm   Frühgottesdienst mit Posaunen

 

26.12. (2. Weihnachtstag)

10.00 Uhr        Ökumenisches Zentrum Barbarahaus    Gottesdienst

 

Ev. Kirchengemeinde Spellen-Friedrichfeld

Spellen-Friedrichfeld: https://spellen-friedrichsfeld.ekir.de/gottesdienste/

24.12. (Heiliger Abend)

15.00 Uhr        Kirche Friedrichsfeld              Kleinkindergottesdienst

15.00 Uhr        Kirche Spellen                         Familiengottesdienst

16.30 Uhr        Kirche Friedrichfeld                Familiengottesdienst mit Krippenspiel

17.00 Uhr        Kirche Spellen                         Christvesper

18.00                Kirche Friedrichsfeld             Christvesper

22.30 Uhr        Kirche Spellen                         Christmette

25.12. (1.Weihnachtstag)

7.00 Uhr          Kirche Götterswickerhamm   Frühgottesdienst mit Posaunen

26.12. (2. Weihnachtstag)

10.00 Uhr        Kirche Friedrichsfeld              Gottesdienst mit Lohberg Voices

 

 

Ev. Kirchengemeinde Gahlen

24.12. (Heiliger Abend)

14.30 Uhr        Friedenskirche Dorsten-Hardt   Familiengottesdienst mit Krippenspiel

16.00 Uhr        Dorfkirche Gahlen                        Familiengottesdienst Posaunenchor Gahlen

17.30 Uhr        Friedenskirche Dorsten-Hardt    Christvesper mit Kirchenchor

23.00 Uhr        Dorfkirche Gahlen                         Christmette mit Kirchenchor

 

25.12. (1.Weihnachtstag)

9.30 Uhr          Friedenskirche Dorsten-Hardt     Abendmahlgottesdienst

10.45 Uhr        Dorfkirche Gahlen                          Abendmahlgottesdienst mit MGV Gahlen

 

26.12. (2. Weihnachtstag)

10.45 Uhr        Dorfkirche Gahlen                          Gottesdienst mit „Liedern und Lichtern“

 

 

Ev. Kirchengemeinden Walsum: Aldenrade und Vierlinden

Walsum-Vierlinden:  www.walsum-vierlinden.de

 

24.12. (Heiliger Abend)

14.30 Uhr        Johanneskirche           Familiengottesdienst mit kleineren Kindern

16.00 Uhr        Martin-Niemöller-Haus Familiengottesdienst mit Krippenspiel

17.00 Uhr        Johanneskirche           Christvesper

22.00 Uhr        Johanneskirche           Christmette

 

25.12. (1.Weihnachtstag)

11.00 Uhr        Johanneskirche           Gottesdienst mit Abendmahl

 

26.12. (2. Weihnachtstag)

11.00 Uhr        Johanneskirche           Gottesdienst

 

Walsum-Aldenrade: www.kirchengemeinde-aldenrade.de

 

24.12. (Heiliger Abend)

14.30 Uhr        Kirche Wehofen                      Krabbelgottesdienst

15.00 Uhr        Kirche Aldenrade                    Familiengottesdienst

16.00 Uhr        Kirche Wehofen                      Familiengottesdienst

17.00 Uhr        Kirche Aldenrade                    Christvesper

23.00 Uhr        Kirche Aldenrade                    Christmette

 

25.12. (1.Weihnachtstag)

10.00 Uhr      Kirche Aldenrade                      Gottesdienst m. Abendmahl

 

26.12. (2. Weihnachtstag)

10.00 Uhr        Kirche Aldenrade                    Gottesdienst

 

Bunter Familiengottes zur Einführung von Pfarrerin Janna Brakensiek

Duisburg-Vierlinden. Mit einem großen, bunten Familiengottesdienst wurde jetzt Pfarrerin Janna Brakensiek  in die Ev. Kirchengemeinde Vierlinden eingeführt. Für diesen besonderen Anlass hatten sich die Verantwortlichen ein ganz besonderes Thema ausgesucht: Engel. Diese himmlische Wesen waren überall zu finden. Sei es in Janna Brakensieks Beitrag, sei es als gebastelte Wäscheklammerengel oder in den Worten von David Bongartz, Superintendent des Ev. Kirchenkreises Dinslaken: „Menschen können füreinander Engel sein. Darum schenke ich dir heute, liebe Janna, diesen kleinen Engel. Denn ein Teil deines Jobs ist es, für andere zum Engel zu werden: Wenn jemand traurig ist oder sich alleine fühlt, wenn jemand jemanden verloren hat, wenn jemand nicht mehr weiß, wie es weitergeht. Oder aber auch, wenn sich jemand einfach freut und seine Freude teilen möchte. Dann bist du dort. Du hörst zu, du tröstest, du erzählst von Gott und suchst Wege mit den Menschen, teilst Freud und Leid. Du gehst in die Kirche, in die Kita, zu älteren Menschen oder zu Familien und erzählst ihnen von Gott. Und manchmal werden Menschen dann denken: „Janna ist für mich wie ein Engel.“  In Anschluss führte der Superintendent die Pfarrerin offiziell ein.

Nach der Einführung und dem Abschluss des Gottesdienstes im Johanneskirche traf sich die Gemeinde zu einem zwanglosen Meet & Greet mit Saft, Keksen und Kaffee aus Kirchenkreis-Ape Mecki.

Stimmungsvolle Verabschiedung von Ursula Kappner in den Ruhestand

Dinslaken. Krankenhausseelsorgerin Ursula Kappner wurde jetzt mit einem stimmungsvollen Gottesdienst in der Krankenhauskapelle im Ev. Klinikum Dinslaken in den Ruhestand verabschiedet. In seiner Ansprache lobte David Bongartz, Superintendent des Ev. Kirchenkreises Dinslaken, ihr unermüdliches Engagement: „Auf den Stationen warst du an der Seite von Patientinnen und Patienten, Mitarbeitenden und Angehörigen; hast Trauergruppen begleitet, Gottesdienste gefeiert – für Sternenkinder, für Einsame, für all jene, deren Sehnsucht sich nach einem Ort sehnte.“

Zudem lies er die Anwesenden am bewegten beruflichen Lebensweg von Ursula Kappner teilhaben, die viel mehr war als eine Krankenhausseelsorgerin. So war sie viele Jahre in Simbabwe tätig und lies sich dort zur Familientherapeutin ausbilden. Im Anschluss unterrichtete sie lange am Berufskolleg in Essen. Bis sie sich schließlich nochmals einer neuen Herausforderung stellte und ihren Dienst als Krankenhausseelsorgerin in Dinslaken antrat.

Zum Schluss seiner Ansprache dankte David Bongartz der Pfarrerin für ihr Engagement in der menschenkirche  und gab ihr die besten Wünsche mit auf den Weg: „Liebe Ulla, für alles Neuland, das nun vor dir liegt, wünsche ich dir, dass dieser Geist dich weiter begleitet. Dass du im Ruhestand Orte findest, an denen dir Kraft wächst, Liebe dich trägt und Besonnenheit dir Frieden schenkt. Und dass dir Menschen begegnen, die dir von Herzen nahe sind und diesen Geist mit dir teilen. Gott segne dich auf deinem weiteren Weg.“

Einladung zur 2. Wirkstatt zum Thema „Kirchliche Körperschaften“

Im nächsten Termin möchten wir uns der Frage widmen, welches Potenzial in der Idee „kirchliche Körperschaft“ steckt. Bisher sind die Kirchengemeinden als öffentlich-rechtliche Körperschaften organisiert. Dies bringt viele Recht und Pflichten mit sich. Die Form der kirchlichen Körperschaft eröffnet neue Gestaltungsräume. Dabei geht um mehr als Strukturen. Es geht um Gestaltungskraft, Beteiligungsmöglichkeiten und die Frage, wie Kirche als Körperschaft handlungsfähig bleibt und zugleich Raum für neue Formen des Zusammenwirkens schafft.

Die 2. Wirkstatt lädt dazu ein, gemeinsam zu erkunden:

  • Was kann eine kirchliche Körperschaft – und was vielleicht auch nicht?
  • Welche Stärken und Gestaltungsspielräume haben wir vor Ort und im Kirchenkreis?
  • Wie verbinden wir rechtliche Rahmenbedingungen mit praktischer Kreativität und einem klaren geistlichen Auftrag?
  • Wie nutzen wir die Potenziale unserer Gemeinden, um die menschenskirche bis 2030 weiterzuentwickeln.

Auch diese Wirkstatt ist bewusst offen gestaltet: kein Vortrag, kein fertiges Konzept, sondern ein Forum für ehrliche, kreative und vertrauensvolle Diskussion. Nicht alle Antworten liegen bereit – aber wir bringen die entscheidenden Fragen miteinander auf den Weg. Wichtig bleibt: Wir gestalten diesen Prozess gemeinsam, mit gegenseitiger Unterstützung und der Bereitschaft, Verantwortung zu teilen.

 

Wann: Freitag, 05. Dezember 2025, 17:00–20:00 Uhr
Wo: Haus der Begegnung, Dorstener Str. 13, Hünxe
Wer: David Bongartz, Hanna Rommeswinkel-Meis
Organisation: David Bongartz, Hanna Rommeswinkel-Meis
Anmeldung: bis zum 01. Dezember unter superintendentur.dinslaken@ekir.de

Kreissynode beschließt Einsparungen bis 2030

Voerde.  Um 15.35 Uhr ist es geschafft: Die Synodalen der Kreissynode der menschenskirche (Ev. Kirchenkreis Dinslaken) haben einmütig die ersten wegweisenden Beschlüsse gefasst, um die menschenskirche fit für die Zukunft zu machen. So befürworteten die Abgesandten aus den 8 Gemeinden einstimmig das Einsparziel von 2 Millionen Euro bis 2030. „Wir sparen gemeinsam: Gemeinden, Diakonie, Kinderwelt und Kirchenkreis“, so Superintendent, David Bongartz. Ziel sei es, besser zu wirtschaften und gezielt zu investieren. „Wir stehen auf einer soliden Basis, wissen aber, dass die Einnahmen aufgrund der sinkenden Mitgliederzahlen zurückgehen werden“, sagte David Bongartz. Ergänzend fasste Kreissynodalvorstand Hermann Driesen zusammen: „Unser Ansatz ist: Wir wollen gestalten und nicht gestaltet werden.“ Auch die Haushalte der Kinderwelt, der Diakonie und des Ev. Kirchenkreises erhielten ein positives Votum.

Die Delegierten sprachen sich zudem für die Neukonzeptionierung des Pfarrdienstes aus. Künftig werden die Pfarrer*innen gabenorientiert und in interprofessionellen Teams arbeiten. Des Weiteren soll der Focus vermehrt auf Formate, die sich an den Lebenssituationen der Menschen orientieren, gelegt werden. Außerdem sollen Ehrenamtliche mehr Freiraum in spirituellen Bereichen erhalten und es werden ihnen mehr Schulungen angeboten.

Für Assessorin, Pfarrerin Susanne Jantsch, war dies ebenfalls eine besondere Synode. Nicht nur, dass diese in ihrer Heimatgemeinde Spellen-Friedrichfeld stattgefunden hatte, sondern es war das letzte Mal, dass sie selbst teilgenommen hat. Im Sommer verabschiedet sich die Pfarrerin in den Ruhestand. Auch für Pfarrer Hans Höroldt, Gemeinde Dinslaken, und Pfarrerin Ursula Kappner, Krankenhausseelsorge, war dies ihre letzte Teilnahme an einer Synode, bevor sie in den Ruhestand gehen.

Zudem wurden die Synodalen auf das kommende Jahr eingestimmt, in dem der Ev. Kirchenkreis Dinslaken mit einem großen Festwochenende, einer Wanderausstellung und einem großen Dankgottesdienst sein 100-jähriges Jubiläum feiert.

Foto (Ev. Kirchenkreis Dinslaken): Superintendent David Bongartz und Pfarrerin Susanne Jantsch, Assessorin.