Land in Sicht: Ergebnisse der Sommersynode 2025

Hünxe-Bruckhausen. Bei unserer Sommersynode am 14. Juni 2025  haben wir gemeinsam ein inspirierendes Zielbild für unsere Zukunft entwickelt: Eine menschenskirche als Kirchenkreis ohne Gemeindegrenzen, mit vielfältigen kirchlichen Orten, die durch ihre besondere Strahlkraft überzeugen. Unsere Schwerpunkte dabei? Seelsorge, Diakonie, Kinder und Jugend – für eine Kirche, die möglichst vielen Menschen nahe ist!

Ein Highlight in den Pausen eines intensiven und ergebnisreichen Tages war Meckis erster, offizieller Einsatz und ein toller Ort für Gemeinschaft und Austausch.

Mit zwei Prüfaufträgen als Ergebnis (die Einführung von kirchlichen Körperschaften als Organisationsebene für die Arbeit vor Ort und die Bindung der Pfarrstellen auf Ebene des Kirchenkreises) machen wir uns nun weiter auf den Weg. So wollen wir unserer gemeinsamen Vision Struktur geben.

Dies alles soll nicht nur im „Inner Circle“ geschehen, sondern mit allen, die mögen. Mit der neuen menschenskirche-App halten wir ab sofort auf dem Laufenden und senden unsere News, Termine und viele  Mitgestaltungs-Aktionen direkt auf das Handy: Als Web-App ganz einfach mit wenigen Klicks downloadbar: app.menschenskirche.de.

Lasst uns gemeinsam an einer lebendigen, verbindenden Kirche arbeiten!

Mecki bekommt Flügel – unser Kaffeemobil nimmt Fahrt auf!

Es tut sich was in der Heimwerkstatt von Henning Horstkamp: Dort wird aktuell mit viel Liebe und handwerklichem Geschick unsere Ape Mecki zum Kaffeemobil der menschenskirche umgebaut.

Derzeit bekommt Mecki buchstäblich „Flügel“ – die Seiten des Aufbaus wurden bereits aufgeschnitten und werden nun zu praktischen Klapptüren umfunktioniert. Und nicht nur das: Mecki bekommt sogar ein eigenes Waschbecken!

Auch die Technik ist bereit: Eine hochwertige Kaffeemaschine wurde bereits angeschafft – wir können es kaum erwarten, den ersten Kaffee auszugeben.

Im Juni ist es dann so weit: Zur Kreissynode in Bruckhausen feiert Mecki seinen offiziellen Auftakt. Und das ist erst der Anfang! Rund 20 Einsätze sind schon jetzt geplant, Mecki wird ein mobiler Treffpunkt für Begegnung und Austausch im ganzen Kirchenkreis. Zum Beispiel hier:

  • beim „Raderlebnistag NRW“ am 6. Juli gemeinsam mit der „Rollenden Kirche“ der katholischen Gemeinde
  • beim PDS Jam am 16. August in Dinslaken mit der Diakonie
  • beim Popup-Tauffest am 6. September  (Infos in Kürze auf der Homepage)
  • und bei vielen weiteren Gemeindeaktionen…

Mecki wird rollen, wo Kirche lebendig wird – offen, einladend und mitten im Leben.

Neugierig auf mehr? Bald gibt’s hier Bilder vom Umbau, den Fahrplan und Mitmach-Möglichkeiten!

Einladung zur 1. Ideenschmiede in 2025

Viermal im Jahr kommen wir in unseren Ideenschmieden zusammen: Das sind unsere Vernetzungstreffen für alle, die die Veränderungen in unserer Kirche in Region mitgestalten wollen.

Beim ersten Termin in diesem Jahr treffen wir uns in gemütlicher Runde in der Gaststätte „Dames“ in Hünxe.

Lasst uns gemeinsam Ideen schmieden, wie wir auch in Zukunft als menschenskirche nah bei den Menschen sind.

Unser Treffen ist für alle Interessierten offen, kommt einfach ohne Anmeldung vorbei.

Wir freuen uns auf den Austausch mit Euch!

 

 

Rückblick: „Für Liebe, die bleibt – Segen to go“ am Valentinstag

Am 14. Februar fand vor der Evangelischen Stadtkirche in Dinslaken zum ersten Mal die Segensaktion „Für Liebe, die bleibt – Segen to go“ statt. Rund 40 Paare – aus Dinslaken und darüber hinaus – nahmen die Einladung der Pfarrerinnen und Pfarrer der Menschenskirche an, um sich einen persönlichen Segen zusprechen zu lassen. Die Segnungen verliefen genauso, wie es sein sollte: Teils kamen die Paare aufgrund der Ankündigungen geplant, viele nutzten das Angebot ganz spontan beim zufälligen Vorbeispazieren.

Zwischen 15:00 und 19:00 Uhr gab es vor, in der Kirche und unter dem extra aufgestellten Rosenbogen berührende Momente der Wertschätzung, die zeigen: Liebe verdient Bestärkung und Segen – in all ihren Facetten und überall, wo möglich!

Die Aktion setzte ein starkes Zeichen für Vielfalt, Offenheit und die Beständigkeit der Liebe. Das kurze Innehalten und der Fokus auf das, was uns alle verbindet, machte den Valentinstag  – gerade in dieser aktuellen Zeit – zu einem besonderen Erlebnis für alle Beteiligten.

Vielen Dank an alle Haupt- und Ehrenämtler*innen sowie an spontane, helfende Hände, die diesen Tag mitgestaltet und bereichert haben!

 

Diese Kirche verändert sich!

Die 79. Landessynode der Evangelischen Kirche im Rheinland hat gezeigt: Unsere Kirche ist im Wandel. Sechs Tage lang wurden entscheidende Fragen zur Zukunft der Kirche diskutiert, Beschlüsse gefasst und Weichen gestellt.

  • Wir haben uns entscheidende Fragen zur weiteren Kirchenentwicklung gestellt.
  • Wir haben dank der evangelischen Jugend über Rassismus in der Kirche gesprochen und uns dazu bekannt, dass uns eine diverse Kirche ein Herzensanliegen ist.
  • Wir haben auch immer wieder gesellschafts-politische Themen aufgegriffen und aus unserem christlichen Glauben heraus nach Antworten gesucht.
  • Die Synode hat deutlich gemacht: Eine diverse und offene Kirche ist unser Ziel.

All diese Entscheidungen machen Mut für eine Kirche, die sich verändert – und so eine Zukunft hat.

Mehr Einblicke, Inhalte und Rückblicke zur Synode gibt es hier.

 

Auf dem Foto: David Bongartz, Marlies Schwinem, Christian Olges, Mirko Lipski-Reinhardt

 

Willkommen Mecki!

Herzlich willkommen in der Menschenskirche, Mecki! Am Freitag, 27. Juli 2024, ist Mecki, das MEnsChensKIrchenmobil, in Gahlen gelandet. Mecki ist eine kleine blaue Piaggio Ape 50, die derzeit von Henning Horstkamp, Presbyter Kirchengemeinde Gahlen, und weiteren Gemeindemitglieder*innen bis März nächsten Jahres zu einem richtigen Kaffeemobil umgebaut wird. Ab Ende März wird Mecki dann regelmäßig mit einem Ehrenamtsteam im ganzen Kirchenkreis unterwegs sein –  mit offenen Ohren, Kaffee, ausreichend Zeit für (Seelsorge)Gespräche, aber auch einfach, um eine niederschwellige Kontaktfläche anzubieten und die Menschenskirche den Menschen in den Gemeinden (noch) näher zu bringen. Mecki ist ein Gemeinschaftsprojekt von Ev. Kirchenkreis, Diakonie und Kinderwelt und erstes, konkretes Arbeitsergebnis unserer Zukunftssynode und dem Leitsatz der „mobilen Projekte“. 

Erste Abenteuer hat sie schon hinter sich – bei der Popup-Hochzeit im August in Götterswickerhamm war sie einer von 6 Hochzeitsorten, und bei der gemeinsamen Radtour der Kirchengemeinden Gahlen und Hünxe-Bruckhausen hat Mecki auch schon vorbeigeschaut. Jetzt wird Mecki bis März 2025 Pause machen und in der Zwischenzeit unter der Regie von Henning Horstkamp, Presbyter der Kirchengemeinde Gahlen und KSV-Mitglied, und weiteren Ehrenamtlichen der Kirchengemeinde Gahlen zu einem Kaffeemobil umgebaut werden.

Für Updates zum Umbau und der Vorbereitung hinter den Kulissen schaut gerne immer mal wieder auf unserer Mecki-Seite hier auf der Homepage vorbei oder auf unserem Insta-Kanal @mecki_unterwegs.

Pop-Up-Hochzeit in Götterswickerhamm: 98 Paare erhalten den Segen

Götterswickerhamm. Um 20:20 Uhr verlässt das junge Paar freudestrahlend mit seinen zwei kleinen Kindern und seinen Eltern die Ev. Kirche in Götterswickerhamm. Sie sind die letzten Liebenden, die sich bei der 1. Pop-Up-Hochzeit des Ev. Kirchenkreises Dinslaken segnen lassen haben. „Wir haben uns erst heute Morgen spontan dazu entschieden, nachdem wir davon im Radio gehört haben“, erzählt die Braut nach der Zeremonie. Die Familie ist extra aus Recklinghausen gekommen. Sie sind nicht die Einzigen, die eine weite Anreise in Kauf genommen haben. Es gibt Paare aus Aachen, Dortmund oder Osnabrück. Die weitestete Fahrt – oder besser gesagt Flug – können zwei gebürtige Dinslakener vorweisen, die aus Mallorca anreisen. Insgesamt 98 Paare haben an diesem besonderen Tag den Segen von einer der 25 Pfarrpersonen empfangen. „Dass so viele Menschen kommen, hat unsere kühnsten Erwartungen übertroffen“, freut sich Hanna Rommeswinkel-Meis, Pfarrerin und Mitorganisatorin. „Wir haben einfach noch eine Stunde drangehängt, um alle zu segnen“, fügt Katharina Bous, Pfarrerin und Mitorganisatorin hinzu.

Die Liebende, die an diesem Tag am Rhein, unter einer Kastanie, am Apfelbaum oder in der Kirche gesegnet werden, können nicht unterschiedlicher sein. Einige tragen ihre Alltagskleidung, manche haben sich mit Girlanden geschmückt oder andere erscheinen in  weißen, eleganten Brautkleidern. Das auch der Kauf einer solchen Robe spontan geht, beweist ein Paar, dass vorher einfach einen Zwischenstopp in der „Brautmoden-Straße“ in Duisburg-Marxloh eingelegt hat. „Aber egal, wie unterschiedlich die Menschen auch, sind. Eines haben alle gemeinsam. Sie waren alle glücklich und total begeistert von ihrer eigenen, individuellen Segnung“, erzählt Hanna Rommeswinkel-Meis. Und auch für die Pfarrerinnen und Pfarrer ist dieser Tag etwas sehr Besonderes. „Die Menschen waren alle so offen. Wir hatten tolle Gespräche“, so Katharina Bous. „Es war wie Ostern und Weihnachten zusammen“, fügt Pfarrer Mirko-Lipsky-Reinhardt schmunzelnd hinzu. Und natürlich ist eine Wiederholung nach so einem Erfolg nicht ausgeschlossen.

 

Impressionen & Eindrücke gibt es auch als kurzen Clip auf Youtube

Was machen die Kaffeebohnen da?!

Dies war nicht die zentrale Frage auf der großen Entdeckersynode des Ev. Kirchenkreises Dinslaken am 4. Mai 2024, sondern es ging darum, wie Kirche im Jahr 2035 aussehen soll. Mehr als vier Stunden hatten rund 200 geladene Gäste in der Zechenwerkstatt Lohberg in Dinslaken an 6 Mitmach-Stationen und in 3 Diskussionsrunden ihre Ideen, Kritik und Vorstellung über Kirche eingebracht. Das Ergebnis daraus waren drei Leitsätze, die im „Entdeckerjahr“ der menschenskirche. einen prioritären Arbeitsauftrag mit sich bringen.

Wie kommen die Kaffeebohnen hier ins Spiel?

Die sind eines der vier zentralen Motive auf dem Graffiti, das der Künstler Raphael Wiese im Verlauf der Veranstaltung aus den Impulsen der Gäste auf ein 4m-großes Holzschiff sprühte. „Wir brauchen allem voran ein Medium, um die Menschen mit und für Kirche zu erreichen“ – so fasste der junge Sprayer die erste Inspirationsquelle aus den Gesprächen mit den Gästen zusammen.

  • Der Kaffee als omnipräsentes Bindeglied für Menschen und Momente symbolisiert unkomplizierte und kurzweilige Begegnungen.
  • Den Raum für kirchliche Begegnungen sieht düster aus, das ist aber so gewollt. Die dunklen Wolken beschreiben, dass Kirche auch in Zukunft dort eine zentrale Rolle spielen wird, wo Hoffnung und Zuversicht gebraucht werden.
  • Die Sanduhr steht für die selbst gesetzte Deadline: Das Jahr 2035 scheint in weiter Ferne, ist aber gleichzeitig begrenzte Zeit. Und die ist am Ende des Tages nur bedingt beeinflussbar, denn vielmehr gilt es, die Wahrnehmung zu verändern.
  • Das Auge auf dem Schiff bringt all das zusammen: Zukunftsfähigkeit erlangt die Kirche, wenn sie sich neu beurteilt und neuen Betrachtungsweisen öffnet.

Das Kunstwerk war wie die drei Leitsätze ein gemeinsames Ergebnis aus den Interaktionen des Tages. „So wie das Schiff-Graffiti jedem Betrachter und jeder Betrachterin eine eigene Lesart anbietet, so darf auch Kirche nicht allein das konkrete Bild sehen, sondern muss Interpretationsspielräume lassen“, resümiert Raphael Wiese sein Werk.

Das Graffiti-Schiff steht derzeit im Verwaltungsgebäude des Kirchenkreises in Dinslaken, soll aber – so wie die Kirche der Zukunft – auch mobil bleiben und bei der ein oder anderen Veranstaltung immer wieder mit dabei sein.

 

Übrigens:

Das Wort Graffiti kommt aus dem italienischen, ist die Plural von Graffito und beschreibt ein Kratzbild oder eine in harten Stein geritzte Zeichnung. Der Ursprung liegt somit bereits einige tausend Jahre zurück und die Frage, ob Graffiti nicht aus der Mode kommt, ist schnell beantwortet. Nein, denn heute beschreibt es den oftmals illegalen Einsatz von Farbe auf Wänden, Mauern, Zügen o.a.. Die Kunst aus der Dose ist geprägt von einem kreativen Ausdruck in Form von Signaturen (Tags), Motiven, Figuren (Character) politische Parolen oder eine Buchstabengruppe (Style), die meist für die Szene und nicht für den Laien lesbar sind.