„Unsere Gedanken und Gebete sind bei den Menschen in Israel und Palästina“

„Das Geschehen im Nahen Osten bewegt uns sehr und unsere Gedanken und Gebete sind bei den Menschen in Israel und Palästina. Mit Schrecken sehen wir, wie auch hier in Deutschland der Terror der Hamas verharmlost wird und Antisemitismus um sich greift. Wir sind hier solidarisch an der Seite unserer jüdischen Mitbürger*innen.“ (Text: David Bongartz, Superintendent)

Unsere Anteilnahme und Hoffen auf Frieden in jeglichen Kriegsgebieten wollen wir in zahlreichen Friedensgebeten und mit einer Woche für den Frieden, Ausdruck verleihen. Hier ein Überblick der Veranstaltungen im Ev. Kirchenkreis Dinslaken:

Woche für den Frieden:

Die Nachrichten über Kriege in der Welt reißen nicht ab. Hass begegnet uns überall: Ob in Israel, in der Ukraine, oder vor unserer Haustür. Die Evangelische Jugend im Kirchenkreis Dinslaken will dem etwas entgegensetzen und ruft die Woche des Friedens aus. In der Zeit vom 3. – 12. November finden in den Jugendeinrichtungen einzelne Aktionen statt, die für mehr Frieden in der Welt werben.

7.11 ab 18 Uhr im Ev. Gemeindezentrum Katharina-von-Bora-Haus, Rönskenstraße 77, in Voerde

8.11. ab 16 Uhr und am 10. 11. ab 18 Uhr im KG Treff, Canarisstraße 9, in Duisburg-Vierlinden

9./10. 11 in der OT, Friedrich-Wilhelm-Str. 13, in Voerde

10.11 ab 15 Uhr im Brucklyn, Danziger Platz 10, in Hünxe-Bruckhausen

 

In folgenden Gemeinden finden aktuell Friedensgebete statt. Zudem beten die Gläubigen in den regulären Gottesdiensten für die Opfer und ihre Angehörigen.

Friedensgebete:

3.11. um 18:30 Uhr, Dorfkirche Hiesfeld, Krengelstraße 6, in Dinslake

3.11. um 18 Uhr, ökumenisches Friedensgebet, St. Elisabeth, Bülowstr. 52, in Voerde

3.11. um 18 Uhr ökumenisches Friedensgebet, kath. Kirche St. Albertus Magnus, Albert-Magnus-Weg 7, Hünxe-Bruckhausen

Ein Interview zum Thema finden Interessierte unter folgendem Link: Interview mit Wibke Janssen und Volker Haarmann . Dort beziehen Oberkirchenrätin Dr. Wibke Janssen und Dr. Volker Haarmann, Dezernent für den Bereich Christen und Juden, klar Stellung, erklären sich solidarisch mit den Menschen in Israel und verurteilen die Gewalt der Hamas. Sie äußern sich auch zu Kritik an Israel und den Folgen des Krieges im Nahen Osten für das christliche Dorf Nes Ammin im Norden Israels.

Foto: iStock

Umfrage: Soziale Angebote in Gefahr!

Viele Sozialeinrichtungen, wie OGsen, Kindergärten oder Pflegeeinrichtungen, können die aktuell steigenden Kosten kaum noch kompensieren. Wie brisant die Lage wirklich ist, zeigt jetzt eine Mitgliederbefragung der Wohlfahrtsverbände Arbeiterwohlfahrt (AWO), Diakonie Deutschland und der Paritätischen.

In einer Blitz-Umfrage haben die Verbände im Zeitraum 29. September bis 10. Oktober 2023 mehr als 2.700 gemeinnützige Organisationen und Einrichtungen aus dem gesamten Spektrum der sozialen Arbeit nach ihrer finanziellen Situation befragt:

  • Insgesamt verzeichnen die befragten Einrichtungen eine Kostensteigerung um durchschnittlich 16 Prozent seit Anfang 2022. Die Ergebnisse belegen, dass in der Praxis kaum ein Weg unversucht bleibt, aus eigenen Kräften die schwierige finanzielle Lage zu bewältigen.
  • Fast jede dritte befragte Einrichtung musste zur Kompensation sogar Personal abbauen plant Entlassungen.
  • Laut Umfrage mussten bundesweit bereits 40 Prozent der befragten Organisationen und Einrichtungen Angebote und Leistungen für Klient*innen aus finanziellen Gründen einschränken oder ganz einstellen.
  • 65 Prozent der Befragten gehen davon aus, kurzfristig Angebote und Leistungen weiter reduzieren zu müssen.
  • 59 Prozent aller Befragten rechnen zudem in den kommenden Monaten mit (weiteren) Einschnitten auf der Einnahmeseite. Im Ergebnis bedeutet das sowohl quantitative als auch qualitative Einschränkungen zu Lasten der sozialen Infrastruktur.

Sollte hier nicht entschlossen gegengesteuert werden, hätte dies “enorme Konsequenzen für unser Gemeinwesen, den gesellschaftlichen Zusammenhalt und all jene Menschen, die in schwieriger Lebenslage auf Hilfe, Beratung, Unterstützung und einen stabilen Sozialstaat angewiesen sind”, warnen die Wohlfahrtsverbände.

Die gesamte Umfrage finden Sie unter:

Umfrage-Ergebnisse

Besondere Gottesdienste zum Reformationstag

Dinslaken. Unsere acht Gemeinden im Kirchenkreis Dinslaken haben ein breites Spektrum an ganz verschiedenen Gottesdiensten zum Reformationstag vorbereitet, zu denen sie herzlich einladen. Am Reformationstag erinnern Protestantinnen und Protestanten in aller Welt an den Beginn der Reformation durch die Veröffentlichung der 95 Thesen von Martin Luther. Mit seiner Kritik an der Kirche seiner Zeit hat Luther Veränderungen angestoßen, die später zum Entstehen der evangelischen Kirche führten.

Dinslaken und Hiesfeld

31. Oktober um 19 Uhr, Hiesfelder Dorfkirche (Krengelstr. 6, Dinslaken) gemeinsamer Gottesdienst beider Kirchengemeinden, Pfarrerin Karin Daniel

Hünxe

31. Oktober um 20 Uhr, Ev. Kirche „Unsere Arche“ (Danziger Platz 10, Hünxe-Bruckhausen): gemeinsamer Gottesdienst für beide Bezirke der Kirchengemeinde ein. Thema: „Reformation ist (nicht) alles“; Pfarrer Mirko Lipski-Reinhardt

Gahlen

31. Oktober um 20 Uhr in der Friedenskirche Hardt (Pestalozzistraße 4, Dorsten-Hardt) Reformationstagsgottesdienst.

Walsum-Aldenrade

31. Oktober um 19 Uhr in der ev. Kirche Wehofen (Dr. Hans-Böckler-Str. 306, Duisburg) „Brot und Wein“ – ein besonderer Gottesdienst zum Reformationsfest. Eine Feier ohne Predigt, ein Stärkungsraum.Die Gemeinde sitzt gemeinsam am Tisch und hat Raum, um zu teilen: eigene Fragen, Gedanken, Lieblingslieder, Erlebnisse, Bilder und Texte, Brot und Wein. Jede und jeder kann etwas mitbringen. Gerne auch zum Essen.

Spellen-Friedrichsfeld

31. Oktober um 19 Uhr Gottesdienst zum Reformationsfest in der Kirche Friedrichsfeld  (Wilhelmstraße 34, Voerde) Begleitet wird der Gottesdienst vom Flötenkreis unter der Leitung von Inge Weßler. Nach dem Gottesdienst wird die Ausstellung „100 Jahre Ev. Kirche Friedrichsfeld – Eine Reise durch Raum und Zeit“ verabschiedet.

Götterswickerhamm

31. Oktober um 18 Uhr Gottesdienst in der Kirche Götterswickerhamm (Oberer Hilding 12, Voerde) mit Pfarrer Harald Eickmeier.

Walsum-Vierlinden

31. Oktober um 18 Uhr Gottesdienst in der Johanneskirche (Franz-Lenze Platz 47, Duisburg) mit den Konfirmanden, Thema: Perlen der Gemeinschaft. Was wir einbringen.

 

Kirchenkabarett-Abend mit Okko Herlyn

Dinslaken. Zu einem Kirchenkabarett-Abend lädt die Evangelische Kirchengemeinde Dinslaken am kommenden Sonntag, dem 29. Oktober, ein. Um 18 Uhr wird der Kabarettist und Theologe Okko Herlyn die Besucher in der Stadtkirche unter dem Motto begrüßen: „Dumm gelaufen: 300 Jahre Stadtkirche“. Mit dieser Veranstaltung beschließt die Kirchengemeinde das Programm aus Konzerten, Kleinkunst und Kultur, das seit Januar das Jubiläumsjahr begleitet hat. Okko Herlyns Kabarett, verschiedentlich ausgezeichnet, ist eine temporeiche Collage aus Szenen und Songs – zum Kirchenjubiläum und mit wachem Blick auf Kirche und Gesellschaft. Mal ironisch gebrochen, mal poetisch versponnen, mal hart neben der Stammtischkante. Eintrittskarten gibt es im Gemeindebüro, Duisburger Str. 72, und an der Abendkasse.

25.000 Menschen demonstrierten von dem Landtag: „Das war ein klares Zeichen!“

Düsseldorf. 25.000 Menschen aus ganz Nordrhein-Westfalen – darunter rund 300 Mitarbeitende der Ev. Kinderwelt und der Diakonie im Ev. Kirchenkreis Dinslaken – haben am Donnerstag vor dem Landtag in Düsseldorf für die Rettung der sozialen Infrastruktur in NRW protestiert. Eine der größten Demos, die der Landtag je gesehen hat. „Es ist überwältigend, wenn so viele Menschen für eine Sache einstehen und sich Gehör verschaffen wollen“, berichtet Monika Flock, stellvertretende pädagogische Leitung der Ev. Kinderwelt im Ev. Kirchenkreis Dinslaken, die mit vor dem Landtag demonstriert hat. „Das war ein klares Zeichen, denn die Landesregierung muss handeln“, so Superintendent David Bongartz, der ebenfalls nach Düsseldorf gereist war. Momentan könne man im Bereich der Kitas in der Kinderwelt und des Offenen Ganztages der Diakonie nur das Nötigste an Personal vorhalten, obwohl man allein im Kirchenkreis über 1 Million Euro an Haushaltsmitteln in diese beiden Bereiche investiere. „Wir engagieren uns hier mit Überzeugung, wollen dann aber auch wirklich gute und nachhaltige Arbeit leisten. Eine enorm wichtige Arbeit, denn die Kinder sind unsere Zukunft. Und an ihr spart gerade das Land NRW“, ärgert sich David Bongartz.  Insgesamt waren die Mitarbeitenden mit mehreren Bussen nach Düsseldorf gereist. Schon im Vorfeld der Demonstration hatten sie sich ins Zeug gelegt, Plakate gemalt, und Buttons gebastelt. „Ich hoffe, dass man uns gehört hat und es etwas gebracht hat“, resümiert Monika Flock.

Foto (Kinderwelt): v.l. Daniela Frank, pädagogische Leitung Ev. Kinderwelt, Nicole Elsen-Mehring, Geschäftsführerin der Diakonie und Superintendent David Bongartz halten ein Protest-Banner.

Für ein soziales NRW: Mitarbeitende der Kinderwelt und der Diakonie fahren zur Protest-Kundgebung

Dinslaken. Reduzierung von Öffnungszeiten, Schließung von Angeboten und drohende Insolvenzen: Das leise Sterben der sozialen Infrastruktur in Nordrhein-Westfalen hat begonnen. Mangelverwaltung gehört seit Jahren zum traurigen Alltag, nun ist der Kipppunkt erreicht. So geht es nicht mehr weiter! Die Freie Wohlfahrtspflege NRW startet deswegen die Kampagne „NRW bleib sozial!“ Den Auftakt bildet eine große Kundgebung am Donnerstag, 19.10., um 11.55 Uhr vor dem Düsseldorfer Landtag. Und wir – das heißt mehr als 200 Mitarbeitende der Ev. Kinderwelt im Ev. Kirchenkreis Dinslaken und mehr als 30 Mitarbeitende der OGSen der Diakonie im Ev. Kirchenkreis Dinslaken – sind dabei und werden protestieren. Auch Superintendent David Bongartz wird an der Protestaktion teilnehmen. Denn die Einrichtungen der Diakonie und der Kinderwelt sind ebenfalls betroffen. Die aktuellen Lohnsteigerungen haben riesige Löcher in die Haushaltskassen gerissen und die Hilfeversprechen der Landesregierung sind nur ein Tropfen auf den heißen Stein.

Alle Eltern wurden im Vorfeld über die Protestaktion informiert und es gab durchweg positives Feedback. In allen Einrichtungen der Kinderwelt und in den OGSen der Diakonie wurde eine Notbetreuung eingerichtet. Über 140 Organisationen aus ganz Nordrhein-Westfalen unterstützen die von der Freien Wohlfahrtspflege NRW getragene Initiative zur Rettung der sozialen Infrastruktur in NRW. Erwartet werden mindestens 10.000 Menschen aus ganz NRW.

„Die Politik scheint die Augen vor gesellschaftlichen Realitäten zu verschließen. Die gesellschaftlichen Herausforderungen werden nicht weniger, sondern mehr. Eigentlich bräuchte die soziale Infrastruktur mehr Unterstützung. Doch der Bund kürzt massiv, freiwillige Leistungen der finanzschwachen Kommunen brechen weg und im Landeshaushalt bilden sich die Preissteigerungen nicht ab oder es wird gar gekürzt“, so Christian Woltering, Vorsitzender der Freien Wohlfahrtspflege NRW. „So geht es nicht weiter, das soziale Netz, das unsere Gesellschaft zusammenhält, wird kaputt gespart. Daher rufen wir alle Menschen aus NRW auf, gemeinsam mit uns Flagge vor dem Landtag zu zeigen!“ Donnerstagvormittag steht die Haushalts-Anhörung im Finanzausschuss auf der Agenda, Vertreter*innen aller im Landtag vertretenen demokratischen Parteien haben zudem zugesagt, auf der Kundgebungs-Bühne ins Gespräch zu kommen.

Kampagne „Nicht wegsehen, hinschauen!“ gestartet

Dinslaken. Die Täter oder Täterinnen sind unter uns und verbergen sich hinter einer gut einstudierten Fassade. Es kann jeder sein. „Doch wir, der Ev. Kirchenkreis Dinslaken, die Diakonie und die Kinderwelt schauen nicht weg. Bei uns sollen Täter und Täterinnen von sexualisierter Gewalt keine Chance haben“, sagt Superintendent David Bongartz. Deshalb startet der Ev. Kirchenkreis jetzt eine Kampagne, mit der die Menschen, aber vor allem die Mitarbeitenden und Ehrenamtlichen, nochmals sensibilisiert werden sollen. Insgesamt werden 5000 Flyer mit Ansprechpartnern für Betroffene und Meldestellen für Mitarbeitende sowie 200 Plakat verteilt. Dies ist jedoch nicht die erste Maßnahme des Kirchenkreises: Schon seit 2019 wird vorgebeugt: Mit der Einstellung von Nicole Seidenstücker, als Beauftragte für Präventionsmaßnahmen gegen sexualisierte Gewalt, wurde eine feste Ansprechpartnerin installiert. Zudem gibt es noch drei weitere Vertrauenspersonen, an die sich die Mitarbeitenden und Ehrenamtliche wenden können: Julia Glettenberg, Mitarbeiterin der Diakonie, Stefanie Dahlmann, Mitarbeiterin der Kinderwelt und Pfarrer Ralph-Rüdiger Penczek. Der Kirchenkreis und alle Gemeinde sowie jede Einrichtung haben Schutzkonzepte erarbeitet. „Zudem haben wir schon 2020 begonnen alle Mitarbeitenden und Ehrenamtliche umfassend zu schulen und zu sensibilisieren. Insgesamt sind bislang 625 Personen unterwiesen worden“, berichtet Nicole Seidenstücker. Neben der Schulung müsse jeder Mitarbeitende ein erweitertes Führungszeugnis vorweisen und eine Selbstverpflichtungserklärung unterschreiben.  Außerdem besteht eine Meldepflicht, wenn man einen möglichen Fall von sexualisierter Gewalt durch Mitarbeitende bemerkt. „Wir legen sehr großen Wert auf eine Kultur der Achtsamkeit und einen sensiblen Umgang miteinander“, so die Expertin. „Uns ist es wichtig, dass alle Mitarbeitenden und Ehrenamtliche sensibilisiert sind, wissen, was sie tun müssen und wo sie Hilfe und Unterstützung bekommen“, ergänzt David Bongartz.

Seit der Einführung der Schutzkonzepte gab es bislang noch keinen konkreten Fall. Jedoch wurde einmal unwissentliches, grenzüberschreitendes Verhalten durch geschulte ehrenamtliche Mitarbeitende festgestellt. Die betroffene Person wurde darauf hingewiesen und im Rahmen eines Gesprächs konnte eine Klärung sowie eine Veränderung ihres Verhaltens erzielt werden. „An diesem Beispiel lässt sich gut erkennen, dass unsere Bemühungen fruchten“, so Nicole Seidenstücker. Es habe ein Umdenken stattgefunden. „Lappalien“ würden nicht abgetan, sondern angesprochen. „Wir sehen hin“, sagt David Bongartz.

Foto (Kirchenkreis) v.l.: Julia Glettenberg, Vertrauensperson und Mitarbeiterin der Diakonie, Superintendent David Bongartz; Nicole Seidenstücker, Vertrauensperson und Beauftragte für Präventionsmaßnahmen gegen sexualisierte Gewalt und Timon Mecks, Geschäftsführer der Ev. Kinderwelt im Ev. Kirchenkreis Dinslaken.

Israel: Digitale Andacht zum Gedenken der Opfer

Täglich werden mehr Details der schrecklichen Greueltaten, die in Israel geschehen sind, bekannt. Unser Mitgefühl gilt allen Opfern und ihren Angehörigen. Unsere Gedanken sind bei allen, die jetzt Schutz und Zuflucht suchen müssen. Der Solidarität, der Trauer und der Fürbitte soll auch in einer digitalen Andacht Raum gegeben werden, dazu lädt die Ev. Kirche im Rheinland ein.

Am Freitag, den 13. Oktober, geht sie um 16 Uhr auf ekir.de und dem landeskirchlichen YouTube-Kanal https://www.youtube.com/user/ekirinternet online, Sie können sich gerne im Livechat auf YouTube beteiligen. Danach steht die Andacht auch auf Facebook https://www.facebook.com/ekir.de/  und Instagram https://www.instagram.com/evangelisch bereit.

Foto: © Birgit Arndt / fundus-medien.de

„Wir stehen solidarisch an der Seite unserer jüdischen Mitbürger*innen“

Dinslaken. Die Gewalt in Israel erschüttert weltweit und macht fassungslos. Viele Menschen sind in Gedanken bei den Opfern und Angehörigen der Gewalttaten. 43 Christ*innen aus Dinslaken verfolgen die Nachrichten aus dem Land derzeit mit einem ganz besonders flauen Gefühl im Magen, denn eigentlich wären sie zu einer Pilgerreise aufgebrochen und hätten in diesen Tagen am See Genezareth verweilt, bevor sie nach Bethlehem und Jerusalem weitergereist wären. Aber am vergangenen Samstag, dem 7. Oktober, überschlugen sich die schlimmen Nachrichten aus Israel-Palästina, so dass die ökumenische Reisegruppe der Evangelischen Kirchengemeinde Dinslaken und der katholischen Pfarrgemeinde St. Vincentius am Flughafen Düsseldorf nach dem Einchecken die Entscheidung traf die Reise abzubrechen. „Schweren Herzens haben mein katholischer Kollege Pastor Thomas Berger und ich so mit der Gruppe entschieden. Im Nachhinein sind wir froh, vor unwägbaren Gefahren gewahrt geblieben zu sein“, erzählt der Pfarrer weiter. „Jetzt aber sind unsere Gedanken bei den Opfern der Terrorakte und den vielen an Leib und Seele Verletzten. Möge ein Flächenbrand verhindert werden und mögen die Stimmen der Vernunft und der Friedenswilligen wieder eine Chance im Heiligen Land erhalten“, so Armin von Eynern.

Auch der Superintendent des Ev. Kirchenkreises Dinslaken, David Bongartz gedenkt der Opfer und bittet zum Friedensgebet: „Fassungslos stehen wir dem Terror gegenüber, der die Menschen in Israel getroffen hat. Wir stehen solidarisch an der Seite unserer jüdischen Mitbürger*innen und bitten alle Christinnen und Christen für den Frieden zu beten, gerade weil er in diesen Zeiten so unerreichbar erscheint.“

Zum Beispiel mit einem Gebet, das Miriam Haseleu, Pfarrerin und nebenamtliches Kirchenleitungsmitglied der Ev. Kirche im Rheinland, formuliert hat:

 

Gebet nach dem Angriff auf Israel

Gott,

du bist der, der da ist,

der Gott Israels, unser Gott.

Wir haben keine Worte für das, was in diesen Tagen in Israel geschieht.

Keine Worte für das Leid, das die Terroristen der Hamas über Tausende Menschen gebracht haben.

Keine Worte für das Unrecht, das Kindern, Frauen, Männern und Familien angetan wurde und wird.

Mit unserem Entsetzen kommen wir zu dir, Gott.

 

Wir bitten dich:

Breite das Zelt deines Friedens aus über die Menschen in Israel.

Dein Frieden, dein Shalom, ist Schutz und Freiheit.

Breite deinen Frieden aus über die, die um Angehörige bangen und trauern.

Über die Verwundeten und die, die fliehen mussten.

Breite das Zelt deines Friedens aus über die, die noch bedroht werden von Terroristen und Raketen.

Lass die Entführten und Verschleppten schnell befreit werden und nach Hause kommen.

Breite das Zelt deines Friedens aus über die, die unter Gewalt leiden müssen, und lass die Gewalt enden.

 

Wir bitten dich, Gott:

Breite das Zelt deines Friedens aus über die jüdischen Menschen in Deutschland und in allen Ländern, die in diesen Tagen Angst und Bedrohung ausgesetzt sind.

Gott, wir haben keine Worte, und doch müssen wir welche finden.

Hilf uns dabei, dass wir als evangelische Christinnen und Christen unmissverständlich an der Seite Israels und der jüdischen Gemeinschaften überall in der Welt stehen. Dass wir laut und deutlich eintreten gegen Judenfeindlichkeit und gegen Israelhass. Dass wir sichtbar und hörbar sind in unserer unverbrüchlichen Solidarität mit unseren jüdischen Geschwistern.

Bestärke uns Worte, Stimme und Taten dafür zu finden.

Gott, du bist der, der da ist. Breite das Zelt deines Friedens aus über Israel und über die ganze Welt.

Amen.

Der Solidarität, der Trauer und der Fürbitte soll auch in einer digitalen Andacht Raum gegeben werden, zu der wir Sie herzlich einladen. Am Freitag, den 13. Oktober, geht sie um 16 Uhr auf ekir.de und dem landeskirchlichen YouTube-Kanal https://www.youtube.com/user/ekirinternet online, Sie können sich gerne im Livechat auf YouTube beteiligen. Danach steht die Andacht auch auf Facebook https://www.facebook.com/ekir.de/  und Instagram https://www.instagram.com/evangelisch bereit. Gerne können Sie den Beitrag weiterverwenden.

Foto: Esther Stosch / fundus-medien.de