Spielkirche erleben und gestalten: Workshop bringt Kita, Schule und Kirche zusammen

Wie können Kinder Kirche spielerisch entdecken, erleben und selbst gestalten? Mit dieser Frage beschäftigten sich Mitarbeitende der menschenskirche und des Ev. Schulreferates Duisburg/Niederrhein aus Kitas, Grundschulen, Kirche und dem offenen Ganztag der Diakonie bei einem gemeinsamen Workshop am 2. Juni in Dinslaken zur Einführung der Spielkirche. Eingeladen hatten das Evangelische Schulreferat Duisburg/Niederrhein in Kooperation mit der Diakonie Dinslaken und der Evangelischen Kinderwelt Dinslaken.

Von der theologischen und pädagogischen Grundlage bis zur praktischen Umsetzung erhielten die Teilnehmenden Einblicke in das Konzept der Spielkirche. Dabei wurde deutlich: Kinder lernen religiöse Inhalte besonders nachhaltig, wenn sie diese mit allen Sinnen erfahren, selbst gestalten und im Spiel ausprobieren können.

Im Mittelpunkt standen die verschiedenen Elemente kirchlichen Lebens. Anhand von Materialien und sogenannten Kasualienkarten konnten die Teilnehmenden die Elemente von Gottesdienst, Taufe, Abendmahl, Trauung und Beerdigung kennenlernen und selbst erproben. In kreativen Praxisphasen entstanden erste Ideen, wie Spielkirche in Kitas, OGS und im Religionsunterricht sowie in den Gemeinden umgesetzt werden kann.

Besonders wertvoll war der gemeinsame Austausch zwischen den unterschiedlichen Arbeitsfeldern. Gemeinsam wurden Ideen entwickelt, wie die Spielkirche zusammen mit Kita- und Grundschulkindern eingesetzt wird, wie die Materialien der Spielkirche auch im freien Spiel wirken  und wie Kinder beim Übergang von der Kita in die Grundschule begleitet werden können. Wichtig war hierbei immer auch der sensible Umgang mit Vielfalt, sowohl konfessionell als auch interreligiös.

„Wenn Kinder hier in Rollen schlüpfen, erleben sie Themen des Alltags hautnah. Sich gemeinsamen freuen, traurig sein, einander Halt geben, teilen und Gemeinschaft erleben, bekommen in der Spielkirche einen neuen Raum. Wir freuen uns sehr, dass die Spielkirche die Erwachsenen bereits heute begeistert hat.“ sagt Daniela Frank, pädagogische Leitung der Evangelischen Kinderwelt Dinslaken.

Der Workshop ist Teil des gemeinsamen Engagements, neue Formen kirchlichen Lernens zu entwickeln und Kinder frühzeitig mit den vielfältigen Ausdrucksformen von Kirche vertraut zu machen – offen, spielerisch und lebensnah.

 

Auf dem 3er-Foto v.l.: CLaudia Ehling (Schulreferentin Ev. Schulreferat Duisburg Niederrein, Daniela Frank (Pädagogische Leitung Ev. Kinderwelt im Ev. Kirchenkreis Dinslaken), Nicole Weltgen (Jugendreferentin Ev. Kirchenkreis Dinslaken)

Trauer um zwei verstorbene Kinder: Offene Stadtkirche und Seelsorge

In Dinslaken sind am Dienstag, 27. Mai, zwei Kinder bei einem schrecklichen Verkehrsunfall ums Leben gekommen. Eine Nachricht, die uns tief erschüttert und sprachlos macht.

Unsere Gedanken, unser Mitgefühl und unsere Gebete sind bei den Familien, Freundinnen und Freunden der Kinder und bei allen, die dieses tragische Unglück miterleben mussten.

Als menschenskirche möchten wir in diesen Tagen Raum geben für Trauer, Stille, Gemeinschaft, Gebet und für all das, was gerade keine Worte hat…

Deshalb öffnen wir heute, morgen und Samstag die Stadtkirche Dinslaken. Menschen dürfen kommen und einen Ort aufsuchen, an dem sie mit ihrer Erschütterung nicht allein sind.

Die Stadtkirche ist offen am

  • Donnerstag, 29. Mai, 10 bis 18 Uhr
  • Freitag, 30. Mai, 10 bis 18 Uhr
  • Samstag, 31. Mai, 10 bis 14 Uhr

Seelsorgerinnen und Seelsorger stehen am Donnerstag, am Freitag von 16:30 bis 18:30 Uhr  und am Samstag von 10 bis 14 Uhr in der Stadtkirche für Gespräche, Zuhören und Begleitung bereit.

100 Jahre menschenskirche: Bilder sagen mehr als Worte

Zwei unvergessliche Jubiläumstage in der Lohberger Zechenwerkstatt zu „100 Jahre menschenskirche“ liegen hinter uns: Am Freitag, 8. Mai,  feierten über 1.000 Haupt- und Ehrenamtliche aus Kirchenkreis, Gemeinden, Diakonie und Kinderwelt beim Mitarbeitenden-Fest voller Musik, Gemeinschaft und Emotionen. Am Samstag, 9. Mai, kamen zahlreiche geladene Gäste aus Kirche, Politik und Gesellschaft zum festlichen Empfang zusammen – mit bewegenden Worten, Konfetti und Blicken zurück und nach vorn.

Von Herzen danke an alle, die diese besonderen Tage möglich gemacht haben – ihr seid menschenskirche.

Wir waren laut gegen die leise Not: Beats for Benefit in 3. Auflage

Bei bestem Wetter kamen am Wochenende über 600 Menschen beim Beats for Benefit in der Lohberger Zechenwerkstatt zusammen. Vor und in der Halle wurde gequatscht, gegessen, getrunken, gelacht und getanzt – und vor allem gemeinsam ein starkes Zeichen gegen Kinderarmut gesetzt.

Die vielen positiven Rückmeldungen und die große Wertschätzung, die der Veranstaltung von allen Seiten entgegengebracht wurden, haben deutlich gezeigt, wie wichtig gemeinschaftliches Engagement für dieses Thema ist.

Ein herzlicher Dank gilt allen Sponsoren, Unterstützenden und Mitwirkenden, die mit ihrem Engagement, ihrer Hilfe und ihrem Vertrauen zum Gelingen der Veranstaltung beigetragen haben. Ein besonderer Dank geht außerdem an die Bands für ihre großartigen Auftritte und die musikalische Gestaltung des Wochenendes.

Aktuell werden die eingegangenen Spenden noch ausgezählt. Die finale Spendensumme wird in Kürze bekannt gegeben. Schon jetzt zeigt sich jedoch, wie groß die Bereitschaft war, gemeinsam die Kinderarmutsprojekte zu unterstützen.

Nicht nur die aktuellen Medienberichte zur Armutsgefährdung 2025 machen deutlich: Das Thema Kinderarmut wird uns leider weiterhin beschäftigen – und genau deshalb bleibt gemeinsames Engagement so wichtig.

 

mehr zum Diakonie-Projekt Kein Kind in Armut

Das Beats for Benefit Volume 3 wird größer, bunter und lauter

Unsere Mission: Kinderarmut ist in Deutschland immer noch Realität. Doch wir sagen: Nicht mit uns! Mit Musik, Zusammenhalt und Herz setzt das Team die Diakonie im Ev. Kirchenkreis Dinslaken auch 2026 wieder ein Zeichen und lädt am 9. Mai ab 18 Uhr zum 3. Beats for Benefit-Festival in die Zechenwerkstatt Lohberg ein, um für den guten Zweck zu sammeln. Alle Spenden gehen an das Projekt „Kein Kind in Armut“. „Unser Ziel ist es, den Erfolg von zwei Jahren zu toppen“, so Alexandra Schwedtmann, Geschäftsführerin der Diakonie im Ev. Kirchenkreis Dinslaken. Mehr als 700 Festivalbesucher erlebten in 2024 einen coolen Abend und es konnten mehr als 8000 Euro gesammelt werden. Das Geld wurde unter anderem dazu verwendet Ferienangebote für Familien zu realisieren.

Diesmal gehen die Bands Tobisebito; Nachspielband, Dammriss, Gorilla Night Club und Marcel Krause an den Start. Und natürlich ist der Eintritt frei.  Doch warum ist eine Fortsetzung nötig? „Leider ist das Thema Kinderarmut aufgrund von aktuellen Krisen mal wieder in den Hintergrund gerückt“, erläutert Alexandra Schwedtmann. Die Diakonie werde jedoch solange auf das Thema aufmerksam machen, bis in Deutschland auch Kinder aus finanziell schwachen Familien nicht hungrig zur Schule gehen müssten, im Verein Sport machen könnten oder Hilfe bei Lernschwierigkeiten erhalten würden. „Alle Kinder müssen die gleichen Chancen haben, sich gut zu entwickeln“, so die Geschäftsführerin.  Um dazu beizutragen, werde das Team der Diakonie auch dieses Mal während des Festivals Spenden sammeln. Zudem werden Hoodies und T-Shirts mit dem Beats for Benefit-Logo verkauft und die Besucher können Festival-Becher erwerben.

Schon im Vorfeld der Veranstaltung konnte das Team der Diakonie viele Unterstützer*innen für das Festival finden: die Wohnbau Dinslaken, die Niederrheinische Sparkasse RheinLippe; das Architektur- Ingenieurbüro Wegner & Gühmann, die Steuerberater Müller-Theis; IT-Advise & Systems GmbH IT Systemhaus; Dr. Frank G. Neidel, Spezialpraxis für Eigenhaartransplantation; Schallmeister GmbH; Sanitätshaus ScheffMed, Bauzentrum Mehring und Ziele und Zeichen. „Nur durch ihre Unterstützung war die Umsetzung dieses Großprojektes möglich“, berichtet Geschäftsführerin Nicole Elsen-Mehring. Zudem haben folgende Organisationen und engagierte Bürger*innen am Abend einen Verkaufsstand vor Ort, die Kutscherstube, das Kinder- und Jugendparlament Dinslaken, IT-Advise & Systems GmbH IT Systemhaus, die Wohnbau Dinslaken, die Omas gegen Rechts, Borggrewe Eventcatering,  Fabian und Lauredana Lücking von der Reset Ranch und die Lions Dinslaken.

Die Bands

Gorilla Night Club: Die Band, bestehend aus Gitarrist und Sänger Micha, Bassisten Roman, Gitarrist Sascha und Schlagzeuger Jan, bewegt sich musikalisch zwischen Alternative Rock und clubtauglichen Einflüssen. Treibender Bass, kraftvolle Drums und markante Gitarrenriffs bilden das Fundament, über dem sich der Gesang entfaltet. Statt Genregrenzen geht es vor allem um Energie und um das Gefühl, das entsteht, wenn vier Menschen zusammen Musik machen, die sie selbst antreibt.

Nachspiel: Die Band besteht aus Patrick (Gesang und Gitarre), Christian (Gitarre, Keyboard, Gesang), Holger (Bass, Gesang), Ville (Schlagzeug, Gesang) und Sven (Gitarre, Gesang).  Ihr Repertoire umfasst eine vielfältige Mischung aus Rockmusik des aktuellen Jahrtausends – mal kraftvoll und energiegeladen, mal gefühlvoll und ruhig.

TOBISEBITO: Tobias Mengede (Gitarre, Gesang), Marcus Ugljanin (Schlagzeug) und Tim Jansen (Keyboards, Gesang) machen nun seit 28 Jahren gemeinsam Musik. Die Band covert ihre Lieblingssongs der musikalischen Vorbilder. Da geben sich Tom Petty, U2, Brian Adams und Phil Collins die Klinke in die Hand. Gecovert werden aber in diesem Jahr viele neu ins Programm der Band aufgenommene Künstler.

Marcel Krause: Der DJ stammt aus Hünxe und produziert schon seit seinem 18. Lebensjahr eigne Lieder. Er bedient die Genres Deephouse, Melodic Techno und Techno. Im Jahr 2023 nahmen die Labels Nalu Nalu Records, Complexed Records und Tiefdruckgebeat eigens produzierte Songs von Marcel unter Vertrag.

Dammriss: Die Punkrock-Band, bestehend aus Schraube (Gesang, Gitarre), Matze (Gitarre, Gesang), Alex (Bass, Gesang) und Olli (Schlagzeug), wurde 2010 gegründet. Ihre Musik ist eine Mischung aus Punkrock, Ska und Pop. Die Band war in den vergangenen Jahren auf zahlreichen Festivals wie Rock am Ring und Rock im Park vertreten.

 

Mehr dazu:

alle Infos zum Festival

alle Infos zum Projekt Kein Kind in Armut

Spendenlauf für „Kein Kind in Armut“: Große Unterstützung aus der Gemeinschaft

Beim Spendenlauf des Dinslakener Runningclubs LOP am 7. Dezember 2025 liefen zahlreiche Teilnehmerinnen und Teilnehmer für den guten Zweck. Der Laufclub widmete seinen wöchentlichen Lauf an diesem Tag unserem Projekt „Kein Kind in Armut“ und sammelte dabei Spenden für Kinder und Familien in Dinslaken.

Der Spendenlauf hat eindrucksvoll gezeigt, wie stark der Zusammenhalt in Dinslaken ist. Dank des Engagements vieler Menschen und Initiativen konnten für unser Projekt „Kein Kind in Armut“ zahlreiche Spenden gesammelt werden.

Bereits direkt nach dem Lauf waren 1.100 Euro zusammengekommen – und auch danach gingen weiterhin Online-Spenden ein. Nun konnten wir eine offizielle Spendenübergabe feiern: Der LOP Runningclub übergab eine beeindruckende Summe von mehr als 900 Euro für den guten Zweck.

Diese Unterstützung zeigt, wie viele Menschen sich gemeinsam dafür einsetzen, dass Kinder und Familien in unserer Stadt bessere Chancen bekommen.

Ein großes Dankeschön an alle Beteiligten

Unser herzlicher Dank gilt insbesondere dem LOP Runningclub, der den Spendenlauf organisiert und damit den Grundstein für diese großartige Aktion gelegt hat.

Ebenso danken wir den Hiesfelder Damen und Herren vom TV Jahn Hiesfeld Hockey, die ihr Spiel am 7. Dezember spontan unserem Projekt widmeten und mit ihrer Unterstützung zu einer Spendensumme von 600 Euro beigetragen haben.

Ein Dank geht auch an den Runningclub Pace Crew Dinslaken, der mit seiner Teilnahme gezeigt hat, wie stark die lokale Lauf-Community zusammenhält, sowie an den Dinslakener Bürgermeister Simon Panke, der selbst mitgelaufen ist.

Ein besonderer Dank gilt außerdem allen Läuferinnen und Läufern, allen Menschen, die die Aktion im Vorfeld geteilt haben, und natürlich allen, die gespendet haben – auch wenn sie am Tag selbst nicht dabei sein konnten.

Gemeinsam gegen Kinderarmut

Die gesammelten Spenden fließen vollständig in unser Projekt „Kein Kind in Armut“. Damit unterstützen wir Kinder und Familien in schwierigen Lebenslagen und schaffen konkrete Hilfsangebote vor Ort. Wer mehr darüber erfahren möchte, woran wir im Rahmen des Projekts arbeiten und welche Angebote wir schaffen, findet weitere Informationen HIER.

Der Spendenlauf hat gezeigt: Wenn viele Menschen zusammenkommen und gemeinsam laufen, kann Großes entstehen.

Auf dem Foto (v.l.): Alexandra Schwedtmann, Geschäftsführerin Diakonie Dinslaken im Ev. Kirchenkreis Dinslaken, Laura Hoppe, Max Melerski, Paul Bunge (alle LOP Runningclub)

Ferienzeit ist Segenszeit – einfach vorbeikommen und Segen mitnehmen

Die Sommerferien starten in NRW– eine Zeit zum Auftanken, Ausruhen, Verreisen oder einfach zum Genießen. Genau dafür möchte die menschenskirche etwas mit auf den Weg geben: einen Moment der Ruhe, gute Worte, einen persönlichen Segen.

Am 01. August zwischen 14 und 18 Uhr findet an der Ev. Stadtkirche Dinslaken eine offene Segen-to-go-Aktion statt. Ganz gleich, ob eine Reise geplant ist, die Ferienzeit zu Hause verbracht wird oder einfach eine kleine Pause im Alltag gut tut – jede*r ist herzlich willkommen.

Es gibt einen individuellen Segen für den Sommer – für den Weg, die Auszeit oder das Innehalten im Hier und Jetzt. Ohne Anmeldung, ohne Voraussetzungen. Natürlich darf auch Mecki, die neue Kaffee-Ape nicht fehlen und versorgt alle, die mögen mit frischem Kaffee!

Wann & Wo:

Ev. Stadtkirche Dinslaken
Freitag, 01. August 2025
14:00 – 18:00 Uhr

Die menschenskirche wünscht allen eine gesegnete, erholsame Ferienzeit – mit Sonne im Herzen, kleinen Wundermomenten und viel guter Energie für alles, was kommt.

Das ist die neue Web-App der menschenskirche – eine (weitere) digitale Verbindung zur Gemeinschaft!

Auf der Synode wurde zum ersten Mal unsere brandneue menschenkirche App vorgestellt. Sie ist der persönlicher Begleiter für alle Neuigkeiten, Veranstaltungen und Highlights aus dem Kirchenkreis, den Gemeinden, den Werken sowie der Kinderwelt. Außerdem gibt es einen übersichtlichen Veranstaltungskalender mit  allen Entdeckertreffen, Tourdaten von Mecki, Pop Up-Aktionen und besondere Gemeindeterminen.

Die neue Web-App ist über folgende Seite mit wenigen Klicks ganz einfach downloadbar und bringt alle Updates ganz automatisch auf den Handybildschirm – kompakt im menschenskirche-Button!

Download hier:

Postkartenaktion ‚Mensch sein!‘

Am Sonntag, den 23. Februar, können die Menschen bei der Bundestagswahl ihre Stimme abgeben und maßgeblich die Zukunft Deutschlands gestalten.  Die Sorge ist groß, dass diesmal demokratiefeindliche Kräfte immer mehr Mandate gewinnen. „Es ist unsere Aufgabe als Kirche, die demokratischen Kräfte in unserem Land zu stärken und Farbe zu bekennen. Deshalb werden wir in unserer Region, in den Gemeinden, unseren Werken (Diakonie und Kinderwelt) und auf öffentlichen Plätzen Postkarten mit dem Slogan „Mensch sein! – eine Aktion der Menschenskirche zur Bundestagswahl“ verteilen“, so David Bongartz, Superintendent des Ev. Kirchenkreises Dinslaken. Zudem stellte er sich klar gegen die AfD und betont, dass die Positionen der AfD aufgrund ihres Parteiprogrammes und zahlreicher Äußerungen von AfD-Politikern nicht mit dem christlichen Glauben vereinbar sind. „Somit ist die AfD für Christen nicht wählbar“, so David Bongartz.  Das lässt sich an den Äußerungen dieser Partei gut belegen, insbesondere wenn man neben den Programmen der Partei auch Zitate von AfD-Politiker*innen zur Kenntnis nimmt. Auch die Landessynode der Evangelischen Kirche im Rheinland (EKIR) 2024 hat sich klar gegen die AfD positioniert.

Hier finden Sie sechs Gründe*, warum die Grundsätze der AFD mit den Grundwerten der EKIR nicht vereinbar sind:

1.Die AfD ist eine Gefahr für die Demokratie

Drei Landesverbände der AfD wurden vom Verfassungsschutz bereits als gesichert rechtsextrem eingestuft. Die gesamte Partei gilt derzeit als rechtsextremer Verdachtsfall. Die AfD-Bundestagsfraktion beschäftigt über 100 Mitarbeitende aus dem rechtsextremen Milieu. Sie überhäuft Ministerien und Regierungsorgane mit hunderten sinnlosen Anfragen und behindert so die Arbeit unserer Vertreter*innen auf allen Ebenen. Die AfD versucht, die Demokratie als Elitenherrschaft darzustellen und betreibt so eine Politik der Spaltung. Die Verachtung für demokratische Verfahren zeigt sich auch im Verhalten der AfD: sie blockiert Gerichtsverfahren, lädt Störer*innen in den Bundestag ein und versucht, das Vertrauen in Wahlen zu untergraben.

2. Die AfD will den gesellschaftlichen Zusammenhalt zerstören

Die AfD nutzt soziale Verwerfungen und Probleme für ihre Propaganda. Wohlstand begünstigt den gesellschaftlichen Zusammenhalt. In der Wahrnehmung vieler Unternehmer*innen gefährdet die AfD diesen durch ihre migrations- und eurofeindliche Politik. Die AfD diffamiert unabhängige Medien. Begriffe wie „Lügen- und Systempresse” wurden schon von den Nationalsozialisten verwendet. Die AfD versucht regelmäßig, Journalist*innen an ihrer Arbeit zu hindern, etwa durch den Ausschluss von Parteiveranstaltungen oder durch Drohungen, Schikanen und Bedrängung im privaten Wohnumfeld der Journalist*innen. Die AfD verbreitet im Parteienvergleich am meisten Hassrede auf Facebook.

3. Die AfD ist rassistisch und menschenverachtend

Regelmäßig hetzt die AfD u.a. gegen Homosexuelle, Migrant*innen und transsexuelle Menschen. Die Sprache der AfD fördert Intoleranz und Menschenverachtung. Das Weltbild vieler AfDler*innen ist völkisch-nationalistisch. Menschen mit Migrationshintergrund werden abgewertet. AfD-Politiker*innen diskutieren Pläne, wie sie Millionen Deutsche mit Migrationshintergrund abschieben könnten. Das Grundrecht auf Asyl will die AfD abschaffen. Die AFD fällt immer wieder mit frauenfeindlichen Äußerungen auf und ist gegen jegliche Gleichstellungspolitik. Sie vertritt ein reaktionären Frauenbild und will die Rechte von Frauen massiv einschränken.

4. Die AfD leugnet den menschengemachten Klimawandel

Die AfD leugnet den menschlichen Einfluss auf die Erderwärmung. Die AfD fordert, alle
Klimaschutzmaßnahmen einzustellen, Kohlekraftwerke zu erhalten und die Förderung
erneuerbarer Energien zu streichen. Damit fördert die AfD nach übereinstimmender Meinung aller seriösen Wissenschaftler*innen die Zerstörung unserer Umwelt und gefährdet unsere Zukunft.

5. Die AfD ist gegen Religionsfreiheit und fördert Intoleranz

Die Haltung der AfD ist mit unserem christlichen Glauben nicht vereinbar. Sie zeigt darüber
hinaus Intoleranz gegenüber anderen Religionen. Die AfD tut so, als seien Islam und Islamismus dasselbe. Die AfD verharmlost den Holocaust und die Schrecken der Judenverfolgung im Dritten Reich. Sie erweckt den Eindruck, dass Antisemitismus eine Angelegenheit des Islam sei. Zugleich verbreitet sie antisemitische Verschwörungserzählungen.

6. Die AfD gefährdet unsere Wirtschaft und unseren Wohlstand

Zahlreiche Unternehmer*innen deutscher wie auch internationaler Unternehmen haben kürzlich deutlich vor der AfD und deren Politik gewarnt. Diese sei schädlich für unseren Wohlstand, gefährde Arbeitsplätze und füge der wirtschaftlichen Zukunft unseres Landes Schaden zu. Die Gewerkschaften stellen fest, dass rechtsextreme Parteien wie die AfD eine Politik betreiben würden, die Rechte von Arbeitnehmer*innen vernichten und uns ins Desaster führen würde. Nach dem Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) wünscht sich keine Partei stärkere Einschnitte bei den Sozialleistungen als die AfD.
Die AfD schreckt ausländische Fachkräfte ab, obwohl in Deutschland 1,7 Millionen Arbeitskräfte fehlen. Sie ist eine Gefahr für unsere Gesundheitsversorgung: Viele Pflegekräfte und Mediziner*innen überlegen, Deutschland aufgrund des wachsenden Rassismus wieder zu verlassen. Ein Rückbau der Europäischen Union würde unsere Wirtschaftsleistung, unsere Arbeitsplätze und damit die Ersparnisse aller gefährden.

 

*Hier finden Sie eine quellenbasierte Langversion der 6 Gründe von der Evangelischen Kirche im Rheinland: Argumentationshilfe AfD_lang_EKR