SoundCheck – Muss leider ausfallen

Frischer musikalischer Wind tut den Gemeinden gut. Deshalb hat sich der Popverband in der Evangelischen Kirche im Rheinland zum Ziel gemacht, neue Lieder in die Gemeinden und Kirchenkreise zu bringen. Am Samstag, 12. September 2026 kommen mit den Popkantor*innen Hannah Ruzicka, Manuel Füsgen und Daniel Drückes drei ausgewiesene Experten für Popularmusik in den Kirchenkreis Dinslaken. Sie gestalten mit interessierten Musiker*innen einen Workshop, in dem sie neue Lieder kennenlernen und angeleitet werden, diese auf Klavier oder Gitarre zu stilsicher zu begleiten oder als Sänger*in anzuleiten. So fungieren die Teilnehmenden als Multiplikatoren in ihren Gemeinden. Nachmittags um 16 Uhr lädt das Team dann alle Musikinteressierten zu einem offenen Singen mit neuen Liedern ein.

Der Workshop „SoundCheck“ beginnt um 10 Uhr im evangelischen Gemeindehaus, Duisburger Straße 72 in Dinslaken, und kostet 10 Euro. Die Anmeldung ist bis zum 1. September 2026 bei Kreiskantorin Daniela Grüning unter daniela.gruening@ekir.de möglich.

Für das offene Singen, das um 16 Uhr am selben Ort stattfindet, ist keine Anmeldung notwendig, die Teilnahme ist kostenfrei.

Neue Heimat: Die Orgel aus Möllen klingt in Portugal!

Manchmal beginnt ein Abschied mit einem Neuanfang. Nachdem klar war, dass die Orgel aus der ehemaligen Kirche in Möllen in unserer Region keine neue Verwendung finden konnte, begann die Suche nach einer neuen Heimat. Nach einem ausführlichen Gutachten und vielen Gesprächen fand sie ihren Platz in der katholischen Kirche Igreja do Senhor da Vera Cruz do Candal bei Porto.

Im Februar wurde die Orgel sorgfältig abgebaut, jedes Teil nummeriert und nach Portugal transportiert. Zur feierlichen Einweihung reiste unsere Pfarrerin Hanke Ibbeken nun auf Einladung mit einer kleinen Delegation aus der Gemeinde Götterswickerhamm nach Vila Nova de Gaia und wurden dort mit großer Herzlichkeit empfangen.

Bei einer Führung durften sie die Orgel aus nächster Nähe erleben und sehen, mit wie viel Sorgfalt sie für ihren neuen Kirchenraum vorbereitet wurde. Besonders schön: Das Jubiläumsschild der Möllener Orgel bleibt an seinem Platz – als Erinnerung an ihre Geschichte und Herkunft.

Wir sind dankbar, dass unsere Orgel nun eine neue Aufgabe gefunden hat und ihr Klang viele Jahre lang Menschen in Portugal begleiten wird!

 

Text: Emma Berger, Fotos: Hanke Ibbeken 

2. Pop-Up-Hochzeit: Rund 70 glückliche Paare, zwei Täuflinge und Herz-Tattoos

Rund 70 gesegnete Paare, davon 22 kirchlich getraut; zwei Täuflinge, 12 Tattoos, 100te Liter gekühlte Getränke, 90 Hochzeits-Cupcakes, 25 Segnende und 30 ehrenamtliche Helfer*innen. Das sind nackten Zahlen rund um die 2. Pop Up-Hochzeit in Götterswickerhamm am 27. Juni 2026. Aber hinter diesen Zahlen verbergen sich wunderschöne oder bewegende Geschichten von Paaren, die sich trotz der Hitze – zeitweise waren es 40 Grad im Schatten – auf dem Weg zum Rhein gemacht haben.

Diese Paare vereint, dass sie alle ihre Liebe vor Gott segnen lassen wollten. Egal ob sie schon seit 25 Jahre verheiratet sind, frischt verliebt sind oder einer, der beiden, sehr schwer erkrankt ist. Genauso unterschiedlich wie die Anlässe war auch das Outfit der Menschen. Trotz der tropischen Temperaturen kamen viele in wunderschönen Brautkleidern und schicken Anzügen, ebenso wie in kurzer Hose und Sommerkleid und ein Mann und eine Frau trugen eine Wikinger-Kluft.

„All diese Liebenden haben diesen Tag zu etwas ganz Besonderem gemacht,“ so Pfarrerin Katharina Bous, Mitorganisatorin der Pop Up-Hochzeit. „Es gab nur positives Feedback. So hat sich ein Paar bei mir für die liebevolle, warmherzige und stressfreie Begleitung bedankt. Vielen hat zudem die ganz persönliche Atmosphäre und das Einfühlungsvermögen der Segnenden gefallen“, berichtete sie weiter.

Aber auch die Segnenden selbst waren durchweg begeistert „Ich war ganz überrascht, wie tief man in 15 Minuten Gespräch mit den Paaren kommt. Es sind so viele Tränen geflossen und war so berührend für alle“, so einer der Segnenden anschließend.

Erstmalig wurde vor der Segnung der Eltern ein kleines Baby getauft und bei einem Paar ließ sich einer von beiden zuvor taufen. Im Anschluss an ihre Zeremonie ließen sich viele noch ein kleines Erinnerungs-Tattoo von Frank Prescher von Ritos Antigos Tattoo und Piercing aus Dinslaken stechen. Zur Auswahl standen geschwungene Herzen, ein Herz mit Datum, eine Rose mit Datum und die Schinkelkirche mit Datum. Neben den Tattoos war vor allem die kostenlosen Kaltgetränke für alle der Renner. Die Cupcakes für die Paare wurden wie vor zwei Jahren schon von der Kinderwelt des Ev. Kirchenkreises Dinslaken gespendet.  Zudem konnten sich die Paare einen Blumenstrauß vor Ort beim Team vom Blumenladen Wüster aus Dinslaken erwerben. Das Honorar für das Tattoo-Studio spendet Frank Prescher übrigens der Diakonie im Ev. Kirchenkreis Dinslaken für ihr Projekt „Kein Kind in Armut“.

„Allen die das wunderschöne Ereignis verpasst haben, kann ich versichern, dass dies nicht die letzte Pop Up-Hochzeit der menschenskirche war“, erklärt Katharina Bous abschließend. Wann und wo stehe jedoch noch nicht fest.

 

HIER geht es zum Abschlussfilm.

 

100 Jahre menschenskirche: Bilder sagen mehr als Worte

Zwei unvergessliche Jubiläumstage in der Lohberger Zechenwerkstatt zu „100 Jahre menschenskirche“ liegen hinter uns: Am Freitag, 8. Mai,  feierten über 1.000 Haupt- und Ehrenamtliche aus Kirchenkreis, Gemeinden, Diakonie und Kinderwelt beim Mitarbeitenden-Fest voller Musik, Gemeinschaft und Emotionen. Am Samstag, 9. Mai, kamen zahlreiche geladene Gäste aus Kirche, Politik und Gesellschaft zum festlichen Empfang zusammen – mit bewegenden Worten, Konfetti und Blicken zurück und nach vorn.

Von Herzen danke an alle, die diese besonderen Tage möglich gemacht haben – ihr seid menschenskirche.

2. Pop-Up-Hochzeit: 27. Juni 2026, 14–19 Uhr, Götterswickerhamm

Nach der ersten berührenden 1. Pop-Up-Hochzeit im Sommer 2024 feiern wir dieses Jahr die 2. Auflage unserer „Einfach heiraten“-Aktion der menschenskirche!

Am 27. Juni 2026 zwischen 14 und 19 Uhr könnt ihr euch wieder spontan, unkompliziert und mit Gottes Segen das Ja-Wort geben – persönlich, festlich und voller Herz.

 

 

Chorkonzert mit dem Vokalensemble des Ev. Kirchenkreises Dinslaken in Gahlen

Gahlen. Das Vokalensemble des Ev. Kirchenkreises Dinslaken ist am 16 November um 17 Uhr in der Dorfkirche Gahlen, Kirchstr. 80, Schermbeck, zu Gast. Es werden und anderen Werke von Buchenberg, Lauridson, Reger, Stanford, Whitacre  zu hören sein. Erklingen werden neben europäischer Chormusik auch spannende Volksliedvertonungen und Werke für Cello und Klavier.

Das Vokalensemble ist ein überregionales Ensemble das sich vornehmlich der anspruchsvollen a cappella Literatur widmet und seit rund 25 Jahren im Kirchenkreis und darüber hinaus Konzerte gibt. Zuletzt war das Ensemble im April mit der Johannespassion von J.S. Bach in Götterswickerhamm zu hören. Die Gesamtleitung hat Kreiskantorin Daniela Grüning.

Von „heute morgen entschieden und in 15 min ein Brautkleid gekauft“ über „Anreise von Mallorca nur für den Segen“, Geburtstag, Hochzeitstag, überraschende Anträge und 25 Jahre Ehe, zu zweit oder mit 30 Gästen, im Brautkleid oder in Kutte, Anfang 20 oder weit über 70 – bei unserer ersten Pop-Up-Hochzeit war am 24. August so ziemlich alles dabei, aber vor allem eines: Liebe, Freude, Rührung und ganz ganz viele ergreifende und erinnerungswürdige Momente! Wir haben mit knapp 50 geplant und sind bei 98 Gesegneten gelandet! Wahnsinn! Wir sind unheimlich dankbar für diesen rundum gelungenen Tag Danke an das Orga-Team, alle helfenden Hände, die Paare und ihre Gäste, an unsere Partner (Wüster Blumenladen, Sinalco, Brauereiprojekt 777, Kutscherstube, Privatrösterei König Gustav) und die tolle Berichterstattung durch den WDR, Radio KW die NRZ Dinslaken.

Kirche ist mobil, nicht langweilig und braucht keine Kirchen

Um 15:56 Uhr stand das mit Spannung erwartete Votum fest: Die Menschenskirche 2035 ist mobil, nicht langweilig, braucht keine Kirchen, hat ein klares christliches Profil und orientiert sich konsequent an den Lebenssituationen der Menschen. Mehr als vier Stunden hatten die rund 200 Gäste der Entdeckersynode des Ev. Kirchenkreises Dinslaken in der Zechenwerkstatt Lohberg in Dinslaken an 6 Mitmach-Stationen und in 3 Diskussionsrunden ihre Ideen, Kritik und Vorstellung über Kirche eingebracht. So entstanden unter anderem mobile Kindergärten, eine 360-Grad-Pop-Up-Action-Church und ein Begegnungszentrum für alle Altersklassen aus Legosteinen. In den Diskussionsrunden wurden darüber hinaus Themen wie „Kirchlicher Segen abseits der klassischen Lebenswege“ oder „Was würde passieren, wenn Kirche sich an dem, was Menschen vor Ort erhoffen und erwarten, orientiert?“ angesprochen.

Ziel der Synode war es, die Weichen für die Zukunft zu stellen. Deshalb waren nicht nur die Synodalen aus den 8 Gemeinden, sondern auch Bürger*innen aus lokalen Vereinen, Künstler*innen und Vertreter*innen aus der Politik eingeladen worden. „Wir haben uns für dieses ungewöhnliche Format entschieden, da sich Kirche grundlegend verändern muss, und wir wollen im Kirchenkreis diese Veränderung nicht von oben herab anstoßen, sondern wir wollen dies hier als Menschenskirche gemeinsam mit den Menschen gestalten“, erläuterte David Bongartz, Superintendent des Ev. Kirchenkreises Dinslaken.

Am Ende der Veranstaltung hatten die Gäste die Wahl sich zwischen 9 möglichen Leitsätzen, die im Laufe des Tages an den Stationen entstanden waren, zu entscheiden. Folgende 3 Sätze bekamen die meisten Stimmen: Wir brauchen keine Kirchen, sondern bunte Orte des Zusammenseins, die für jeden offen sind; Kirche langweilt nicht und denkt nicht von dem was ist, sondern orientiert sich konsequent an den Lebenssituationen der Menschen; Kirche taucht mit mobilen Projekten mit klarem christlichen Profil dort auf, wo man sie nicht erwartet. „Das war Menschenkirche pur, wo der Fokus auf den Menschen liegt, auf dem, was sie in eine Menschenskirche einbringen wollen, und was sie von uns brauchen“, so David Bongartz. „Und es ist jetzt unsere Aufgabe, dieses konkret werden zu lassen“, so der Superintendent weiter.

Für ein besonderes Highlight zum Abschluss sorgte zudem der Graffiti-Künstler Raphael Wiese aus Spellen-Friedrichfeld, der während der Veranstaltung die Gedanken, Wünsche und Eindrücke der Besucher*innen sammelte und am Ende ein vier Meter großes Schiff mit entsprechenden Bildern besprüht hatte.

Herbstsynode 2023 mit großer Segensfeier eröffnet

Götterswickerhamm. Mit einer großen Segensfeiern in der Ev. Kirche in Götterswickerhamm hat jetzt die Herbstsynode 2023 des Ev. Kirchenkreises Dinslaken begonnen. Passend zum Themenschwerpunkt der Kreissynode „Kasualien im Wandel“ widmete sich auch der Gottesdienst diesem Thema. Zudem wurden der Geschäftsführer der Ev. Kinderwelt, Reimund Schulz, in den Ruhestand und Sandra Sommer, Geschäftsführerin des Verwaltungsverbands Rhein-Ruhr, verabschiedet. Außerdem wurden Pfarrer Andreas Mann und Pfarrer Christian Hilbricht in ihr Amt des stellv. Skriba eingeführt.

Im Anschluss versammelten sich die Synodalen der Kreissynode im Ev. Gemeindezentrum. Schwerpunkte des ersten Abends waren die Ausführungen der Fachausschüsse wie Kinder und Jugend und der jährliche Bericht des Superintendenten. David Bongartz thematisierte den Konflikt in Nahost und bezog klar Stellung: „Wir sind gefragt, an der Seite unserer jüdischen Mitbürger*innen zu stehen und deutlich zu machen, dass das Geschehen das Existenzrecht des Staates Israel nicht in Frage stellt. Und gleichzeitig sind wir auch gefragt, für unsere Mitbürger*innen auf palästinensischer Seite da zu sein.“ Zudem bedankte er sich für das Engagement der Gemeinden und der Ev. Jugend, die mit ihren Aktionen wie Friedensgebete und der Woche des Friedens, Zeichen setzen würden.

Des Weiteren hob er die wichtige Rolle der Ev. Kirche in der Gesellschaft hervor – gerade in schwierigen Zeiten, wo Krieg, Klimawandel oder soziale Gerechtigkeit die beherrschenden Themen seien. „Denn wir sind gefragt in den Krisen der Welt…Wir sind hier gefragt mit prophetischer Rede, tätiger Nächstenliebe und der Sorge für die Seele! Wir müssen dabei nicht zu allem und jedem etwas sagen. Aber bei dem, was ich gerade aufgezählt habe, haben wir zwangsläufig etwas aus unserer christlichen Überzeugung, aus unserem Glauben einzubringen“, so David Bongartz. Der Superintendent stellte außerdem heraus, was im aktuellen Jahr alles auf den Weg gebracht wurde. So wurde beispielweise das Seelsorgeangebot ausgeweitet. Abschließend zeigte er den Synodalen auf, wo er im kommenden Jahr Schwerpunkte setzen werde: die neuen Presbyter*innen, die 2024 ihre Ämter antreten, zu stärken, die Konfirmand*innen-Arbeit noch mehr auszuweiten und 2024 zum Entdeckerjahr zu machen. „Ich finde es sehr gut, dass wir uns auf der Sommersynode einerseits einen engagierten Zeitplan bis 2026 mit Blick auf die zukünftige Nutzung unserer Gebäude gesetzt haben. Und zugleich haben wir uns aber auch vorgenommen gemeinsam zu überlegen, wie wir Kirche hier in der Region sein wollen. Das Jahr 2024 kann so zum Entdeckerjahr werden, in dem wir mit Menschen ins Gespräch kommen, die wir sonst nicht im Gemeindekontext wahrnehmen. Ein Jahr, in dem wir über unseren Kirchenkreis hinausschauen und uns von anderen inspirieren lassen. Ein Jahr, in dem wir miteinander diskutieren, was alles sein kann!“, sagte David Bongartz.

Foto (Kirchenkreis): Pfarrer Andreas Mann und Pfarrer Christian Hilbricht wurden im Beisein des Kreisynodalvorstandes in ihr Amt des stellv. Skriba eingeführt.

Lesen Sie hier den Bericht des Superintendenten im Wortlaut: Download